Virtuelle Netzwerke
Jedes Individuum lebt auf Grund seiner Sozialisierung in einer gesellschaftlichen Struktur. Die Familie, Freunde, Bekannte und auch Mitarbeiter bilden ein Netz, innerhalb dessen sich der Mensch bewegt, agiert und kommuniziert. Wer heutzutage schnell und unkompliziert kommunizieren will, nutzt das Internet als Interaktionsmittel, z.B. durch soziale Netzwerke. Soziale Netzwerke im Internet haben die Funktion der Kommunikation, des Ressourcen- und Wissensaustausch und des sozialen Zusammenhalts. Der wichtigste Aspekt ist virtuelle Selbstdarstellung.
Vor- und Nachteile
Vorteile
Das Internet ermöglicht seinen Nutzern täglich, auf dem neuesten Informationsstand zu sein. Gibt es ein neues Ereignis, so steht es fast gleichzeitig im Netz. Dies gilt nicht nur für Nachrichten aus der Welt, sondern auch für die Netzwerke. Auf den Userprofilen findet man Verlinkungen zu angesagten Partys und statt Einladungskarten zu verschicken, werden die Freunde zum Geburtstag in eine Gruppe eingeladen.
Doch die Gruppen dienen nicht nur dem Austausch der neuesten Partytermine, sie spiegeln auch eigene Interessensfelder wider und ermöglichen so den überregionalen und auch internationalen Kontakt und die Vernetzung von Gleichgesinnten. So tragen Netzwerke einen großen Teil zur Globalisierung bei.
Nachteile
Neben den Vorteilen der Aktualität und Globalisierung, besteht bei der Bildung von Interessensgemeinschaften aber auch die Gefahr, dass die User sehr einfach analysiert werden können. Die Erstellungen eines Profils über bestimmte Personen ist kein Problem mehr. Weiterhin können in großen Interessensgemeinschaften Gerüchte gezielt und schnell verbreitet werden. Dies beschreibt auch das Kernproblem von sozialen Netzwerken im Internet: Soziale Netzwerke verschieben die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Leben und heben sie teilweise sogar auf.
Die User bilden sogenannte Semi-Öffentlichkeiten, Öffentlichkeiten, die privat scheinen. Netzwerknutzer fühlen sich sicher und unauffindbar bei der großen Menge an Mitnutzern. Das stimmt jedoch nur so lange, bis jemand gezielt gesucht wird. In der Annahme, das „eigene“ Profil zu gestalten, vergessen die User, dass jedes Profil im Endeffekt dem Betreiber gehört, der sein Geld damit verdient, die „eigene“ Ideologie auszuwerten und weiter zu geben.
Doch die Gruppen dienen nicht nur dem Austausch der neuesten Partytermine, sie spiegeln auch eigene Interessensfelder wider und ermöglichen so den überregionalen und auch internationalen Kontakt und die Vernetzung von Gleichgesinnten. So tragen Netzwerke einen großen Teil zur Globalisierung bei.
Nachteile
Neben den Vorteilen der Aktualität und Globalisierung, besteht bei der Bildung von Interessensgemeinschaften aber auch die Gefahr, dass die User sehr einfach analysiert werden können. Die Erstellungen eines Profils über bestimmte Personen ist kein Problem mehr. Weiterhin können in großen Interessensgemeinschaften Gerüchte gezielt und schnell verbreitet werden. Dies beschreibt auch das Kernproblem von sozialen Netzwerken im Internet: Soziale Netzwerke verschieben die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Leben und heben sie teilweise sogar auf.
Die User bilden sogenannte Semi-Öffentlichkeiten, Öffentlichkeiten, die privat scheinen. Netzwerknutzer fühlen sich sicher und unauffindbar bei der großen Menge an Mitnutzern. Das stimmt jedoch nur so lange, bis jemand gezielt gesucht wird. In der Annahme, das „eigene“ Profil zu gestalten, vergessen die User, dass jedes Profil im Endeffekt dem Betreiber gehört, der sein Geld damit verdient, die „eigene“ Ideologie auszuwerten und weiter zu geben.
