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Hier in dieser Rubrik finden Sie regelmäßig aktuaisierte News rund um das Thema Ausbildung:
Bertelsmann Stiftung: Modernisierung der deutschen Berufsausbildung
Dienstag, 30. September 2008
Die Bertelsmann Stiftung fordert eine Modernisierung der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Auf der Grundlage einer international vergleichenden Studie schlägt sie zur besseren Steuerung des Systems ein Bundesamt für berufliche Bildung sowie entsprechende Landesämter vor. Bei der Reform der Berufsausbildung sollte sich Deutschland am Vorbild der Schweiz orientieren, wo die Steuerung aus "einer Hand" erfolgt.
"Der Nationale Bildungsbericht macht deutlich, dass der Übergang von der Schule in den Beruf für viele Jugendliche zu einer beinahe unüberwindbaren Hürde geworden ist", sagte Vorstandsmitglied Johannes Meier bei der Vorstellung der Studie. Dieser Zustand sei aus sozialen und ökonomischen Gründen nicht hinnehmbar. Um möglichst allen jungen Menschen eine echte Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen, müsse das duale Ausbildungssystem modernisiert werden.
Andere Länder mit dualen Berufsbildungssystemen hätten in den letzten Jahren umfangreiche und teilweise sehr erfolgreiche Reformen durchgesetzt. Von diesen Erfahrungen könnten wir profitieren. Daher sei es wichtig, diese Erfahrungen systematisch auszuwerten und für die deutsche Berufsbildungspolitik nutzbar zu machen, sagte Meier.
In Deutschland sei die berufliche Bildung auf unterschiedliche Ressorts verteilt und die Steuerung entsprechend stark fragmentiert, so Meier weiter. Hier könne man von der Schweiz lernen. Die Realisierung einer koordinierten Balance zwischen den verschiedenen Politikbereichen erfordere Berufsbildungsämter auf Bundes- und Länderebene, in denen die hoheitlichen Steuerungs-, Unterstützungs- und Verwaltungsfunktionen gebündelt würden.
Zu den weiteren Reformvorschlägen der Studie, die der Bremer Bildungsforscher Felix Rauner im Auftrag der Bertelsmann Stiftung vorgelegt hat, gehören einheitliche gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die Umsetzung einer Innovationsstrategie für die berufliche Bildung. Die hervorragende Praxis im dualen Ausbildungssystem mit ihren berufsbildenden Schulen und den Ausbildungsbetrieben müsse besser als bisher mit der Berufsbildungspolitik und der Berufsbildungsforschung verzahnt werden. So könne die Ausbildungsqualität insgesamt verbessert werden.
Insgesamt hätten Reformen in der beruflichen Bildung jedoch nur dann eine Chance, wenn sie auch von möglichst vielen Beteiligten getragen würden. Die Bertelsmann Stiftung beschreite daher neue Wege, indem sie durch lagerübergreifende, partizipative Verfahren Räume schaffe, in denen die Verantwortlichen sich offen über mögliche Reformoptionen austauschen können.
Stiftung der Deutschen Wirtschaft fördert Hauptschüler auch in der Berufsausbildung
Neues Projekt startet mit 116 Teilnehmern aus Berlin, Bremen, Düsseldorf und München
19.09.2008 | 12:00 UhrBerlin (ots) - 116 Hauptschülerinnen und Hauptschüler wurden heute in Berlin in das neue Programm "ZEIG, WAS DU KANNST! Erfolgreich ins Berufsleben starten" aufgenommen. Sie kommen aus den Regionen Berlin, Bremen, Düsseldorf und München. Auf die Teilnehmer wartet eine dreijährige individuelle Förderung: Sie beginnt im vorletzten Schuljahr und setzt sich auch im ersten Berufsausbildungsjahr fort. Bundesweit ist es das erste Projekt, das Jugendliche in dieser Form beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützt.
"ZEIG, WAS DU KANNST!" ist ein Modellprojekt der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Es richtet sich an leistungsorientierte Jugendliche an Schulen mit Hauptschulzweig, die eine Berufsausbildung anstreben. "Sie sind die qualifizierten Fachkräfte von morgen. Wir möchten daher die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen und damit ihre Chancen auf dem Lehrstellenmarkt verbessern", erklärte Andreas Storm, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung: "Wohlstand für alle heißt heute Bildung für alle. Zu diesem Aufstiegsversprechen will das Modellprojekt für leistungsmotivierte Hauptschülerinnen und Hauptschüler einen Beitrag leisten."
Das Förderprogramm setzt zwei Jahre vor dem Schulabschluss an. In dieser Zeit werden die Schüler dabei unterstützt, ihre Schlüsselkompetenzen zu verbessern und ihre Talente und Fähigkeiten zu entdecken. Ebenso erhalten sie Hilfestellung bei der Berufswahlentscheidung. Durch Beratung und Begleitung auch im ersten Jahr der Ausbildung werden gute Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sie diese erfolgreich abschließen können. Auf diese Weise wollen die Projektpartner Ausbildungsabbrüchen entgegenwirken.
