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Wenn Sie sich mit dem Thema Weiterbildung im Rahmen Ihres "Lebenslangen Lernens" beginnen zu befassen sollten Sie die folgenden Checklisten als Anleitung im Rahmen einer Entscheidungsfindung berücksichtigen:

Wollen Sie sich wirklich weiterbilden?

Weiterbildung kostet Zeit und Geld. Bevor es auf die Suche nach Lernangeboten geht, sollten Sie sich Ihre persönlichen und beruflichen Ziele, die Sie mit einer Weiterbildung verfolgen, klar machen.

  • Machen Sie eine Bestandsaufnahme. Führen Sie sich vor Augen, welche Schulabschlüsse, beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen Sie haben.
     
  • Überlegen Sie dann, was Sie in Zukunft beruflich erreichen wollen und welche Kenntnisse und Fähigkeiten Ihnen dazu fehlen. Denken Sie darüber nach, wo Ihre Interessen sowie Ihre Stärken und Schwächen liegen.
     
  • Sie haben sich entschieden, sich weiterzubilden oder eine Zusatzqualifikation zu erwerben? Setzen Sie sich mit der Frage auseinander, was für ein
    Lerntyp Sie sind und welche Lernform für Sie geeignet sein könnte, indem Sie z. B. Vor- und Nachteile auflisten, die sich für Sie, Ihren Job und Ihre Familie daraus ergeben. Auch die nebenstehende Checkliste kann Ihnen bei dieser Frage helfen.
     
  • Klären Sie, welche Förderungen für Sie infrage kommen (z. B. Meister-Bafög, Begabtenförderung oder eine Unterstützung durch den Arbeitgeber). Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Kosten, die auf Sie zukommen werden.  Aufgepasst: Neben der eigentlichen Kursgebühr können auch Fahrt- und Übernachtungskosten anfallen.
     
  • Prüfen Sie, ob Ihr Interesse an der geplanten beruflichen Weiterbildung so stark ist, dass Sie den zusätzlichen Arbeits- und Zeitbelastungen auch über einen längeren Zeitraum gewachsen sind.

Welche Lernform eignet sich für mich?

Nicht jeder kommt mit jeder Lernform klar. Bevor Sie viel Zeit, Energie und Geld investieren, fragen Sie sich, wie Sie gern lernen möchten:

  • Überlegen Sie, welche Lernformen Sie bereits kennen und ob Sie gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht haben. Fragen Sie Bekannte nach Erfahrungen mit verschiedenen Lernformen.
     
  • Wenn Ihnen das Lernen in der Gruppe näher liegt und Sie den Wunsch haben, sich regelmäßig persönlich mit anderen Kursteilnehmern und Lehrkräften auszutauschen, sind Fernunterricht und E-Learning eher ungeeignete Lernformen für Sie. Überlegen Sie also, wie Sie lernen möchten.
     
  • Sofern Sie sich speziell für Fernunterricht interessieren, könnte Ihnen der Selbstbeurteilungsbogen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB)
    weiterhelfen, der kostenlos unter www.bibb.de/ selbstbeurteilungsbogen abgerufen werden kann.
     
  • Fragen Sie sich, was Sie eigentlich lernen wollen. Grundlagenwissen? Dann reichen möglicherweise Fachbücher und CBTs. Rhetorik, Konfliktmanagement und andere Handlungskompetenzen? Das lernen Sie besser in einem Präsenzkurs.
     
  • Nehmen Sie Ihr Lernumfeld unter die Lupe. Wenn Sie E-Learning und  Fernunterricht in Betracht ziehen, brauchen Sie entsprechende Arbeitsbedingungen: einen ruhigen Arbeitsplatz und — bei E-Learning — die technische Ausstattung. Bei einem Präsenzkurs müssen Sie in Ihrem Zeitplan berücksichtigen, dass zusätzlich zu den Lehrgangszeiten auch Anfahrtswege anfallen.

Wie finde ich das richtige Angebot?

Sind Sie sich im Klaren über das Thema Ihrer Weiterbildung und sicher, welches die geeignete Lernform für Sie ist? Dann gehen Sie jetzt auf die Suche nach dem passenden
Lehrgang.

  • Verschaffen Sie sich einen Überblick über das Kursangebot, z.B. über das InfoWeb Weiterbildung (www.iwwb.de) oder unter www.lernenderegionen.info. Fernlehrgänge finden Sie bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht unter www.zfu.de , E-Learning Angebote unter www.eldoc.info.
     
  • Lassen Sie sich schriftliches Informationsmaterial über Kurse mit Ihrem Weiterbildungsziel zuschicken, am besten von mehreren, möglichst von allen in Frage kommenden Bildungsinstituten, oder informieren Sie sich über das Internet.
     
  • Vergleichen Sie die Lehrgänge mit gleichem Ziel und Inhalt der verschiedenen Anbieter im Hinblick auf die Teilnahmebedingungen, Lehrmethoden, Serviceleistungen und Kosten.
     
  • Filtern Sie die Kurse heraus, die für Sie in Betracht kommen und notieren Sie Fragen, die nach der Lektüre des Infomaterials offen bleiben.
     
  • Rufen Sie den Anbieter vor der Anmeldung an oder suchen Sie ihn persönlich auf, um sich beraten zu lassen. Klären Sie im Gespräch alle Fragen von den Teilnahmevoraussetzungen über Betreuungsleistungen bis zu den Arbeitsmarktchancen.
     
  • Informieren Sie sich auch, inwieweit Fachliteratur, CBTs und das Internet für Sie geeignete Lernmedien sind.

Quelle: Stiftung Warentest