Suchtprobleme in Studium & Ausbildung
Sucht äußert sich als krankhafte oder zwanghafte Abhängigkeit und extremen Verlangen
- von/ nach Substanzen (z. B. Alkohol, illegale Drogen) oder
- bestimmten Verhaltensweisen (z. B. Spielsucht, Internetsucht).
Bei den Suchtmitteln unterscheidet man zwischen
- legalen Drogen (Alkohol, Koffein, Nikotin, Schnüffelstoffe) und
- illegalen Drogen (Aufputschmitteln, Halluzinogene, Opiate).
- stoffunabhängiger Sucht ( Spielsucht, Kaufsucht, Internetsucht, Esssucht, Mediensucht oder Arbeitssucht)
Zu einem geselligen Abend gehört Alkohol wie gute Gespräche und nach nervenaufreibenden Ereignissen braucht man schon mal eine Zigarette. Shoppen erlöst von jedem Stress und wenn man nicht Schlafen kann, greift schnell mal zur Tablette. Das hört sich vertraut an, ist aber gefährlich. Alkohol, Zigaretten, Medikamente und neue Klamotten haben sich klammheimlich in unsere Verhalten eingeschleust, um uns Zufriedenheit zu verschaffen. Sie sind ja auch gesellschaftlich akzeptiert. Was aber, wenn der Drang nach diesen Helferchen so stark ist, dass sie alle Gedanken beherrscht und man immer mehr konsumieren muss, um sich gut zu fühlen?
Motive
- Neugier
- fehlende Leitbilder
- Geltungsbedürfnis in der Gruppe
- Konfliktsituationen verschiedenster Art
- Angst vor der Zukunft
- Isolierung
- Mangel an Liebe
- Verständnis
- Anerkennung bei den Eltern
- übersteigerte Forderungen von Lehrern, Ausbildern oder Eltern (zu hoher Leistungsdruck)
Abhängigkeit
Man muss zwischen psychischer und körperlicher Abhängigkeit unterscheiden. Bei ersterer spürt man ein über-mächtiges Verlangen nach einer bestimmten Substanz oder einer bestimmten Handlung. Wer körperlich abhängig ist, leidet unter Entzugserscheinungen und muss immer wieder die Dosis steigern.
Suchtprobleme im Studium
Das Bachelor- und Mastersystem setzt viele Studenten unter enormen Zeit- und Konkurrenzdruck. Drei Klausuren in fünf Tagen sind keine Seltenheit mehr und nebenbei müssen die Studenten auch noch arbeiten. Rauschmittel dienten als Kompensation für diese Belastung. Flatrateparties und Komasaufen sind riskante Phänomene, die deutsche Studenten aus Amerika übernommen haben. Studenten vernachlässigten nach dem Feiern oft ihre Arbeit oder das Lernen, um sich auszukurieren. Aber auch während der Vorlesungen sind Alkoholfahnen oder der berühmte Kater nicht selten zu finden. Doch noch gibt es nicht Programmen für Alkoholabhängige an den Unis, um das vorzubeugen oder den Studenten Hilfestellung zu geben.
Suchtprobleme bei Auszubildenden
Der Alkohol- und Drogenkonsum von Auszubildenden hat nicht nur Auswirkungen auf ihre körperliche und psychische Gesundheit, sondern auch auf den Ausbildungsbetrieb und somit auch auf die Wirtschaft. Die Ursache für häufige Fehlzeiten, Leistungsnachlass, Unfälle und chronische Erkrankungen sind oft mit einem Alkoholproblem verbunden. Das lässt die Ausbildungsbereitschaft sinken und mindert den betrieblichen Erfolg. Für den Auszubildenden bedeutet das nicht nur ein Versagen in seiner Ausbildung, sondern auch, dass er seinen Beruf vielleicht nicht richtig ausüben kann. Für die Eltern und Freunde kann das auch eine schwere Situation sein, die mit viel Leid verbunden ist. Gesundheitlich sind mit chronischen Erkrankungen zu rechnen. Nimmt der Konsum stark zu, muss die Ausbildung abgebrochen werden, was wiederum der Wirtschaft schadet, die nicht Fachkräfte zur Verfügung hat.
Die Abhängigkeitserkrankung ist nichts, was von einem Tag auf den anderen auftritt. Eine Sucht entwickelt sich über einen gewissen Zeitraum langsam und oft unbemerkt. Wie kann man darauf reagieren?
- Frühzeitige und nachdrückliche Aufklärung über Suchtmittel und deren Folgen
- Fortbildungen für Auszubildendenbetriebe zur Suchtproblematik
- Konsequentes Verhalten der Ausbilder gegenüber betroffenen Jugendlichen durch Sanktionen und Verbote
- Den Auszubildenden mehr Perspektiven und Lebenssinn eröffnen und Verantwortung übertragen
Allgemeine Links
- http://www.drug-infopool.de: Drug-Infopool ist ein privat zusammen getragenes gut recherchiertes Kompendium zu den gängigsten Rauschmitteln.
