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Hier in dieser Rubrik finden Sie regelmäßig aktuaisierte News rund um das Thema Karriere:
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Pflege ist Wachstumsmarkt und "Jobmotor"
Berlin - Statistisches Bundesamt veröffentlicht Pflegestatistik 2007 / IW Köln bestätigt den Trend: Beschäftigenzahl wird sich verdreifachen Das Statistische Bundesamt hat seine "Pflegestatistik 2007" veröffentlicht. Danach waren im Dezember 2007 in Deutschland 2,25 Millionen Menschen pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes. Das waren rund 118.000 (5,6 %) mehr Menschen als 2005. Über zwei Drittel von diesen (68 % oder 1,54 Mio.) wurden zu Hause versorgt. Davon erhielten 1,03 Mio. ausschließlich Pflegegeld, das heißt, sie wurden in der Regel allein durch Angehörige betreut. Weitere 504.000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten. Bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zum Teil oder vollständig durch ambulante Dienstleister. 709.000 (32%) pflegebedürftige Menschen wurden in Heimen betreut.
Eine Studie zur Beschäftigungssituation in der Pflege, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) aktuell vorgestellt hat, bestätigt den Trend und weist auf die hohe arbeitsmarktpolitische wie auch volkswirtschaftliche Bedeutung hin: Der Pflegesektor ist ein Wachstumsmarkt und ein "Jobmotor". Laut der IW-Studie wird sich die Zahl der Beschäftigten in der Pflege bis zum Jahr 2050 voraussichtlich auf bis zu 1,6 Mio. verdreifachen und das Marktvolumen auf über 85 Milliarden Euro ansteigen. 2007 arbeiteten in Deutschland bereits gut eine halbe Million Menschen im Pflegesektor und erwirtschafteten zusammen rund 25 Milliarden Euro. Selbst wenn man von einer jährlichen Produktivitätssteigerung von 0,5 %, beispielsweise durch verbesserte Abläufe und modernes Management, ausgehe, könne es in rund 40 Jahren immerhin 1,2 Mio. Pflegejobs geben.
Dazu Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa): "Dass angesichts einer alternden Gesellschaft der Bedarf an Pflege und qualifiziertem Personal belegbar steigt, liegt auf der Hand. Die Pflege ist ein Wachstumsmarkt und ein 'Jobmotor' par excellence! Umso mehr kommt es jetzt darauf an, eine dem wachsenden Bedarf gerecht werdende Versorgungslandschaft aktiv mitzugestalten: Ambulante und stationäre Einrichtungen sind gefragt, den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen passgenaue Angebote zu unterbreiten. Private Anbieter, die in allen Bereichen der Pflege ihren Marktanteil nachweislich ausbauen, begreifen diese Möglichkeit als eine echte Chance." Dass die arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Bedeutung des Pflegesektors weiterhin deutlich zunimmt, führt das IW darauf zurück, dass zum einen die Menschen immer älter und pflegebedürftiger werden: Die besonders häufig auf Hilfe angewiesene Altersgruppe über 80-jähriger werde 2050 fast dreimal so groß sein wie 2005. Zum anderen sei ein sukzessiver Rückgang des privaten Unterstützerumfeldes zu beobachten. Weiterhin würden immer mehr (Intensiv-)Pflegefälle in Heimen betreut; die Zahl der Plätze könne sich bis 2050 auf rund 2 Mio. nahezu verdreifachen. Dr. Dominik H. Enste, Referats- und Projektleiter zur "Zukunft der Arbeit" im IW Köln, wird die gesamte Studie anlässlich der Bundesmitgliederversammlung des bpa am 07./08. Mai 2009 in Berlin präsentieren. Bernd Meurer: "Diese Studie wird auch dazu beitragen, dass der Wirtschaftsfaktor Pflege sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit stärker in das Blickfeld rückt. Pflege nutzt der Volkswirtschaft."
Korn/Ferry Institute veröffentlicht die zehn besten Strategien für Arbeitssuchende in einem schwachen Marktumfeld
Los Angeles - - Personalvermittler für Führungskräfte bieten Einblicke in Strategien zur Beschleunigung des Wiedereinstiegs in den Karrierepfad -
Korn/Ferry International (NYSE: KFY), ein führender globaler Anbieter von Mitarbeiterentwicklungslösungen, veröffentlichte heute 10 Strategien für Arbeitssuchende im heutigen turbulenten wirtschaftlichen Umfeld. Die Top-10-Liste wurde auf Basis von Empfehlungen des globalen Netzwerks von Personalvermittlern für Führungskräfte Korn/Ferrys zusammengestellt, und die folgende Rangfolge wurde ermittelt:
10) Beginnen Sie die Suche sofort: legen Sie keine längere Arbeitspause ein. Der Suchprozess kann für Führungskräfte 6-12 Monate dauern.
9) Behandeln Sie den Suchprozess wie ein Arbeitsprojekt: richten Sie sich einen Zeitplan ein, und übernehmen Sie die Verantwortung für tägliche Fortschritte.
8) Seien Sie für vorläufige Positionen, selbständige Tätigkeiten oder Beratungsaufträge offen: Unternehmen reduzieren im heutigen wirtschaftlichen Umfeld Fixkosten, könnten jedoch Beratungsgelegenheiten für Projekte oder spezialisierte Nischenbereiche bieten, um die niedrigere Mitarbeiteranzahl auszugleichen. Diese Gelegenheiten bieten Ihnen die Möglichkeit, Einkommen zu generieren, Ihre Kompetenzen zu wahren und an erster Stelle zu stehen, wenn wieder eingestellt wird.
7) Seien Sie bereit, zu pendeln oder umzuziehen: während sich Branchen weiterentwickeln, verlagern sich Karrieremöglichkeiten. Informieren Sie sich darüber, wo sich in Ihrem Sektor Positionen auftun, und seien Sie bereit, für gute Gelegenheiten umzuziehen.
