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Mobbing

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Mobbing oder Mobben, von englisch mob „Meute, Gesindel, Pöbel, Bande“ und to mob „anpöbeln, angreifen, über jemanden herfallen“, steht im engeren Sinn für Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, den Betroffenen aus dem Betrieb hinauszuekeln. Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, einen Kollegen ständig zu schikanieren, quälen und verletzen, beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein, im Altersheim oder im Gefängnis. Typische Mobbinghandlungen sind Verbreitung falscher Gerüchte, Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit.

Die betroffene Person wird über eine längere Zeit systematisch direkt oder indirekt angegriffen, mit dem Ziel sie auszugrenzen. In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Menschen von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Immer mehr Menschen nehmen ihre Situation am Arbeitsplatz als belastend und unerträglich wahr, weil sie der Feindseligkeit ihrer Kollegen oder Vorgesetzten wehrlos ausgesetzt sind. Viele Mitarbeiter werden durch die Quälereien der Kollegen oder Vorgesetzten oft arbeitsunfähig. Der immer mehr steigende Leistungsdruck und die verschärfte Konkurrenz im heutigen Berufsalltag haben zur Verbreitung von alltäglichen Konflikten, Unstimmigkeiten und Streitereien zu verbreiten. Auslösers von Mobbing ist in der Regel ein Konflikt.

Kleine Konflikte und vereinzelte Missverständnisse am Arbeitsplatz gehören zum Alltag und sind ganz normal. Von einem „gewöhnlichen“ Konflikt im alltäglichen Berufsleben betroffen zu sein, ist also noch Hinweis auf Mobbing. Konflikte sind nun mal Bestandteil des Berufslebens. Grundsätzlich spricht man von Mobbing, wenn ein aufflammender bzw. nicht gelöster Konflikt dazu führt, dass eine einzelne Person gezielt und dauerhaft bzw. mindestens einmal in der Woche über einen Zeitraum von sechs Monate durch die Verbreitung von schlimmen Gerüchten, durch Schikanierungen, Sabotage-Aktionen etc. konstant angegriffen wird. In solch einem Fall wird der „gewöhnliche“ sachliche Konflikt wird zu einer üblen persönlichen Auseinandersetzung und die betroffene Person zur Schielscheibe von bösen Attacken von Kollegen oder Vorgesetzen. Die Ursachen von Mobbing können Spannungen und Konflikte, Konkurrenzdruck, hoher Leistungsdruck und Verantwortung bei geringem Handlungsspielraum, wenig Anerkennung und starre Hierarchien am Arbeitsplatz sein.


Die betroffene Person wird von dem Täter oder den Tätern ignoriert, kritisiert, gehänselt oder (körperlich) bedroht. Seine Möglichkeit sich anderen mitzuteilen wird mit allen Mitteln eingeschränkt und somit werden auch seine zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb des Unternehmens erschwert. Die betroffene Person fühlt sich diskriminiert, ausgegrenzt und wehrlos. Seine Reaktion auf die miserable Behandlung der Täter ist in der Regel mit Rückzug, Misstrauen oder Aggression aber auch mit Bedrückung und frustrierendem Schweigen verbunden. Dadurch verstärkt sich seine Außenseiterrolle. Auf Dauer kann Mobbing kann zu ernsthaften psychischen und physischen Beschwerden, Arbeitsunfähigkeit, sozialer Isolation und sogar zum Selbstmord führen.

Auch nicht direkt betroffene Kollegen können durch das Mobbing von Kollegen beeinträchtigt werden, weil sie befürchten können, auch Opfer von Mobbing zu werden oder in eine Konfliktsituation zu geraten, bei der sie sich für den Opfer bzw. Täter entscheiden müssen. Aus Fürcht solidarisieren sie selten mit Betroffenen von Mobbing. Doch wie kann man sich gegen Mobbing wehren? Viele Betroffene sehen in der Kündigung des Arbeitsverhältnisses den einfacheren Weg, um aus einer qualvollen Situation zu entfliehen. Grundsätzlich sollte sich aber die betroffene Person nicht in die Opferrolle fügen lassen und über wiederholende Gehässigkeiten oder Sabotageaktionen von Kollegen oder Vorgesetzen nicht einfach hinwegsehen.

Sie sollte handeln und aktiv werden, z.B. indem sie ein Gespräch unter vier Augen mit dem Kollegen sucht, der sie plötzlich ignoriert, sabotiert oder schikaniert. Der Opfer sollte den Täter nach den Gründen seines diskriminierenden Verhaltens fragen. Er sollte sich von unbeteiligten Kollegen, Freunden, dem eigenen Partner oder einer Selbsthilfegruppe unterstützen lassen. Auch eine tiefgehende Selbst-Reflektion kann weiter helfen, um herauszufinden mit welchen Verhaltensweisen man selbst dazu beitragen hat, in die Opferrolle zu geraten und ob man daran was ändern kann.