"ZEIG, WAS DU KANNST!" ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren angelegt. Insgesamt werden 360 Jugendliche aufgenommen. Der nächste Durchgang startet im November 2008. Regionale Kooperationspartner sind die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, die Senatorin für Bildung und Wissenschaft des Landes Bremen, die Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e. V. sowie der Arbeitskreis SchuleWirtschaft Bayern. Zudem unterstützt die METRO Group das Projekt an allen vier Standorten.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter http://www.sdw.org/schuelerakademie/zeig-was-du-kannst
Pressemappe und Veranstaltungsfotos stehen unter http://www.sdw.org/presse/pressemappe/ zur Verfügung.
Pressekontakt:
Silke Bittkow, Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit Schülerakademie, Breite Straße 29, 10178
Berlin, Tel.: 030 / 27890615, s.bittkow(at)sdw(dot)org, www.sdw.org
BIBB-Film präsentiert 'Erfolgsmodell duale Berufsausbildung' in sieben Sprachen
Bonn, 04.09.2008
Die duale Berufsausbildung in Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Weil sie sich an den realen Arbeitsprozessen der beruflichen Praxis orientiert, genießt sie auch international ein hohes Ansehen. Weltweit greifen immer mehr Länder die Vorteile der dualen Berufsausbildung auf und wenden sich verstärkt an deutsche Einrichtungen, um mehr über dieses Modell zu erfahren. Diese Aktivitäten werden nun durch den Film "Berufsbildung in Deutschland - Zukunft sichern" unterstützt. Er kann ab sofort in deutscher, englischer, französischer und spanischer Sprache kostenlos im Internetangebot des BIBB heruntergeladen werden. Die russischen, chinesischen und arabischen Sprachversionen folgen in Kürze. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat diesen Film im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) produziert.
Der Film dient insbesondere ausländischen Partnern als Unterstützung für eigene Lösungen in ihrem Land. Zielgruppe sind daher alle, die sich im Ausland für die Berufsausbildung in Deutschland interessieren - zum Beispiel Vertreter ausländischer Regierungen oder Berufsbildungsinstitutionen, wissenschaftlicher Einrichtungen oder internationaler Organisationen.
Die rund 15-minütige Dokumentation gibt in knapper und verständlicher Form einen Überblick über die wesentlichsten Merkmale, Fakten und Strukturen der dualen Berufsausbildung in Deutschland. Präsentiert werden Stärken und Kernelemente wie die enge Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Sozialpartnern, das Prinzip des Lernens im Betrieb und in der Berufsschule, die Ausbildung durch hoch qualifiziertes Ausbildungspersonal oder die Entwicklung bundesweit gültiger Ausbildungsordnungen mit einheitlichen Prüfungsanforderungen.
Gedreht wurde vor Ort in deutschen Unternehmen und Betrieben, in Berufsschulen, bei Kammern und Verbänden sowie bei internationalen Kooperationspartnern in Italien und der Türkei. Mit Beispielen aus der Praxis sowie zahlreichen Kommentaren und Originaltönen von Auszubildenden, Ausbildern, Berufsschullehrern und Wirtschaftsvertretern wird die Vielfalt der deutschen Berufsausbildung anschaulich präsentiert.
Weitere Informationen unter www.bibb.de/film
Steinbeis-Gutachten für Mecklenburg-Vorpommern erschienen / VDP fordert mehr Investitionen in Bildung.
Erneut haben Forscher des Steinbeis-Transferzentrums für Wirtschaft- und Sozialmanagement Heidenheim die Schülerkosten unter die Lupe genommen, dieses Mal in Mecklenburg-Vorpommern. Das Ergebnis der Studie, die gestern auf einer Pressekonferenz in Schwerin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist keine Überraschung: Laut Gutachten liegen die Kosten pro Schüler um rund 2000 Euro höher, als vom Bildungsministerium berechnet. Dies wirkt sich negativ auf die Finanzierung der Schulen in freier Trägerschaft aus, da die staatlich ermittelten Schülerkosten die Basis zur Berechnung der Finanzhilfe sind.
Mit dem Steinbeis-Gutachten bestätigen die Forscher die Forderung des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) nach einer höheren Finanzhilfe: „Wir fordern schon lange mehr staatliche Zuschüsse für Privatschulen“, erklärt VDP-Präsident Michael Büchler. „Die Ergebnisse des Gutachtens belegen wieder einmal, dass freie Schulen in den meisten Bundesländern immer noch nicht ausreichend finanziell ausgestattet sind.“ Die Zuschüsse seien jedoch die Voraussetzung dafür, dass Schulgelder sozial verträglich blieben und Bildung allgemein zugänglich sei. „Schüler und Eltern müssen sich unabhängig vom jeweiligen finanziellen Hintergrund für das pädagogische Konzept entscheiden können, das ihnen am meisten zusagt“, so Büchler. „Wir brauchen ein verbessertes Finanzierungsmodell, das hilft, finanzielle Hürden abzubauen und für eine freie Schulwahl sorgt.“ Bildungsausgaben dürften generell nicht als Kosten gesehen werden. Vielmehr seien sie Investitionen in die Zukunft des Bildungsstandorts Deutschland und müssten endlich erhöht werden.
Die aktuell veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2008“ untermauert die Forderung des VDP nach einer Erhöhung der Bildungsausgaben in Deutschland: Die Autoren der Studie haben herausgefunden, dass die Bundesrepublik immer noch weniger für Bildung ausgibt als der Durchschnitt der OECD-Länder. Insbesondere bei der Förderung des Primarbereichs belegt Deutschland im internationalen Vergleich einen der letzten Plätze.


