Marburg
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Die Philipps-Universität ist bereits seit dem Jahre 1527 absoluter Mittelpunkt der im nördlichen Teil Hessens gelegenen Stadt. Jeder fünfte Bewohner Marburgs ist dort eingeschrieben. Insgesamt 18.000 Studenten und 7.500 Mitarbeiter tummeln sich in Marburg, das heute zu den mittelgroßen deutschen Studi-Metropolen zählt.In Marburg gibt es nicht nur unglaublich steile Gassen, sondern meistens auch Kopfsteinpflaster. Und wer das erste von den unzähligen Gässchen auf dem Weg zur Oberstadt bezwungen hat, wird erstaunt feststellen, dass er auch einen der "Oberstadt-Aufzüge" hätte benutzen können.
Wohnungsmarkt
Zum Wohnen sind Altbauten bei den Studierenden sehr beliebt, besonders in der Oberstadt und im Südviertel. Bei der Wohnungssuche lohnt ein Blick in das Mittwochsblättchen MAZ oder den Marburger Express, der jeden Donnerstag in den Geschäften ausliegt. Wie an jeder Uni gibt's überall schwarze Bretter mit Wohnungsanzeigen. Besonders in der Mensa und in der Phil-Fak wird man fündig. WG-Zimmerchen am Stadtrand kann man schon ab 130 € bekommen. Wer aber nicht in einen Schuhkarton mit Gemeinschaftsdusche ziehen möchte, sollte schon mit 250 € Miete rechnen. Auf jeden Fall ist das Wohnen in Marburg relativ teuer.
Nachtleben
Dass es in einer so ausgeprägten Uni-Stadt wie Marburg ein reges Studentenleben gibt, versteht sich von selbst. Gerade zu Semesterbeginn und -ende kann man sich vor Partys kaum retten. Begehrt ist zum Beispiel die Theologenparty in der alten Universität, die oft so überfüllt ist, dass der Termin nur per Mundpropaganda bekannt gegeben wird. An gemütlichen Kneipen mangelt es ebenso wenig.
Wer abends in einer Gruppe von mehr als fünf Leuten loszieht, hat allerdings während des Semesters Probleme, überhaupt einen freien Tisch zu ergattern. Kinogänger können zwischen immerhin neun Kinos wählen. Disco-Fans haben es schon schwerer. Einem echten Techno-Fan bleibt daher nichts anderes übrig, als sich in den Zug zu setzen und nach Frankfurt zu fahren. Das ist allerdings kein Problem, denn in ganz Hessen sorgt das Semesterticket für freie Fahrt. Wer alledem nichts abgewinnen kann, dem bietet sich eine ausgeprägte Kulturszene. Marburg besitzt ein eigenes Stadttheater, ein Literaturcafé mit regelmäßigen Lesungen, veranstaltet Literaturtage und Kunstausstellungen. Mittelpunkt des alternativen Kulturlebens ist das Kommunikations- und Freizeitzentrum, kurz KFZ.
Jobben
Gute Nebenjobs sind in Marburg Mangelware. Da es hier außer der Uni nicht viel gibt, bleibt einem eigentlich nur übrig zu kellnern oder in eine andere Stadt zu pendeln. Dafür sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Großstädten eher gering.Wer sich entschließt in Marburg zu studieren, sollte den Charme einer Kleinstadt schätzen und ein Faible für studentisches Leben mitbringen. Aber auch von der ZVS "Zwangsversetzte" fühlen sich schnell sehr wohl.
Die größten Arbeitgeber der Stadt Marburg:
1. CSL Behring GmbH
2. Dade Behring Marburg GmbH
3. Deutscher Gemeinschafts-Diakonieverband GmbH
4. Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG
5. Sparkasse Marburg-Biedenkopf
6. Seidel GmbH & Co
7. Deutsches Rotes Kreuz Rettungsdienst Mittelhessen gGmbH


