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MBA

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Der Master of Business Administration (MBA) ist ein postgraduales generalistisches Managementstudium, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. MBA ist auch die Bezeichnung für den durch dieses Studium erworbenen akademischen Grad.

Positionierung 

Ein MBA-Programm ist als generalistisches Managementstudium angelegt, das alle wesentlichen Managementfunktionen abdecken soll. Zielgruppen dieser Programme sind unter anderem Ingenieure siehe auch MBA für Ingenieure, oder MBA Logistik Natur- und Geisteswissenschaftler, Juristen und Mediziner, die sich für Managementpositionen oder hohe Ämter im öffentlichen Dienst qualifizieren wollen. Der MBA hat das Ziel, die Studierenden mit Aufgaben des General Managements vertraut zu machen. Vorsicht ist jedoch bei zu hohen Erwartungen an schnelle Resultate auf dem Karriereweg geboten. Ein Abschluss an einer Business School ist noch lange keine Garantie, dass automatisch besser bezahlte Jobangebote winken. Doch der MBA qualifiziert die Absolventen, verantwortungsvolle Aufgaben in leitenden Positionen zu übernehmen. Ein wichtiger Pluspunkt, der bei Unternehmen einen immer größeren Stellenwert einnimmt, ist die interkulturelle Kompetenz, die bei MBA Studenten durch Auslandsaufenthalte gefördert und dadurch zu einem wichtigen Bonus wird.

Es gibt keine Studienfachrichtung, für die ein MBA nicht interessant ist. Man muss sich allerdings zu Beginn des Studiums fragen, was das Ziel der Weiterbildung ist. Für Ingenieure und Naturwissenschaftler kann der MBA durch den Erwerb von betriebswirtschaftlichem Know-how die Türen zum Management öffnen. Gleiches gilt für Sozialwissenschaftler, Geisteswissenschaftler, Juristen und Mediziner. Wirtschaftswissenschaftler können sich von Mitbewerbern damit von der Masse abheben, dass sie sich mit dem MBA fachlich spezialisieren und durch internationale Erfahrungen und Fremdsprachenerwerb ihre Soft Skills erweitern.

Als Masterstudiengang ist ein MBA in Europa im System des Bologna-Prozesses in der zweiten Stufe des Studiensystems eingeordnet. Dies bedeutet, dass dem MBA im Regelfall ein erster Studienabschluss (z. B. Bachelor) oder eine vergleichbare Qualifikation vorausgeht, eine Einordnung ins European Credit Transfer System erforderlich ist, der MBA mit einer Masterthesis abzuschließen ist und die Vergleichbarkeit durch ein Diploma Supplement dokumentiert werden muss. Für das Verständnis von MBA-Programmen sind die 1997 entwickelten MBA Guidelines von zentraler Bedeutung. Sie wurden von Bildungsexperten und Akkreditierungsorganisationen aus 19 europäischen Ländern und den USA erarbeitet.

Zulassungsbedingungen 

Selbst Vollzahler können sich für ein MBA-Studium an einer Business School nicht einfach einschreiben. Wer dort ein MBA-Studium absolvieren will, muss sich bewerben und ein mehrstufiges Zulassungsverfahren (admission) durchlaufen. Die Bewerbung für ein MBA-Studium ist ein langwieriger Prozess, den man sorgfältig vorbereiten sollte. Wichtig ist, zu verstehen, dass die Aufnahme in ein MBA-Programm nicht objektivierbaren Kriterien wie Mindestnoten oder ähnlichem unterliegt, sondern allein der Entscheidung der Business School obliegt. Es ist also wichtig, sich richtig zu verkaufen. Zu einer vollständigen Bewerbung gehören in der Regel GMAT, Application Essays, Empfehlungen (References; Letters of Recommendation), Lebenslauf (resume), beglaubigte Zeugnis-Kopien (transcripts), TOEFL. In den meisten Fällen wird der Bewerber auch zu einem Interview eingeladen, wenn er die erste Auswahl geschafft hat. Das Admissions Office einer Business School ist die erste Anlaufstelle für MBA-Bewerber. Wichtig: Beratung unbedingt in Anspruch nehmen.

Konzeption der MBA-Studiengänge 

Curriculum

Das Curriculum eines MBA-Studiums deckt alle funktionalen Managementfunktionen ab, insbesondere Accounting, Finance, Marketing, Vertrieb, Produktionsmanagement, IT, Wirtschaftsrecht und Personalmanagement. Weiterhin werden Kenntnisse aus Mikro- und Makroökonomie, Strategischem Management sowie wissenschaftlicher Methodenlehre vermittelt. Von einem MBA-Programm wird erwartet, dass es nicht nur Kenntnisse und methodische Fertigkeiten vermittelt, sondern auch Führungsverhalten, unternehmerisches Denken, Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit trainiert.