- http://www.suchtmittel.de: Suchtmittel.de ist ein unabhängiges Informationsportal zu den Themen Sucht und Drogen, welches von Studenten erstellt wurde. Ziel ist es, umfassend und möglichst wertungsfrei über Wirkung, Risiken und Gefahren einzelner Drogen und Süchte zu informieren.
- http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/slangidx.html: Kleines Slang-Lexikon
- http://www.dhs.de: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
- www.drugcom.de: Die Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will Jugendliche zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum von Zigaretten, Alkohol und anderen Drogen anregen. Modern! Ansprechend,informativ, aber mit langen Ladezeiten.
- http://www.pille-palle.net:Neben der Aufklärung durch Substanzinformationen und Beiträgen rund um das Thema Drogenkonsum findet im Forum der Internetseite auch der Dialog unter den Drogenbenutzern statt.
- http://www.ausweg.de: Jugend und Sucht - Eine Initiative der DHS und ihrer Mitgliedsverbände
- http://www.drogenbeauftragte.de: Die Dogenbeauftragte der Bundesregierung zum Thema Drogen und Sucht
- http://www.ausweg.de: Jugend und Sucht - Eine Initiative der DHS und ihrer Mitgliedsverbände
- http://www.dbdd.de:Deutsche Referenzstelle für die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht
- http://www.sucht.de: Der Fachverband Sucht e.V. (FVS) ist ein bundesweit tätiger Verband, in dem Einrichtungen zusammengeschlossen sind, die sich der Behandlung, Versorung und Beratung von Suchtkranken widmen. Er wurde 1976 gegründet und vertritt heute ca. 80 Mitgliedseinrichtungen mit über 5.800 stationären und vielen ambulanten Therapieplätzen.
- http://www.fdr-online.info: Fachverband Drogen und Rauschmittel e.V.
- http://www.archido.uni-bremen.de: Informations- und Forschungszentrum für Alkohol, Tabak, Drogen, Medikamente und Sucht e.V.
Alkohol
Alkohol wird oft verharmlost. Dabei ist es die am häufigsten konsumierte Droge. Neben Millionen Alkoholabhängigen steigt die Zahl der Suchtgefährdeten sehr schnell. Das das die Gesundheit stark belastet, wird oft vergessen.
Tipp: Auf der Seite www.drugcom.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung man testen, wie riskant der eigene Alkoholkonsum ist.
Links
- http://www.a-connect.de: A-Connect - Hilfe bei Alkoholproblemen unabhängige, detaillierte Infos zum Thema Alkoholismus und Entzug (mit Chat)
- http://www.alkline.de: Alkline Selbsthilfegruppe im Internet.
- http://www.alkohol.schwarz-netz.de: Alkohol, Lust oder Frust? Sehr umfangreiche und informative Seiten für Alkoholkranke
- http://www.alko-hohl.de: Ein Leben ohne Alkohol Infos Über Alkohol, Ängste, Depressionen. Forum und Chat
- http://www.selbsthilfe-alkoholiker.de: Sucht.Foren-City Forum für Alkoholiker und Angehörige
- http://www.alkohol-lexikon.de: ALEX - Das Alkohollexikon im Internet (mit Link-Liste)
- http://www.anonyme-alkoholiker.de: Homepage der Anonymen Alkoholiker
- http://www.drug-infopool.de
Zigaretten
Das Rauchen süchtig macht, weiß fast jeder, aber die meisten wollen es nicht wahrhaben und denken jederzeit damit aufhören zu können. Durchschnittlich raucht jeder dritte Deutsche und hat mit 13 Jahren das erste Mal an einer Zigarette gezogen.
Illegale Drogen
Die bekanntesten Drogen in Deutschland sind Cannabis, Heroin, Kokain, Ecstasy, Amfetamin und Metamfetamin. Jedes Jahr sterben über 1000 Menschen nach der Einnahme von illegalen Drogen. Am beliebtesten ist Cannabis, auch Gras, Marihuana o.ä. genannt. Auch Cannabis macht süchtig, obwohl es nicht direkt auffällt, weil sie nicht körperlich, sondern primär psychisch abhängig sind. Allerding stellen sich bei heftigem Konsum auch Entzugserscheinungen ein. Cannabis dienen als Ventil gegen Leistungsdruck, Übermüdung und Versagensängste. Deshalb griffen immer mehr Studenten zum Joint als Ausweg zum Burn-Out-Syndrom.
