• Studienwahl
  •       Studienplanung
  •             Karriereplanung
Studienwahl, Karriereplanung, Schulwahl, Studienplanung
...

Schulpsychologische Beratung

>>>> zurück zu Psychologischer Dienst

Die Schule ist eine Veranstaltung der Gesellschaft, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche auf die Teilnahme in der Gesellschaft vorzubereiten. Damit sich die Kinder und Jugendlichen sich positiv entwickeln und soziale, emotionale und intellektuelle Kompetenz erlangen, ist die Einbeziehung psychologischen Fachwissens unentbehrlich. Die Schulpsychologie ist ein wichtiges Unterstüzungssystem und eine wirkungsvolle Ressource für das alle Menschen, die an Schulen beteiligt sind. Auch die PISA-Studie hat gezeigt, dass wenn Erziehung und Unterricht einen psychologischen Fundament haben,  sich auch Schulleistungen der Kinder und Jugendlichen verbessern. Die Schulpsychologie hat nämlich unter anderem bereits wesentlich zur Weiterentwicklung von Schulen bezüglich der Behebung von Lern- und Leistungsstörungen wie auch Verhaltensauffälligkeiten von Kinder und Jugendlichen dazu beigetragen.  Störungen,  die unter anderem Folgen von psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen sind, die in der Schule oft unerkannt bleiben. Psychische Erkrankungen haben als Folgen den Misserfolg in der Schule, das Versagen in der Schüle beeinträchtigt das Selbstwertgefühl der Kinder und verschlimmert die psychische Krankheit.

Jedes zwanzigste Kind in Deutschland ist auf Grund psychischer Störungen behandlungsbedürftig. Aber die Therapieplätze sind Mangelware. Aus diesem Grund bleibt fast ein drittel der kranken Kinder ohne Hilfe, vor allem im ländlichen Raum und in Ostdeutschland. Etwa 17 % aller Kinder und Jugendlichen leiden in Deutschland an psychischen und psychosomatischen Krankheiten und seelisch bedingten Störungen. Ca. 4% davon, in Zahlen 800.000, haben schwerwiegende Probleme, und sind stark behandlungsbedürftig.

Neben dem oben genannten Versorgungsdefizit bei jungen Menschen ist ein Informationsdefizit bei den Lehrenden festzustellen. Diese halten öfter krankheitsbedingte Verhaltensweisen oft als Konzentrationsstörung, Faulheit, Desinteresse, Aggressivität, Motivationsmangel oder einfach als „schlechtes Benehmen“. Auch Eltern tragen oft zur Verschlimmerung der Situation dazu bei, indem sie das auffällige Sozialverhalten ihrer eigenen Kinder nicht wahrnehmen oder sogar verleugnen.

Welche Erkrankungen?

15 % der Kinder, die im Alter von acht Jahren als psychisch auffällig beschrieben wurden, gehören noch als 25-Jährige zur Gruppe der Auffälligen. Viele Kinder leiden gleichzeitig an mehreren Erkrankungen: Ängste, depressive Symptome und Suizidgefährdung treten oft gemeinsam auf. Des Weiteren kann man Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADS) und Störungen des Sozialverhaltens beobachten, die eben häufig kombiniert auftreten. Wenn solche Symptome mindestens sechs Monate stabil bleiben und von den Lehrenden bzw. Pädagogen wahrgenommen werden, sollte ein Elternberatungsgespräch erfolgen. Beim Elterngespräch sollte man auf die Erstellung von medizinischen Diagnosen verzichten. Es ist immer Aufgabe von Psychotherapeuten und Ärzten, eine medizinische Diagnose über eine krankheitswertige psychische Störung zu stellen.