6) Keine Panik, bleiben Sie geduldig, aber seien Sie auch nicht zu wählerisch: wenn Sie einem möglichen Arbeitgeber gegenüber übermässig nervös wirken, senkt dies nur Ihren eigenen Wert. Und ganz sicher sollten Sie nicht von einer unsicheren Position in die nächste springen. Aber Traumjobs sind im heutigen Markt selten. Denken Sie daran, dass die Grenzen der meisten Positionen nicht in der Aufgabenbeschreibung liegen, sondern in dem, was Sie daraus machen.
5) Seien Sie flexibel: verbeissen Sie sich nicht in bestimmte Vergütungsstrukturen oder Titel. Wenn Sie in einer Lohngruppe oder einer Hierarchiestufe unter Ihrer Idealposition landen, kann dies für Sie von Vorteil sein. Wenn Sie die Erwartungen übertreffen, werden sich Titel und Gehalt mit der Zeit schon anpassen.
4) Bleiben Sie am Ball: bleiben Sie in Bezug auf die neusten Entwicklungen, Trends und Technologien, die in Ihrer Branche von Bedeutung sind, auf dem Laufenden.
3) Bleiben Sie gesund: vernachlässigen Sie nicht Ihre Gesundheit und Ernährung, die bei dem Stress der Arbeitssuche häufig auf der Strecke bleiben.
2) Setzen Sie Ihre Ressourcen ein: es gibt eine Vielzahl von Online-Tools und kostenlosen Ressourcen, die Arbeitssuchende unterstützen. Beginnen Sie mit Ihrer Universität, Ihren Fachverbänden, Ihrer Veteranengruppe oder anderen Organisationen, in denen Sie Mitglied sind, um Unterstützung zu erhalten. Die folgenden Online-Ressourcen werden von den Personalbeschaffern für Führungskräfte von Korn/Ferry empfohlen:
- U.S. Department of Labor Employment and Training Administration: http://www.doleta.gov/ - National Career Development Association: http://ncda.org/ - Wall Street Journal - Karriereseite: http://online.wsj.com/public/page/news-career-jobs.html - About.com / Karriereplanung: http://careerplanning.about.com/
1) Networking, Networking, Networking: wenn Sie nach neuen Karrieremöglichkeiten suchen, gibt es nichts Besseres als persönliche Beziehungen. Fachverbände, Ehemaligenvereinigungen Ihrer Universität und informative Interviews sind bewährte Methoden für die Jobsuche. Mit Networking-Websites wie LinkedIn, Classmates.com oder Facebook ist Networking heute leichter als jemals zuvor. (Wikipedia bietet eine umfassende Liste unter: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_social_networking_websites)
"Genau wie erfolgreiche Organisationen finden Führungskräfte kreative Möglichkeiten, sich in unsicheren Zeiten schnell in die richtige Richtung zu bewegen", sagte Bob Damon, Präsident für Nordamerika bei Korn/Ferry International. "Wir stellen fest, dass Führungskräfte, die bei ihrer Jobsuche aggressiver, proaktiver und einfallsreicher vorgehen, in diesen für die Wirtschaft turbulenten Zeiten deutlich schneller wieder im Geschäft sind als diejenigen, die sich passiver verhalten und warten, bis sich ihnen eine Gelegenheit bietet."
Roland Berger Strategy Consultants sucht herausragende Studenten: Recruiting-Event start2009 vom 9. bis 11. Januar 2009
München
- Zielgruppe: Studierende ab dem vierten Semester, Absolventen und
Doktoranden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Termin: 9. bis 11. Januar 2009 in München und am Tegernsee
- Bewerbungen sind bis zum 15. Dezember 2008 möglich unter:
www.start.rolandberger.com
Der Recruiting-Workshop start2009 bietet Studierenden und Doktoranden einen Einblick in die Arbeit der internationalen Strategieberatung Roland Berger Strategy Consultants. In kleinen Gruppen entwickeln die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Beratungslösungen für ein führendes internationales Mobilitäts- und Logistikunternehmen. start2009 richtet sich an Universitätsstudenten ab dem vierten Semester, Absolventen und Doktoranden. Der Workshop findet vom 9. bis 11. Januar 2009 in München und am Tegernsee statt. Interessenten können sich bis 15. Dezember 2008 unter www.start.rolandberger.com bewerben.
Durch die Arbeit an einem realen Projekt gewinnen die Teilnehmer bei start2009 einen Einblick in die Arbeitsweise der internationalen Strategieberatung. In kleinen Gruppen entwickeln Studierende, Absolventen und Doktoranden eine Markenstrategie für einen führenden internationalen Mobilitäts- und Logistikkonzern. Abschließend gilt es, die Ergebnisse wie in einer Vorstandssitzung zu präsentieren und den Klienten von der jeweiligen Strategie zu überzeugen.
"Wir suchen unternehmerisch denkende Persönlichkeiten", sagt Dirk Reiter, Mitglied der weltweiten Geschäftsführung von Roland Berger Strategy Consultants. "Der Workshop vermittelt Studenten unsere Unternehmenskultur, die auf Exzellenz, Unternehmertum und Partnerschaft aufbaut. So finden die Bewerber heraus, ob sie sich mit unseren Werten identifizieren und sich einen Einstieg bei uns vorstellen können."
Während des Recruiting-Workshops blicken die Teilnehmer auch hinter die Kulissen der Unternehmenszentrale von Roland Berger in München. Neben der Projektarbeit bleibt ausreichend Zeit, Fragen zu den eigenen Karriereperspektiven zu klären. Bei einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm in München und am Tegernsee können die Bewerber ihre möglichen späteren Kollegen kennenlernen.