Tipp: Auf www.drugcom.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung man testen, wie riskant der eigene Cannabiskonsum ist.
Kokain macht schnell abhängig und schwächt das Immunsystem, Leber, Herz, Nieren und Blutgefäße. Ecstasy wirkt belebend und wird flüssig, in Pulver- oder Tablettenform verkauft. Ecstasy macht genau wie Cannabis psychisch abhängig, da Probleme sich schnell in bunte aufregende Farben wandeln. Weiterhin schädigt es die Nervenzellen des Gehirns und verursacht starke psychische Störungen (Angst, Realitätsverlust).
Tipp: Unter www.drogen-und-du.de kann man testen, wie zufrieden man mit seinem Alltag ist.
Links
- http://www.dhs.de/substanzen_cannabis.html: Cannabis-Beitrag der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V.
- http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/cannabis.html: Kleine Stoffkunde Cannabis
- http://www.pille-palle.net: Neben der Aufklärung durch Substanzinformationen und Beiträgen rund um das Thema Drogenkonsum findet im Forum der Internetseite auch der Dialog unter den Drogenbenutzern statt.
- http://www.drug-infopool.de/rauschmittel
- http://www.partypack.de: eine hervorragende Website der Drogenhilfe Köln e.V.
- http://www.xtc-think.de: Präventionsinitiative zu Ecstasy
- http://www.xtc.mesh.de/inhalt.html: Thema Ecstasy
- http://www.mindzone.info: mindzone - Initiative für drogenfreies Feiern
Spielsucht
Spielsucht rückt immer mehr in den Fokus der Forschung. Bei männern ist das Phänomen häufiger zu beobachten als bei Frauen. Der Drang zu Wetten oder zu Spielen, bzw. doch was zu gewinnen ist stark. Damit entfliehen viele aus dem Alltag, doch müssen sie immer mehr einsetzen um das Adrenalin in die Höhe zu treiben. Frei nach dem Motto: der nichts riskiert, gewinnt auch nichts. Das macht die Spielsucht zur teuersten Sucht.
Tipp: Der Fachverband Glücksspielsucht bietet viele Informationen sowie den Kontakt zu den Anonymen Spielern unter www.gluecksspielsucht.de.
Links
- http://www.spielsucht.net: Fachstelle Glückspielsucht
- http://www.anonyme-spieler.org: Anonyme Spieler - GA Kontaktstelle Eschborn
- http://www.gluecksspielsucht.de: Die Fachstelle Glücksspielsucht der Caritas Neuss vertritt die Interessen von Glücksspielsüchtigen und ihren Angehörigen.
- http://www.rollenspielsucht.de: Eine Initiative betroffener Eltern / Geschichte dieser Familie auch Erfahrungsberichte von anderen Betroffenen und deren Angehöriger
Aufputschmittel
Neben dem Alkoholmissbrauch scheint sich der zunehmende Tablettenkonsum zu einem ernsten Problem zu entwickeln. Apotheken, die in der Nähe von Universitäten und Hochschulen angesiedelt sind haben einen deutlich erhöhten Umsatz in Prüfungs- und Klausurenphasen. Die Studenten kaufen dann Aufputschmitteln wie z.B. Koffeintabletten. Dabei spielt der erhöhte Druck durch die Umstellung auf Bachelor-Studiengänge eine große Rolle. Die Verführung ist groß, Prüfungsängste, Zeitstress und Formulierungsprobleme bei Studienarbeiten einfach zu unterdrücken, dabei trauen viele sich weniger zu, als sie leisten könnten. Doch man bekommt die Aufputschmittel nicht nur in der Apotheke, sondern auch im Internet. Die Studenten können mit den Tabletten das doppelt der Zeit hellwach und konzentriert arbeiten.
Die populärsten Mittel
- Fluctin, (auch als Fluoxetin oder Prozac auf dem Markt)
- Wachmacher (Amphetamine) wie Kokain
- Donepezil (gegen Alzheimer)
- Modafinil (gegen Schlafattacken)
- Ritalin, gegen Aufmerksamkeitsstörungen das die Gedächtnisleistung anregt
Welche Schäden die Substanzen bei jungen Menschen auslösen können, ist unklar. Problematisch ist, dass die Dosis über längere Zeit immer weiter erhöht werden muss, um den vollen Effekt zu erreichen, weil der Körper den externen Eingriff reguliert, indem er die Empfindlichkeit senkt.
Links
- http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/medikamente.html: Kleine Stoffkunde Medikamente
- http://www.pille-palle.net: Neben der Aufklärung durch Substanzinformationen und Beiträgen rund um das Thema Drogenkonsum findet im Forum der Internetseite auch der Dialog unter den Drogenbenutzern statt.




