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Lebenshaltung

Laut dem Preismonitor des Statistischen Bundesamts sind in Deutschland die Lebenshaltungskosten in den letzten Monaten stark angestiegen. Deutsche Haushalte mussten zu Jahresbeginn deutlich mehr für Lebensmittel zahlen als noch vor zwei Jahren. Eine Teuerungswelle gab es vor allem bei alltäglichen Lebensmitteln wie Milch: Hier mussten Verbraucher zu Beginn des Jahres monatlich 1,60 Euro oder 29,3 Prozent mehr auf den Ladentisch legen als 2005.

Die steigenden Lebenshaltungskosten werden immer mehr zu einem schwerwiegenden Problem für Studierenden. Wer nach dem Abitur ein Studium beginnen will, sollte wissen, welche Kosten damit verbunden sind: Denn zu den Studiengebühren, die in vielen Bundesländern eingeführt worden sind oder werden, kommen natürlich auch noch die Lebenshaltungskosten auf jeden Erstsemester zu. Doch wie viel Geld benötigt ein Student durchschnittlich im Monat?

Miete - der größte Posten

Den größten Posten in den Lebenshaltungskosten macht bei Studenten meist die Miete aus. Durchschnittlich 250 Euro bezahlen Studenten für ihr Zimmer in einer WG oder für die eigene Wohnung. Aber auch wer keinen Platz in einem Wohnheim erhalten hat, kann Geld sparen, denn die Mieten sind regional sehr unterschiedlich. Studierende, die an Hochschulen in Städten mit einer Wohnbevölkerung von über 500.000 Einwohnern eingeschrieben sind, haben im Durchschnitt deutlich höhere Ausgaben für Miete und Nebenkosten als Studierende, die an Hochschulen in kleineren Städten studieren (305 Euro vs. 252 Euro). Weil das Mietpreisniveau regional sehr unterschiedlich ist, werden davon auch die Mietausgaben der Studierenden beeinflusst.

Der neben der Miete größte Posten, sind die Kosten für die Ernährung. Durchschnittlich 160 Euro fallen monatlich für das Essen in der Mensa und zu Hause an. Bei den Fahrtkosten (86 Euro) besteht für Studenten, die auf ein eigenes Auto verzichten können und lediglich mit dem Semesterticket unterwegs sind, ein großes Einsparpotential. Neben den Ausgaben für Kleidung liegen auch die Ausgaben für die Krankenversicherung (und Arztkosten sowie Medikamente) mit 57 Euro bzw. 56 Euro noch über der Grenze von 50 Euro. Allerdings können Studenten bis zum 25. Lebensjahr in der Familienversicherung der Eltern mitversichert werden.

Die Aufwendung für Telekommunikation (Fernsehen, Internet, Telefon und Handy) mit 49 Euro sowie die Aufwendung für Lernmittel (Bücher, Blöcke, Stifte) mit 37 Euro komplettieren die Lebenshaltungskosten eines Studierenden. Damit kommt ein Student (in einem Bundesland ohne Studiengebühren) auf durchschnittliche Lebenshaltungskosten von 700 Euro, so das Deutsche Studentenwerk, das die genannten Zahlen in einer regelmäßigen stattfindenden Befragung der Studenten ermittelt hat.

Im Durchschnitt  zahlt ein Studierender 253,97 Euro die Miete, 155,69 Euro für Ernährung, 54,93 Euro für Kleidung, 124,79 Euro für die laufende Kosten eines Pkws, 34,33 Euro für öffentliche Verkehrsmittel,  73,70 für Krankenversicherung, 47,96 für Telefon, Internet und Rundfunk- und Fernsehgebühren und  36,58 Euro für Lernmittel. Zu den teuersten Städten zählen Düsseldorf mit Lebenshaltungskosten von durchschnittlich 888,83 Euro, Frankfurt am Main mit 882,67 Euro, Hamburg mit 873,52 Euro wie auch München und Köln mit ca. 857 Euro monatlich. Die günstigte Stadt ist Vechta mit 663,30.

Quelle: 18. Sozialerhebung