Arbeitgeber
Laut einer Studie von berufstart.de ist der Traumarbeitgeber mittelgroß, zahlt gute Gehälter und bietet gute Weiterbildungsmöglichkeiten.Ein anderes Bild zeigt aber dann die Befragung der 2000 Studenten, Absolventen und junge Berufstätige aus den Wirtschafts-, Sozial-, Geistes-, Natur- und Ingenieurwissenschaften nach den beliebtesten Arbeitgebern. Hier tauchen auschließlich große und namhafte deutsche Konzerne auf. Wen wunderts, denn gerad die sind regelmäßig in der Presse vertreten, haben häufig einen wertvollen Brand, den jeder kennt und stecken darüber hinaus noch das meiste Geld in Personalmarketingmaßnahmen. Nicht zu vergessen, daß die deutsche Wirtschaft maßgeblich vom so gut gescholtenen deutschen Mittelstand getragen wird.
Insgesamt scheinen die deutschen Autobauer bei Studenten und Absolventen hoch im Kurs zu stehen. Mit BMW, Porsche, DaimlerChrysler, Audi und Volkswagen finden sich gleich fünf Autokonzerne unter den Top Ten, außerdem mit Robert Bosch ein großer Zulieferer. Auch auf den weiteren Plätzen dominieren bekannte Markennamen.
Weiterbildung und Karrierechancen ganz vorn
Bei ihrer Jobsuche orientierten sich zwei Drittel der jungen Akademiker bundesweit. Ob das Unternehmen in einer Kleinstadt oder einem Ballungsraum angesiedelt ist, spielt für mehr als die Hälfte der Befragten keine Rolle. 40 Prozent zieht es in eine Metropole, neun Prozent mögen es beschaulich.
Unter neun Kriterien werteten die Studenten, Absolventen und Berufseinsteiger Internationalität, Sozialleistungen und Verkehrsanbindungen übereinstimmend als eher unwichtig. Gehalt (mehr...) und Branche landeten nur im Mittelfeld. Als zentrale Faktoren für einen attraktiven Arbeitsplatz werden Weiterbildungsmöglichkeiten und "Aufstiegschancen" genannt; hinzu kommen die Unternehmensphilosophie und die Jobsicherheit. Öffentliche Arbeitgeber, die sich normalerweise durch ein hohes Maß an Jobsicherheit auszeichnen, tauchen allerdings in der Befragung nicht auf. Frauen und Männer unterscheiden sich dabei nur wenig in ihrer Einstufung der Kriterien.
Ein Imageproblem bei den Jobsuchenden haben kleine Arbeitgeber: Sie werden kaum als attraktiv in Betracht gezogen. Durch alle Fachrichtungen hindurch gab nur ein niedriger einstelliger Prozentsatz der Befragten an, sie könnten sich vorstellen, in einer kleinen Firma zu arbeiten. Gespalten ist das Ergebnis für mittelgroße Unternehmen: Einerseits will nur etwa jeder Vierte unbedingt zu einem Großunternehmen, während die Mehrheit der Befragten ein mittelgroßes Unternehmen als Wunsch-Arbeitgeber nennt. Andererseits tauchen bei den meistgenannten Namen keine Mittelständler auf - dazu sind solche Firmen zu wenig bekannt.
Eine Studie des Instituts Valid Research im Auftrag von Ernst & Young, bei der 5.000 Studierende befragt worden sind, untermauert diese Ergebnisse. Die Studenten von heute suchen nicht mehr nur den Arbeitgeber der am "besten" bezahlt. Nur ein kleiner Teil der Befragten stellen die Karrieremöglichkeiten in den Vordergrund. Dem Großteil der Studenten sind die Faktoren Kollegialität, Führungsstil und Jobsicherheit von größerer Bedeutung. Diese Erkenntnis hat auch eine weitreichende Bedeutung für die Rekrutierung von Nachwuchskräften, den so genannten "War for Talents" für viele Firmen. Für potenitelle Arbeitgeber heißt das, daß das Image, und damit die dahinter liegenden weichen Faktoren, die transportiert werden, eine besondere Bedeutung haben.
Anforderungen der Absolventen an Arbeitgeber