Roland Berger sucht für start2009 Studierende und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften und angrenzender Fachrich-tungen wie Wirtschaftsingenieurwesen und -informatik. Bewerben können sich Universitätsstudenten ab dem vierten Semester, Absolventen sowie Doktoranden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erwartet werden hervorragende Studienleistungen und Praktika mit Wirtschaftsbezug sowie Auslandserfahrung durch ein Studiensemester oder ein Praktikum. Wer bei der Veranstaltung mit analytischen Fähigkeiten, Teamgeist und Persönlichkeit überzeugt, kann seine Erfahrungen während eines Praktikums bei Roland Berger vertiefen oder ohne neue Bewerbung an einem Recruiting-Tag für den Einstieg als Berater teilnehmen.
Weitere Informationen zu der Veranstaltung sowie das Bewerbungsformular finden Sie unter: www.start.rolandberger.com .
Ansprechpartnerin für Bewerberinnen und Bewerber ist Claudia Stracke, Tel.: +49 89 9230-9453.
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Rund 2.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2007 einen Honorarumsatz von rund 600 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 170 Partnern.
Falls Sie Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an:
Pressekontakt:
Sebastian Deck
Tel. +49 89 9230-8190, Fax +49 89 9230-8599
E-Mail: sebastian_deck(at)de.rolandberger(dot)com
www.rolandberger.com
PC und Internet prägen zunehmend Berufs- und Privatleben
Wiesbaden - In Deutschland prägen moderne Informations- und Kommunikations-technologien, allen voran Computer und Internet, immer mehr das Berufs- und Privatleben vieler Menschen. Dies geht aus den aktuellen Ergebnissen der Erhebungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Unternehmen und privaten Haushalten hervor. Der Anteil der Beschäftigten, die regelmäßig während ihrer Arbeitszeit einen Computer nutzen, ist seit Januar 2003 um 14 Prozentpunkte auf rund 60% im Januar 2008 gestiegen. Im privaten Bereich ist der Anteil der Personen ab zehn Jahren, die einen Computer im ersten Quartal des Jahres nutzten, im Jahr 2008 auf 76% gestiegen (2003: 64%). Die Nutzungsintensität des Computers hat im gleichen Zeitraum in privaten Haushalten ebenfalls zugenommen: verwendeten im Jahr 2003 62% der privaten Computernutzer den PC jeden Tag oder fast jeden Tag, so stieg der Anteil dieser regelmäßigen Nutzer 2008 auf 75%.
Im Arbeitsalltag waren 53% der Beschäftigten im Januar 2008 über einen Computer an ihrem Arbeitsplatz mit dem Internet verbunden. 2003 war dieser Anteil mit 31% noch erheblich geringer. Eine ähnliche Entwicklung gibt es in der Internetnutzung der privaten Haushalte. Im Jahr 2008 lag der Anteil der Personen ab zehn Jahren, die das Internet im ersten Quartal genutzt haben, bei 71%. Im Jahr 2003 war der Anteil mit 52% noch um 19 Prozentpunkte geringer. Auch der Anteil der Personen, die das Internet privat jeden Tag oder fast jeden Tag nutzten, ist von 46% im Jahr 2003 auf 66% im Jahr 2008 deutlich angestiegen. Die zunehmende Bedeutung des Internets im privaten Bereich zeigt sich auch in der Ausstattung der privaten Haushalte mit entsprechenden Technologien. Verfügte 2003 gut die Hälfte der Haushalte (51%) über einen Internetzugang, so erhöhte sich der Anteil auf 69% im Jahr 2008. Sehr stark zugenommen hat die Ausstattung der Privathaushalte mit Breitbandanschlüssen. Gaben vor fünf Jahren 9% der Haushalte an, Breitbandverbindungen als Internetzugang zu nutzen, so hat sich der Anteil der Haushalte 2008 um 41 Prozentpunkte auf nun 50% erhöht.
Im Berufsleben erfordert der zunehmende Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien von Seiten der Beschäftigten immer mehr die Bereitschaft, sich die erforderlichen Kenntnisse für den Umgang mit Computern und dem Internet anzueignen. Gleichzeitig verändern moderne Informations- und Kommunikationstechnologien unter anderem die Informationsversorgung der Beschäftigten innerhalb des Unternehmens. So verfügten im Januar 2008 rund 21% der Computer nutzenden Unternehmen über ein Intranet, eine Art organisationsinternes Rechennetzwerk. Bei 76% dieser Unternehmen konnten über das Intranet Arbeitsunterlagen für das Tagesgeschäft (zum Beispiel Standardformulare) heruntergeladen werden, bei 61% standen im Intranet Handbücher, Leitfäden und Schulungsunterlagen zur Verfügung und bei 57% wurden auf der internen Homepage aktuelle Unternehmensnachrichten veröffentlicht. Darüber hinaus war es den Beschäftigten bereits in 11% der Computer nutzenden Unternehmen möglich, über Computeranwendungen oder das Intranet auf die Dienste der Personalverwaltung zuzugreifen, um beispielsweise elektronisch Gehaltsabrechnungen einzusehen oder Urlaubsanträge einzureichen.
Weitere Auskünfte geben: Zum Thema IKT in Unternehmen: Zweigstelle Bonn, Oliver Bauer, Telefon: (0611) 75-8500, E-Mail: ikt(at)destatis(dot)de
Zum Thema IKT in privaten Haushalten: Zweigstelle Bonn, Auskunftsdienst Wirtschaftsrechnungen und Zeitbudgets, Telefon: (0611) 75-8880, E-Mail: private-haushalte(at)destatis(dot)de
Die Chemie baut weiter Personal ab
2009 zirka 3.500 Stellen weniger
Mit etwa einem Prozent weniger Beschäftigten in den Unternehmen der deutschen chemischen Industrie rechnet der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) zum Ende 2009 im Vergleich zu 2008.