Kinder in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke sind prinzipiell für Erwachsene ausgelegt. Doch ca. 25 % der Acht- bis Elfjährigen nutzen unter falschen Namen die Netzwerke. Sie sehen nicht jugendfreie Bilder in Singlebörsen und Werbung für Zigaretten und Alkohol. Das verstößt zwar gegen die Geschäftbedingungen der Onlineportale, verantwortlich für die Nutzung sind jedoch die Erziehungsberechtigen, nicht die Betreiber.
Soziale Netzwerke als Einstellungskriterium
Die Privatsphäre als solche gibt es nicht mehr. Eine radikale These, die im anbetracht des Internets aber allmählich zur Realität wird. Immer mehr Menschen präsentieren sich, ihr Leben, ihr Umfeld und ihre Meinung im neuen Medium, dem Internet. Jeder zweite Jugendliche zwischen 14 und 29 Jahren stellt persönliche Informationen bzw. persönliche Daten online. Analog dazu werden immer mehr Menschen „gegoogelt“ oder bei „Yasni“ überprüft.
Auf dem Arbeitsmarkt werden heutzutage die Aktivitäten von Bewerbern und Mitarbeitern völlig natürlich online kontrolliert. Problematisch ist, dass sich eine (negative) Nachricht, wenn sie einmal im Netz steht, nicht wieder löschen lässt. Daten werden Jahrzehnte lang gespeichert und sind jederzeit abrufbar.
Der persönliche Ruf ist das persönliche Kapital des Menschen. Doch der eigene Ruf ist nicht nur gefährdet, er kann durch die sozialen Netzwerke auch positiv beeinflusst werden. Gerade Netzwerke wie XING eignen sich für die Karriereleiter, da sie von Arbeitgebern und Headhuntern oft genutzt werden. Aus diesem Problem heraus entwickelte sich ein völlig neuer Arbeitsmarkt, Onlinedienste, die den digitalen Ruf verbessern. Beispiele hierfür sind ClaimID, iKarma, FindMeOn oder MyOn-ID. Über diese Plattformen können negative Darstellungen mit eigenen Kommentaren versehen werden und auf Profilseiten positive Einträge bei Suchergebnissen nach oben gebracht werden.
Tips für User von sozialen Netzen
- Bei der Wahl der Plattform auf die eigenen Bedürfnisse achten: Berufs- und branchenspezifische Netzwerke eignen sich mehr zum fachlichen Austausch, gemischte Netzwerke bieten mehr Chancen auf Jobs und Aufträge.
- Das Profil detailliert ausfüllen und mit einem sympathischen, professionellen Foto ergänzen.
- Gezielt nach Kontakten suchen, die den eigenen Bedürfnissen sowie der eigenen Ebene und Kompetenz entsprechen.
- Bei der Kontaktaufnahme deutlich machen, welchen Nutzen der andere vom Kontakt haben könnte.
- Nicht nur Nutznießer eines Netzwerks sein, sondern sich aktiv mit dem eigenen Erfahrungsschatz einbringen.
- Neben dem virtuellen auch ein Offline-Netzwerk aufbauen.
- Geduldig und beharrlich sein: Bis sich Networking auszahlt, braucht es Zeit.
Übersicht über soziale Netzwerke:
| Name | Inhaber | Zielgruppe | Mitglieder |
| studiVZ | Holtzbrick | Studenten | > 3 Millionen |
| schülerVZ | Holtzbrick | Schüler ab 12 | > 3 Millionen |
| meinVZ | Holtzbrick | Alle | ~ 2 Millionen |
| Schüler, Studenten | < 50 Millionen | ||
| Myspace | News Corporation | Alle | < 180 Millionen |
| Xing AG | Akademiker | ~ 3 Millionen | |
| Second Life | Linden Lab | Alle | > 11 Millionen |
| Piczo | Piczo Inc | Kinder ab 13 | ~ 28 Millionen |





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