Hochschulsport
Das typische Klischee von Studenten sieht etwa so aus: Wenig Geld, viel Freizeit, ab und zu lernen, ansonsten feiern. Das mag auch manchmal zutreffen, doch sollte man nicht vergessen, dass die Studenten auch sehr viel lernen müssen. Oft über Wochen hinweg. Um sich geistig fit zu halten, suchen die Studenten in ihrer Lernpause Abwechslung. Diese bietet ihnen die Uni mit den Sport. Fast jede Hochschule bietet ihren Studenten zu günstigen Konditionen die Möglichkeit, sich im Sport abzulenken und fit zu halten.
Hintergründe
Nach dem Motto „Mens sana in corpore sano“ gehört zu den im Hochschulrahmengesetz verankerten Dienstaufgaben der Hochschulen (§2 HRG) auch die Förderung des Sports in Ihrem Bereich. Dies bedeutet im Regelfall, dass die Hochschulen entweder ein eigenes Sportprogramm anbieten, oder dafür sorgen, dass den Studierenden die Teilnahme an einem Sportprogramm einer anderen Hochschule ermöglicht wird. Deshalb bieten viele Hochschulen ihren Studierenden und Mitarbeitern die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung Sport zu betreiben. Weiterhin tragen die Angebote im Hochschulsport zur Attraktivität eines Hochschulstandorts bei.
Organisation und Ziele
Der Hochschulsport wird normalerweise im universitätseigenen Sportzentrum organisiert werden. Ziel hierbei ist die Gesunderhaltung und Freizeitgestaltung der Hochschulmitglieder und damit ist der überwiegende Anteil im Bereich des Breitensports angesiedelt. Parallel finden mit den Hochschulmeisterschaften regelmäßig Wettkämpfe statt, die auch den Bereich Leistungssport abdecken.
Angebote
Die Bandbreite im Hochschulsport ist groß, von Aerobic, Ballett, Fitnessgymnastik, Karate und Modern Dance bis hin zu Nordic Walking, autogenes Training, Bauchtanz, präventiver Rückenschule oder auch Flamenco, um nur einen kleinen Vorgeschmack zu geben. Der Hochschulsport bietet natürlich auch klassische Sportarten, wie etwa Fußball, Schwimmen, Handball, Tennis, Volleyball, Badminton, Geräteturnen, Tischtennis, Basketball, Squash, Golf, u.v.m. Doch wer etwas exotischeres sucht, ist auch im Hochschulsport genau richtig. So gibt es unter Anderem Afro-Dance, Bodyart, Capoeira, Indoorcycling, Pilates, Windsurfen und Yoga. Mit dem Hochschulsport sind die Universitäten sehr bemüht, für jeden Studenten etwas passendes zu bieten.
Kosten
Ob es Kurse gibt, die kostenfrei sind, ist Universitätsabhängig. Die meisten Kurse im Hochschulsport sind mit einem geringen Semesterbeitrag für jeden Studenten durchaus bezahlbar. Ganz im Gegenteil zu öffentlichen Fitnessstudios, in denen man jeden Monat einen Beitrag zu zahlen hat.
Um das große Angebot des Hochschulsports anbieten zu können, haben einige Universitäten spezielle Fördervereine, welche den Hochschulsport zusätzlich unterstützen. Man sollte sich früh genug um die Teilnahme an Kursen aus dem Hochschulsport kümmern, denn meist ist eine Anmeldung erforderlich, was bedeutet, dass dieser Kurs eine begrenzte Teilnehmerzahl hat. Besonders beliebt im Hochschulsport ist der Kraftraum. Hier gilt, wer sich früh genug anmeldet, hat seinen Platz sicher.
Vorteile
Wer jetzt jedoch meint, im Sport auf qualifiziertes Personal verzichten zu müssen, der irrt. Die Übungsleiter der einzelnen Kurse setzen sich aus Studenten, Dozenten und professionellen Fitnesstrainern zusammen, die alle bemüht sind, den Hochschulsport abwechslungsreich und mit viel Spaß zu gestalten. Gerade für Erstsemester bietet es sich an, das Angebot des Hochschulsports etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und sich einigen Kursen anzuschließen. Denn im Sport ist es leichter und unkomplizierter, neue Leute kennen zu lernen. So kann es sein, dass man beim Volleyball plötzlich gegen seine Tischnachbarin aus dem Einführungskurs spielt. Gleichzeitig lernt man im Hochschulsport auch Kommilitonen aus anderen Studiengängen oder höheren Semestern kennen.
Zielgruppen
Doch das Angebot an Sports richtet sich nicht ausschließlich an Studenten, sondern auch an die Lehrenden der Universität. Man darf sich also nicht wundern, wenn plötzlich der eigene Professor neben einem auf dem Laufband schwitzt. Die Studenten haben so die Möglichkeit, durch den Hochschulsport ganz unverfänglich ihre Dozenten kennen zu lernen. Die Studenten können durch den Hochschulsport ihr Studium finanzieren und sich gleichzeitig mit viel Freude auf ihre praktischen Prüfungen vorbereiten.
Wettkämpfe
Wer den Sport nicht nur als Ausgleich, sondern auch als Herausforderung sucht und seine Leistung steigern will, für den bietet der Hochschulsport auch etwas. Nämlich die Organisation und Durchführung des Wettkampfsports mit der Teilnahme an Hochschulmeisterschaften. Wie in jedem Verein wird hier um den Sieg gespielt und die einzelnen Universitäten tragen untereinander Wettkämpfe und Turniere aus.
Fazit
Die Hochschulen sind also sehr bemüht darum, ihren Studenten eine große Auswahl an Sportmöglichkeiten zu bieten. Auch für Sportmuffel wird aus dem Angebot an Sportarten ganz bestimmt etwas dabei sein. Und für alle Sportbegeisterten lohnt es sich, dem Hochschulsport beizutreten. Hier stimmt die Qualität, der Preis und - vor Allem - der Spaß ist garantiert!



»»» weiter zu Kochen