Ausgehend von etwa 342.500 Mitarbeitern, die der Verband der Chemischen Industrie (VCI) im Juni dieses Jahres als Gesamtbeschäftigtenzahl bekannt gab, wird die Branche damit voraussichtlich 3.500 Stellen abbauen. In der vom VAA im Oktober durchgeführten Umfrage - einbezogen waren Unternehmen, in denen fast 80 Prozent aller Chemiebeschäftigten tätig sind - äußerten sich Führungskräfte zu den Personalperspektiven für 2009.
22 Prozent der Unternehmen wollen voraussichtlich neue Mitarbeiter einstellen, 40 Prozent denken an eine weitere Reduzierung der Beschäftigtenzahl, der Rest geht von einer konstanten Belegschaft aus. Dabei wird sowohl ein Abbau von Arbeitsplätzen als auch ein Mehr an Beschäftigung aus Unternehmen aller Größenordnungen gemeldet. Zu wie vielen Einstellungen es letztlich kommen könnte, ist derzeit noch nicht vorhersehbar und blieb in der Prognose unberücksichtigt.
Wie in 2008 sind es vor allem Produktion und Servicebereiche, die mit Stellenreduzierungen rechnen müssen. Für Personalaufstockungen sorgen wieder Pharma und Spezialchemie. Prognoserisiken gehen diesmal allerdings vom weiteren Verlauf der Finanzmarktkrise und der möglicherweise damit verbundenen Eintrübung der globalen Konjunktur aus.
Jobmotor Logistik stottert, aber kommt nicht zum Erliegen
10.11.2008 | 14:21 Uhr Berlin/Frankfurt (ots) - Die aktuelle Finanzkrise schlägt auch auf den Logistiksektor durch. Der lange brummende Jobmotor ist zunächst ins Stottern geraten. Die gebremste Geschwindigkeit trübt zwar die Aussicht auf gute Jobs, macht sie aber keineswegs zunichte. Qualifizierte Kräfte werden weiterhin gesucht. Fakt ist: Die Unternehmen haben es im Vergleich zur Situation von vor 2-3 Jahren erheblich schwerer, geeignete Fachleute zu finden, wie eine Personalmarkt-Studie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Paul Wittenbrink von der Berufsakademie Lörrach zeigt. Umfragebeginn war August 2008; nach Einsetzen der Finanzkrise wurde ein Drittel der Unternehmen Ende Oktober nochmals befragt. Insgesamt beteiligten sich 118 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von ca. 155 Mrd. Euro.
Offene Stellen
Zu Beginn der Befragung - und damit vor dem Bekanntwerden der Krise - glaubten rund 80%, dass sich der enge Logistikpersonalmarkt in absehbarer Zeit nicht entspannen werde. Rund 20% bekannten zu Beginn des Befragungszeitraums gar, Aufträge nur eingeschränkt durchführen zu können, weil geeignetes Personal fehle; weitere 33% standen nach eigenen Angaben kurz davor. Durchschnittlich 26% der Unternehmen gaben an, offene Stelle besetzen zu müssen. Dieser Wert sank dann Ende Oktober auf 16,7%.
Stellenaufbau/-abbau
Ungelernte und Facharbeiter scheinen den Kürzeren zu ziehen, sie werden in den kommenden 24 Monaten überproportional weniger gebraucht als höher Qualifizierte. Laut BME-Studie wollen die Unternehmen nach dem Bekanntwerden der Krise im Bereich operativer und administrativer Tätigkeiten aktuell bzw. in den nächsten Monaten in stärkerem Umfang Stellen abbauen: 45,7% der Befragten kündigten Ende Oktober an, im Bereich Ungelernte zu reduzieren, 14% wollen dies im Segment Facharbeiter tun. Bei Einkäufern (logistischer Dienstleistungen) und Logistik-Strategen wird es hingegen im Moment zu keinem nennenswerten Stellenabbau kommen.
Parallel melden die Befragten Stellenaufbau für den Bereich höher Qualifizierter, wenn gleich nicht in dem Maße, wie zu Umfragebeginn. "Kandidaten mit FH- bzw. Bachelorabschluss, mit Uni- bzw. Master-Abschluss sowie Berufserfahrene werden weiterhin überproportional gesucht und auch eingestellt", fasst BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt zusammen. Das sei ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Bereich Logistik in Unternehmen und auch die Dienstleister selbst weiter an der Verbesserung interner Strukturen bzw. strategisch an ihrer Performance arbeiteten.
Qualifikation/Fähigkeiten
Der Logistik-Sektor benötigt insgesamt mehr betriebswirtschaftlich ausgebildete Logistiker, besonderer Bedarf besteht auch für die Kombination mit einer ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung. Quereinsteiger haben im administrativen Bereich die besten Chancen (75%), die schlechtesten dagegen im Bereich Logistikstrategie (53%).
Immerhin 60% der Befragten schätzen das Qualifikationsniveau Ungelernter gegenüber früher als deutlich schlechter bzw. gleichbleibend niedrig ein. Über 50% sehen das Niveau von Mitarbeitern mit FH- oder Bachelorabschluss auf gleichbleibend hohem Niveau; über 20% berichten gar von einer deutlich besseren Qualifikation als früher. Gleichbleibend hohes Qualifikationsniveau wird auch Promovierten und Berufserfahrenen bescheinigt. Hildebrandt: "Dennoch besteht noch viel Luft nach oben. 81% der Unternehmen sagen klipp und klar, dass die Branche hinsichtlich der betrieblichen Ausbildung noch große Anstrengungen unternehmen muss."
Soft Skills wie "Lösungsorientierung", "Organisationsfähigkeit", "Belastbarkeit" und "vernetztes Denken" sind bei Logistik-Mitarbeitern besonders gefragt. Fachwissen, Sprachkenntnisse (etwa Japanisch, Chinesisch, Russisch) scheinen den Befragten vergleichsweise eher unwichtig, ebenso wie "Mobilität" (im In- und Ausland). Prof. Dr. Paul Wittenbrink: "Die zunehmend komplexere und unsichere Logistikwelt erfordert neben Fachwissen vor allem die Fähigkeit, sich kontinuierlich auf neue Anforderungen einzustellen. Mitarbeiter müssen belastbar und flexibel sein. Es gilt, stetig Wissen zu generieren, im Team zu arbeiten, vernetzt und lösungsorientiert zu denken."
