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Bücherempfehlungen

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Lesen mit 5- bis 6-Jährigen

Fünf- bis sechsjährige Kinder zählen zu den so genannten Vorschulkindern, die sich häufig schon für Buchstaben und Zahlen interessieren. Einige von ihnen sind bereits in der Lage, ihren Namen zu schreiben, und es macht ihnen oft großen Spaß, Rätselaufgaben zu lösen. Mit sechs erreichen Kinder den Gipfel der Kreativität, die dann allerdings unter dem Einfluss der Schule oft zurückgedrängt wird. Bücher haben gegenüber anderen Medien jetzt einen großen Vorteil. Papier ist geduldig: Man kann sich die Buchstaben in aller Ruhe anschauen, darüber nachdenken und versuchen, in Texten Bekanntes  wiederzuentdecken. Kinder in diesem Alter vertragen schon mehr Text, sie brauchen zu Unterstützung aber noch Bilder. Interessant sind auch spezielle Erstlesebücher, die ein Mit-„Lesen“ ermöglichen, sowie Vorschulbücher, die spielerisch auf die Schule vorbereiten.

John A. Rowe
Tommy DoLittle
Neugebauer 2002
28 Seiten, 12,80€

Tommy DoLittle macht seinem Namen alle Ehre: Er ist so faul, dass ihn sein eigener Hund spazieren führen muss. Dann fällt ihm eines Tages ein Buch in die Hände, und er beginnt zu lesen: Tommy landet unter anderem in Australien bei den Außerirdischen. Tommy DoLittle, der faulste Junge der Welt? Ganz im Gegenteil. Vor allem für Lesefans mit Sinn für schrägen Humor!

 

Ulrike Berger
Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?
Velber im OZ Verlag 2002
44 Seiten, 10,90€

Vorschulkinder haben viele Fragen, und Eltern wissen keineswegs immer die Antwort. Wie etwa kommt Marmelade in den Berliner? Warum poppt Popcorn? Oder eben: Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta? Geduldiger als jeder Erwachsene beantwortet dieses Buch 20 solche für Kinder ganz und gar nicht absonderlichen Fragen. Daneben findet sich jeweils ein erklärendes Foto.

 

Carlo Collodi, Ed Young
Pinocchio
Altberliner Verlag 1998
44 Seiten, 16,35€

Der aus Holz geschnitzte Pinocchio - ähnlich frech, selbstbewusst und lebendig lustig wie Pippi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga es sind. Kinder finden solche Figuren faszinierend. Selbst den verschlungenen Abenteuern des Pinocchios können die meisten Kindergartenkinder schon folgen. Der Illustrator Ed Young hat dazu auf jeder Doppelseite ein kleines Kunstwerk geschaffen.

 

Martin Baltscheit
Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte
Bajazzo 2002
32 Seiten, 13€

Viele Kinder dieser Altersstufe entdecken, dass es eine Welt der Buchstaben und Zahlen gibt. Dieses Interesse greift die Figur des Löwen geschickt auf, denn der kann zwar brüllen und Zähne zeigen, aber seiner angebeteten Löwin keinen Brief schreiben. Und das, was die anderen Tiere für ihn schreiben, findet er unpassend. Am Ende bringt ihm die Löwin das Schreiben bei.

 

Jutta Bauer
Opas Engel
Carlsen 2002
42 Seiten, 11€

Was passiert mit einem Menschen, wenn er tot ist, fragen viele Kinder. Oft ist es der Opa, um den es bei der ersten Konfrontation mit dem Sterben geht. So auch in dieser behutsamen Annäherung an das Thema. Der Opa erzählt seinem kleinen Enkel von dem Schutzengel, der ihn als Kind, als Jugendlicher und als Erwachsener begleitet hat. Und dieser Schutzengel ist auch für den kleinen Jungen da, als der Opa stirbt.

 

Nadia Budde
Trauriger Tiger toastet Tomaten — ein ABC
Peter Hammer 2002
48 Seiten, 15€

„Kostümierte Katzen können Käse kosten. Kahle Katzen können mit Kämmen kämpfen.“ Die Sammlung solcher Nonsens-Sätze vermittelt vor allem Spaß an der Sprache. Zudem macht das Buch sensibel für den Klang der Buchstaben und fördert die Kenntnis des Alphabets. Jedem Buchstaben sind zwei Seiten mit lustigen Bildern und Texten gewidmet, poppig-bunt und sprühend vor Ideen. Für kluge Kinder und alberne Erwachsene.