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Wohnformen

Oft steht zum Studienbeginn der Umzug in eine neue Stadt an. Aber auch wenn man in der gleichen Stadt bleibt stellt sich die Frage: Ausziehen und auf eigenen Beinen stehen oder bei den Eltern wohnen bleiben, was meist einfach sehr viel billiger ist?

Zunächst stellt sich natürlich erst mal die Frage worin man denn im Studium wohnen möchte? Oder was finanziell überhaupt möglich ist. Möchte man eine eigene Wohnung, ein Zimmer in einem Studentenheim oder zur Untermiete bei jemanden wohnen? Diese Entscheidung kann einem natürlich keiner so recht abnehmen.

Liste der möglichen Wohnformen

 

Laut der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks wohnen und 40 % der Studierenden zur Miete, und dies allein oder mit dem Partner bzw. der Partnerin. Ungefähr ein Viertel lebt in einer Wohngemeinschaft. In einem Studentenwohnheim leben 11 % und weniger als 2 % wohnen zur Untermiete. Ca.23 % der Studierenden wohnt bei den Eltern.

Die genutzte Wohnform ist vor allem vom Alter, damit auch von der mit dem Alter der Studierenden steigenden Höhe der verfügbaren Einnahmen abhängig. Während Studierenden bis 21 Jahre fast die Hälfte bei den Eltern oder im Wohnheim wohnt, verringert sich dieser Anteil mit zunehmendem Alter bis auf ein Zehntel bei den ältesten Studierenden.

Hingegen steigt mit dem Alter der Anteil, der eine Wohnung angemietet hat, von 23 % bis auf 76 %; dabei erhöht sich insbesondere der Anteil, der mit dem Partner/der Partnerin eine  Wohnung teilt (von 7 % auf 52 %). Der Anteil, der in einer Wohngemeinschaft lebt, variiert von Altersgruppe zu Altersgruppe zwischen 21 % und 29 %. Erst bei den ältesten Studierenden ab 30 Jahre verringert sich dieser Anteil deutlich auf 13 %.

Auch das Geschlecht der Studierenden spielt eine wesentliche Rolle im Hinblick auf die Wahl der Wohnform. Studentinnen verlassen früher als Studenten die elterliche Wohnung: Während von den Frauen 19 % bei den Eltern wohnen, sind es bei den Männern 26 %. Studentinnen leben bereits in jüngeren Jahren häufiger in einer festen Partnerschaft, was sich auch in den von ihnen genutzten Wohnformen zeigt: 23 % der Studentinnen, aber nur 17 % der Studenten teilen sich eine Wohnung mit einem Partner bzw. mit einer Partnerin. Auch für eine Wohngemeinschaft entscheiden sich Studentinnen häufiger als Studenten (26 % vs. 24 %). Etwas weniger häufig leben Studentinnen hingegen in einem Wohnheim (10 % vs. 12 %).

Zufriedenheit mit der Wohnsituation?

Die Mehrheit der Studierenden ist mit Ihrer Wohnsituation zufrieden. Ein Viertel gibt sogar an, damit sehr zufrieden zu sein. Explizit unzufrieden zeigt sich nur etwa ein Fünftel der Studierenden (12 % unzufrieden, 9 % sehr unzufrieden). Die Zufriedenheit mit der Wohnsituation ist in nicht unerheblichem Maß von der jeweils genutzten Wohnform abhängig. So sind Studierende, die mit einem Partner bzw. mit einer Partnerin zusammenwohnen, am zufriedensten. Überwiegend zufrieden sind auch diejenigen, die allein in einer Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft wohnen.

Wohnwünsche?

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Nicht immer stimmt bei den Studierenden die tatsächliche Wohnform mit der bevorzugten Wohnform überein. Könnte in allen Fällen die bevorzugte Wohnform realisiert werden, sähe die Verteilung auf die einzelnen Wohnformen deutlich anders aus  gut zwei Fünftel der Studierenden präferieren eine andere als die derzeit genutzte Wohnform. Dann würden etwa 30 % mit einem Partner bzw. einer Partnerin die Wohnung teilen, und jeweils rd. ein Viertel würde allein in einer Mietwohnung (26 %) oder in einer WG (25 %) leben. Das Wohnheim bzw. das Wohnen im Elternhaus bevorzugen jeweils weniger als ein Zehntel der Studierenden (9 % bzw. 8 %).

Es liegt nahe, dass die Diskrepanz zwischen genutzter und präferierter Wohnform stark davon abhängt, wo die Studierenden gegenwärtig wohnen. Studierende, die sich eine Wohnung mit einem Partner bzw. einer Partnerin teilen, spüren selten den Wunsch, woanders zu wohnen: Nur gut 5 % würden lieber eine andere Wohnform nutzen. Auch bei denen, die in einer Wohngemeinschaft bzw. allein in einer Mietwohnung leben, stimmen Wunsch und Realität mehrheitlich überein(69 % bzw. 66%).  Deutlich geringer ist die Übereinstimmung bei Studierenden, die in Wohnheimen wohnen: Über die Hälfte der Wohnheimbewohner/innen (56 %) würde bei tatsächlich, wenn Sie die freie Wahl hätten, andere Wohnform bevorzugen. Der Wunsch nach einer anderen Wohnform wird bei Studierenden, die im Elternhaus oder zur Untermiete wohnen, wird noch deutlicher.