Gehaltsentwicklung
Dass operative Logistikmitarbeiter (wie Lkw-Fahrer, Kommissionierer) zukünftig eher teurer würden, meinten zu Umfragebeginn noch 32%; davon gehen inzwischen nur noch 14% der Befragten aus; 9% sehen hier eher rückläufige Gehälter. Führungskräfte haben derzeit be-sonders schlechtere Karten auf höheres Entgelt. Glaubten zu Umfragebeginn noch 60%, dass die Besoldung der Strategen eher steigen würde, rechnet damit derzeit nur noch jeder vierte Befragte; 17% gehen sogar von einer rückläufigen Entwicklung aus.
Ansehen/Organisation
Immerhin 80% der Befragten sprechen von einer gestiegenen "Bedeutung der Logistik" in ihrem Unternehmen; 58% meinen, dass auch das "Ansehen der Logistiker" deutlich gestiegen ist. Die Hälfte berichtet auch von einem "Upgrading" der logistischen Führungsriege: Bei 67,5% ist die Logistik-Führung inzwischen in der obersten bzw. zweithöchsten Führungsetage aufgehängt. Ein Viertel der Unternehmen ordnet jeden 10. Mitarbeiter der Logistik zu; für 15% der Unternehmen zählt fast jeder 5. Mitarbeiter dazu.
Steuerung
Für die gesamte Branche gilt: Die Steuerung von Dienstleistern und die Planung von Supply Chains ist den Befragten wichtiger geworden (67%). Auch der Einkauf von Dienstleistungen (55%) und die operative Steuerung (61%) haben erheblich an Bedeutung gewonnen. Prof. Dr. Paul Wittenbrink: "Dies deutet darauf hin, dass Handel und Industrie sich wieder stärker der gesamten Steuerung der Logistik widmen." Laut BME-Geschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt sind "vor allem innovative Konzepte gefragt, die Einkäufern und Logistikdienstleistern Win-Win-Ergebnisse innerhalb von Partnerschaften ermöglichen. Dazu bedarf es freilich entsprechend qualifizierter Fachleute." Diese Anforderung an Personal und Personalverantwortliche bestehe unabhängig vom weiteren Verlauf der Finanzkrise.
BME und Berufsakademie Lörrach befragten im Zeitraum August bis Oktober 2008 branchenübergreifend 118 Unternehmen zu ihren Personalressourcen in der Logistik. Teilnehmer: Logistik- bzw. Versandleiter (30,7%), Einkaufs-, Vertriebs- bzw. Produktionsleiter (20,2%), Geschäftsführer (19,3%), Supply Chain Manager (13,2%), Einkäufer von Logistikleistungen (10,5%), Betriebs-/Niederlassungsleiter (6,1%).
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WEITERE INFOS:
Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
Sabine Ursel, Leitung Kommunikation
Bolongarostraße 82, 65929 Frankfurt
Tel. 0 69/3 08 38-1 13, mobil 01 63/3 08 38 00
E-Mail: sabine.ursel(at)bme(dot)de, www.bme.de
Der Fachverband Forum DistancE-Learning stellt aktuelle Trends in Fernunterricht, Fernstudium und tutoriell betreutem eLearning vor.
Weiterbildung - ja gern, nur wann und wo?
Fernlernen bzw. Fernstudieren ist für immer mehr Menschen in Deutschland die Methode ihrer Wahl, wenn sie sich neben Beruf und Familie weiterbilden. Dies bestätigt die im September 2008 veröffentlichte Fernunterrichtsstatistik. Über 341.000 Menschen belegten demnach im vergangenen Jahr einen staatlich zugelassenen Fernlehrgang oder ein Fernstudium an einer Fernhochschule. Das sind 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit 2003 sind die Teilnehmerzahlen sogar um 35 Prozent gestiegen.
Diese aktuellen Marktdaten gab der Fachverband Forum DistancE-Learning, Kooperationspartner beim diesjährigen Deutschen Weiterbildungstag, im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 25. September 2008 in Berlin bekannt. "Lebenslanges Lernen kann nur funktionieren, wenn wir geeignete Rahmenbedingungen schaffen, die zu den modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen passen", betonte Verbandspräsident Dr. Martin H. Kurz. "Flexible Arbeitszeiten verlangen nach genauso flexiblen Lernzeiten, und die wachsende Mobilität in unserer Gesellschaft braucht ortsungebundene Bildungsangebote. DistancE-Learning ist hier eine ideale Lösung."
Fünfjahresvergleich zeigt: Frauen und Generation 40plus legen zu
Im Fünfjahresvergleich lassen sich deutliche Trends erkennen. Mit 53 Prozent bilden Frauen mittlerweile die Mehrheit unter den Fernlernenden. Vor fünf Jahren waren es erst 48 Prozent - vor 15 Jahren gerade einmal 32 Prozent. "Frauen investieren also zunehmend in ihre Qualifikation, und sie wissen es zu schätzen, dass DistancE-Learning eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Weiterbildung möglich macht", begründet Dr. Kurz diese Entwicklung. Wie wichtig DistancE-Learning grundsätzlich für das Lebenslange Lernen ist, zeigt sich bei der Zahl der über 40-Jährigen: 22 Prozent der Fernlernenden sind heute älter als 40 Jahre, vor fünf Jahren lag ihr Anteil bei 19 Prozent. Ein Vergleich der absoluten Zahlen zeigt: Von 2003 bis 2007 hat die Zahl der Fernlernenden über 40 um 38 Prozent zugenommen. 42 Prozent der Fernlernenden sind heute zwischen 20 und 30 Jahre alt (2003: 40 Prozent), 32 Prozent zwischen 30 und 40(2003: 38 Prozent).
