G 8 - achtjähriges Gymnasium
G 8 bedutet die Verkürzung der gymnasialen Oberstufe von neun auf acht Jahre. Hintergrund für die langjährige Diskussion um die Verkürzung sind die im Vergleich zu europäischen Nachbarländern langen Ausbildungszeiten in Deutschland. Die Neuordnung ist der Versuch der Kultusminister das durch Pisa-Tests international in Verruf geratene deutsche Schulsystem im Eiltempo wieder nach vorn katapultieren zu wollen. Weil deutsche Abiturienten und Universitätsabsolventen beim Start ins Berufsleben meist älter sind als anderswo, sollen sie den Schulabschluss künftig ein Jahr früher machen - wie es etwa in den ostdeutschen Ländern Sachsen und Thüringen schon lange üblich ist.
Nachdem Bildung in Deutschland Ländersache ist, sind die Daten für die Einführung in den einzelnen Bundesländern höchst unterschidelich gewesen. Mittlerweile haben 14 der 16 Bundesländer das von Kritikern geschimpfte "Turbo-Abitur" eingeführt. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz wollen vom nächsten Schuljahr an nachziehen. Nach der meist vierjährigen Grundschule soll den Gymnasiasten der Lehrstoff zur Hochschulreife nicht mehr in neun, sondern in nur noch acht Jahren eingetrichtert werden(in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erfolgt eine Verkürzung von sieben auf sechs Jahre, da hier die Grundschule bis zur sechsten Klasse geht) - ohne auf Unterrichtsinhalte zu verzichten, wie etwa Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) noch in ihrer Zeit als baden-württembergische Kultusministerin versprach.


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