Zu den beliebtesten Themen gehören seit Jahren Fernlehrgänge rund um Wirtschaft und kaufmännische Praxis (2007: 25 Prozent, 2003: 25 Prozent) sowie Kurse zur Schulbildung (2007: 18 Prozent, 2003: 19 Prozent). Insgesamt hat in den vergangenen fünf Jahren die Themenvielfalt und auch die Anzahl der Lehrgänge und Anbieter deutlich zugenommen. Konnten Interessierte im Jahr 2003 zwischen rund 2.000 Lehrgängen von 285 Anbietern wählen, stehen heute 2.230 DistancE-Learning-Kurse zur Auswahl, an 330 zum größten Teil hoch spezialisierten Instituten. 90 Prozent der Institute bieten bis zu 10 Lehrgänge an, nur wenige haben ein breit gefächertes Sortiment. Zwei Drittel aller staatlich zugelassenen Fernlehrgänge werden von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) als E-Learning eingestuft.
DistancE-Learning bietet anerkannte Abschlüsse
Den DistancE-Learnern geht es nicht nur um neues Fachwissen, auch auf die Art des Abschlusses kommt es ihnen an: 18 Prozent der aktuell über 341.000 DistancE-Learner studieren an einer Fernhochschule, wollen also einen akademischen Abschluss per Fernstudium erlangen. Eine von ihnen ist Fernstudienabsolventin Sylvia Rother (39) aus Kresbron am Bodensee, die auf der Auftaktveranstaltung als "Vorbild der Weiterbildung" mit einem Ehrenpreis des Deutschen Weiterbildungstages 2008 ausgezeichnet wurde. Als berufstätige Mutter hat sie sich per Fernstudium zur Diplom-Ingenieurin (FH) fortgebildet und arbeitet heute sehr erfolgreich in dieser Männerdomäne.
Auch unterhalb der Hochschulebene werden per DistancE-Learning oftmals staatliche bzw. öffentlich-rechtliche Abschlüsse angestrebt. 36 Prozent der Fernlernenden belegen Fernlehrgänge, die zum Beispiel auf IHK-Prüfungen, auf staatliche Betriebswirt- oder Techniker-Prüfungen oder auf Schulabschlüsse vorbereiten. Grundsätzlich schließt in Deutschland jeder staatlich zugelassene Fernlehrgang mit einem Zertifikat oder Zeugnis des jeweiligen Instituts ab, das die erlangten Kenntnisse belegt. Dies ist Auflage der ZFU, die Fernlehrgänge vor ihrer Zulassung und auch danach in regelmässigen Abständen überprüft. In der deutschen Wirtschaft werden DistancE-Learner als besonders engagierte und zielstrebige Mitarbeiter geschätzt, so das Ergebnis regelmäßiger repräsentativer forsa-Umfragen.
DistancE-Learning im Unternehmen ausbaufähig
Wachstumspotenzial sieht der Fachverband vor allem im Bereich der Mitarbeiterfort-bildungen seitens der Unternehmen: Gerade einmal 8 Prozent der über 341.000 Fernlernenden nutzen DistancE-Learning im Rahmen betrieblicher Weiterbildungs-maßnahmen. "Das Umdenken findet zwar schon statt, doch die Umsetzung hinkt noch hinterher", so Verbandspräsident Dr. Kurz. "Viele Unternehmen kennen und schätzen die Mischung aus flexibler Zeiteinteilung und intensiver tutorieller Eins-zu-Eins-Betreuung beim DistancE-Learning. Auch die Möglichkeit, Kursinhalte auf die Belange der Unternehmen anzupassen wird zunehmend erkannt. Wir gehen daher davon aus, dass in den kommenden Jahren der Anteil der Menschen, die über ihren Arbeitgeber an Fernstudien teilnehmen, weiter anwächst."
Start des BMBF-Pilotprojekts "return2job" für Akademikerinnen und Akademiker.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wesentliches Element unserer modernen Gesellschaft. Um Akademikerinnen und Akademikern nach der Familienphase den Wiedereinstieg in den Job zu ermöglichen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Freitag das Pilotprojekt "return2job" gestartet. "Aufgrund des gestiegenen Fachkräftebedarfs können und wollen wir in Deutschland auf kein Talent verzichten"; sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. "Deswegen unterstützen wir junge Akademikerinnen und Akademiker beim Wiedereinstieg in den Beruf und ermöglichen dadurch den Aufstieg durch Bildung."
Das Pilotprojekt "return2job" ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert das BMBF Weiterbildungsmaßnahmen für Akademikerinnen und Akademiker mit Familie, damit sie leichter in den Beruf zurückkehren können. So werden vor allem Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik für den Arbeitsmarkt geschult. Insgesamt 15 Monate dauert die Weiterbildungsphase, die in Kooperation mit Hochschulen von der Otto-Benecke-Stiftung durchgeführt wird. Dabei sind 12 Monate in Form eines Fernstudiums vorgesehen, um die Vereinbarkeit mit Familienpflichten sicherzustellen. Ergänzend wird es begleitende Präsenzseminare geben und im Anschluss ein 3-monatiges Praktikum. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine berufsspezifische Vorbereitung für den Wiedereinstieg in das Berufsleben und können Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern schließen.
Die aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählten 22 Ingenieurinnen und 6 Ingenieure der Fachrichtungen Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik erhalten in den nächsten 15 Monaten eine Weiterbildungsmaßnahme. Unter den Teilnehmenden sind auch Akademikerinnen und Akademiker mit Migrationshintergrund. "return2job" ist Teil der bereits bestehenden Initiative AQUA "Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt".
Wissenschaft verliert an Attraktivität als Arbeitgeber für Topstudenten
Umfrage von McKinsey und e-fellows.net unter 3.000 Stipendiaten: Immer weniger High Potentials streben akademische Karriere an
Düsseldorf/München 25.09.2008 | 10:30 Uhr - Bisher galt die wissenschaftliche Karriere als Traum der deutschen Topstudenten. Doch jetzt entscheiden sich immer weniger High Potentials für die akademische Laufbahn: 2008 nur noch 15,9 Prozent im Vergleich zu 19,2 Prozent im Vorjahr. 13 Prozent möchten in die Unternehmensberatung und 6 Prozent in die Automobilindustrie. Die Geschlechter lassen deutliche Unterschiede in ihren Präferenzen erkennen: Weibliche Toptalente entscheiden sich nach wie vor am häufigsten für den akademisch-wissenschaftlichen Bereich, männliche Toptalente für die Beratung. Begeisterung für Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens, Spaß an der Arbeit und Kenntnis des Umfelds sind die wichtigsten Kriterien bei der Wahl des künftigen Unternehmens.
Dies sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company mit dem Titel "Most Wanted - die Arbeitgeberstudie". Darin äußern sich mehr als 3.000 junge Stipendiaten aller Fachrichtungen zu ihren Berufswünschen sowie den Kriterien für die Arbeitgeberwahl.
Bereits zum dritten Mal in Folge sinkt die Beliebtheit der akademischen Laufbahn - im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozentpunkte. Dafür legen Unternehmensberatungen als einzige Branche mit 0,4 Prozentpunkten zu und rangieren in der Liste der meistgesuchten Arbeitgeber auf Platz zwei. Platz drei erreicht die Automobilindustrie. Handel und Versicherungen haben es dagegen schwer. Sie landen nur im Hinterfeld.
Christoph Glatzel, Partner im Kölner Büro von McKinsey: "Die Umfrage bestätigt, dass die Karriere in der Wirtschaft neben der wissenschaftlichen Laufbahn zunehmend ins Blickfeld der Toptalente rückt."
Die Umfrage belegt größere Unterschiede zwischen den Fachrichtungen: Nur jeder zehnte Studierende der Ingenieurs-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften entscheidet sich für eine akademische Laufbahn. Von den Studierenden der Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften sind es noch rund 20 Prozent, die ihre Zukunft der Wissenschaft widmen wollen. Dagegen strebt bei den befragten Naturwissenschaftlern und Mathematikern rund ein Drittel nach dem Diplom zunächst eine universitäre Karriere an.
Weitere Erkenntnisse aus der Untersuchung: Für erstklassige Akademiker spielen zunehmend die Empfehlungen von Familie oder Bekannten eine große Rolle bei der Wahl des Arbeitgebers. Darüber hinaus werden sie insbesondere durch Produkte des Unternehmens auf potenzielle Arbeitgeber aufmerksam. Bei der aktiven Informationssuche nutzen High Potentials vor allem die Internetseiten eines Unternehmens sowie Karriereportale im Internet.
Hintergrund
e-fellows.net versteht sich als Karriereplattform im Internet und knüpft ein exklusives Netzwerk zwischen den besten Studierenden aller Fachrichtungen und den Topunternehmen der deutschen Wirtschaft. Gründer sind McKinsey & Company, die Deutsche Telekom und Holtzbrinck. Dem Netzwerk gehören 140.000 Studierende aus Deutschland an. Damit ist e-fellows.net Deutschlands größte Online-Karriereplattform.
Arbeitswissenschaftler der RUB und VDI befragen 544 Ingenieure — Personalmanagement muss umdenken.
544 Ingenieurinnen und Ingenieure befragte der Lehrstuhl Arbeitsmanagement und Personal (Institut für Arbeitswissenschaft der Ruhr-Universität Bochum) zusammen mit dem VDI (Verein Deutscher Ingenieure) per Online-Studie nach ihren Karrierestrategien. Dabei zeigte sich, dass für die meisten nicht die klassische Karriere mit möglichst schnellem Aufstieg oder viel Personalverantwortung zu einem gelungenen Berufsweg zählt. Eine erfolgreiche Karriere sei vielmehr diejenige, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleiste. Ganz besonders stand die "Work-Life-Balance" für die jüngeren Befragten im Zentrum. "Da 88% der Teilnehmer männlich sind, kann dieses Thema auch nicht mehr als frauenspezifische Karrierebetrachtung gesehen werden", so Dipl.-Ing. Antje Lienert, die die Befragung im Rahmen ihrer Masterarbeit am IAW initiierte.
Weiterbildung auf Schlüsselqualifikationen ausgerichtet.In punkto Weiterbildung steht die Verbesserung des Kommunikationsverhaltens für die Befragten an erster Stelle. Dahinter rangieren der Ausbau technischer Fachkenntnisse, Projektmanagement und die Entwicklung von Führungskompetenz. "Die Bedeutung von soft skills neben der technischen Expertise für den beruflichen Erfolg in Ingenieurberufen wird damit durch die Weiterbildungsschwerpunkte der Befragten unterlegt", so Prof. Dr. Uta Wilkens, an deren Lehrstuhl die Untersuchung betreut wurde.
Personalmanagement muss Work-Life-Balance in den Fokus setzen
Die Untersuchung verdeutlicht, welchen Stellenwert die Work-Life- Balance für die Befragten hat. Im derzeitigen Wettbewerb der Unternehmen um gut ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure können sich die ums Personal konkurrierenden Betriebe dann einen Vorteil verschaffen, wenn sie familienfreundliche Arbeitsbedingungen und moderne Ansätze der Arbeitszeitgestaltung bieten. "Dies kann gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen, die sich häufig als unterlegen auf dem Personalmarkt charakterisieren, eine Strategie sein, um sich gute Fach- und Führungskräfte zu sichern", so Prof. Wilkens zu den personalwirtschaftlichen Implikationen der Untersuchung.
RUB-Studie "Karrierefaktoren und Strategien bei Ingenieurinnen und Ingenieuren"... http://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/redakteur/dps_bilder/D-PS/Studien/2008-09-02%20Karriereumfrage%20Kurzbericht.pdf
Mobbing - Vorenthalten von Information und bewusstes Schlechtmachen sind die häufigsten Formen.
Nach einer Studie des IFAK Instituts wurden 13 Prozent der Beschäftigten bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber schon einmal gemobbt. Mobbingopfern fällt der tägliche Gang zur Arbeit deutlich schwerer; die Gesundheit leidet. Sie haben fast doppelt so viele Fehltage wie nicht von Mobbing Betroffene (12,2 zu 6,5 Tage pro Jahr). Dies ergab eine bevölkerungsrepräsentative Befragung im Frühjahr 2008 unter 2.000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren in Deutschland.
13 Prozent der Befragten (2007: 12 Prozent) wurden bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber schon einmal gemobbt. Besonders die ab 50-Jährigen haben Erfahrung mit Mobbing (20 Prozent; 2007: 16 Prozent). Geschlechtsspezifische Unterschiede gibt es nicht; auch spielt die berufliche Stellung der Beschäftigten keine Rolle.
Eines zeigt die Studie auch: Mobbingopfer gehen weniger motiviert zur Arbeit und sind auch häufiger krank. Sie fehlen im Büro doppelt so häufig wie Beschäftigten, die bei ihrem Unternehmen keine Mobbingerfahrung machen mussten (12,2 zu 6,5 Tage pro Jahr).
Mobbing hat viele Gesichter: Im Rahmen der Studie wurde von den Betroffenen an erster Stelle das bewusste Vorenthalten von Informationen (63 Prozent) genannt, gleich gefolgt vom bewussten Schlechtmachen vor anderen Personen (62 Prozent). Über die Hälfte der Mobbingbetroffenen beklagte das Verbreiten von Lügen und Gerüchten (56 Prozent) und das bewusste „ins Messer laufen lassen“ (53 Prozent). Als weitere Formen dieses Psychoterrors gaben die Betroffenen Nichtbeachtetwerden (44 Prozent) und bewusstes Weiterleiten von Fehlinformationen (42 Prozent) an.
Ein Stück Weiterbildungskuchen ...
Am 26. September 2008 findet der 2. Deutsche Weiterbildungstag statt/ Rund 500 Veranstaltungen deutschlandweit/ Bundespräsident Köhler ist Schirmherr/ Zahlreiche Prominente und Kooperationspartner unterstützen die Initiative
Berlin/Bonn. Mit großen Weiterbildungsmessen in Berlin oder Essen, mit Aktionen wie »Nimm Dir ein Stück vom Weiterbildungskuchen« auf dem Bremer Marktplatz, mit zahlreichen Schnupperkursen in Unternehmen oder der Aktion »Raus mit der Sprache«, die Fremdsprachen in Fußgängerzonen, Einkaufszentren oder unter eine Sprungschanze bringt, wird am 26. September 2008 der 2. Deutsche Weiterbildungstag begangen. Rund 500 Veranstaltungen in deutschlandweit 350 Orten machen unter dem Motto »Bildung ist Zukunft« öffentlich auf Weiterbildung und lebenslanges Lernen aufmerksam. Bundespräsident Horst Köhler hat die Schirmherrschaft übernommen.
Der »Deutsche Weiterbildungstag« ist eine Initiative des Bundesverbandes der Träger Beruflicher Bildung e.V. (BBB) und des deutschen Volkshochschul-Verbandes DVV in Kooperation mit zahlreichen weiteren Partnern der Branche. Er soll angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels und nach wie vor sinkender Ausgaben für Aus- und Weiterbildung auf die Bedeutung von Weiterbildung und lebenslangem Lernen hinweisen. Angesichts der bevorstehenden politischen Ereignisse — unter anderem der Bund-Länder-»Bildungsgipfel« Ende Oktober — kommt dem Weiterbildungstag 2008 eine besondere Bedeutung zu.
Die Idee des Weiterbildungstages wurde im letzten Jahr vom Bundesverband der Träger Beruflicher Bildung e.V. (BBB) und dem deutschen Volkshochschul-Verband DVV erfolgreich initiiert. Die Aufmerksamkeit bei Politik und Medien für den Tag war beachtlich. Inzwischen wird die Initiative von zahlreichen Prominenten wie Comedian Bastian Pastewka, »heute journal«-Moderatorin Marietta Slomka, Handball-Bundestrainer Heiner Brand, Schauspieler Peter Lohmeyer oder Kabarettist Jürgen Becker unterstützt. Becker: »Was für Herz und Kreislauf die Bewegung ist, ist für das Gehirn die Weiterbildung. Bildung ist gesund — lebenslang.«
Darüber hinaus ist der Kreis der Kooperationspartner und Unterstützer für den Weiterbildungstag in diesem Jahr noch breiter geworden. Neben den Initiatoren sind von Wirtschaftsverbänden bis zu den Gewerkschaften, von Privatschulen bis zu den Volkshochschulen, von Sprachkursen für Migranten bis zum Fernlernen fast alle Seiten der Weiterbildung vertreten. Hauptsponsor des 2. Deutschen Weiterbildungstages ist die telc Language Tests GmbH, ein professioneller Anbieter und Entwickler von Sprachzertifikaten und Testsystemen.
Kontakt und Rückfragen zum 2. Deutschen Weiterbildungstag
Büro Deutscher Weiterbildungstag
Sylvia Heimann, Tel: 0221-32 077 36
E-Mail: service(at)deutscher-weiterbildungstag(dot)de
Weitere Informationen, Statements und Materialien zum Download finden Sie überall auf dem Internetauftritt www.deutscher-weiterbildungstag.de



