Welche Faktoren spielen eine Rolle?
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Nach einer Studie des Robert-Koch-Institutes zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2006 ist die Häufigkeit von psychischen Auffälligkeiten abhängig vom sozioökonomischen Status. Faktoren, die unter anderem zur Verschlimmerung von psychischen Krankheiten sind gesellschaftliche Umbrüche, Leistungsdruck, Medieneinflüsse, Erziehungsfehler. Auch ein psychisch belastende Milieus, z.B. psychisch erkrankte Eltern, Mangel an Fürsorge und Zuwendung, Zeitmangel, kritische Lebensereignisse wie der Verlust von Bezugspersonen durch Krankheit, Tod, Migration, Umzug oder Scheidung der Eltern können zu psychische Störungen der Kinder und Jugendlichen führen bzw. latente Krankheiten zum Vorschein treten lassen.
Eine weitere Rolle spielen soziale Bedingungen: mangelnde soziale und schulische Integration sowie Arbeitslosigkeit, Armut der Eltern, steigern das Risiko der Kinder. Bei den auftretenden Symptomen sind Differenzen zwischen den Geschlechtern: Jungen leiden eher unter äußerlich gerichteten Symptomen wie Aggressivität, Hyperaktivität, Delinquenz und Störungen des Sozialverhaltens. Während Mädchen innerlich ausgerichtete psychische Auffälligkeiten zeigen wie Autoaggressive Symptome, Selbstverletzungen, Essstörungen, Ängste und Depressionen.
Welche Folgen?
Wenn die psychischen Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen unbehandelt bleiben, können sie bis zum Erwachsenalter stabil bleiben. In der Zwischenzeit stellen sie den großen Anteil an Schulversagern und Schulschwänzern dar und gehören zu den 10 % der Jugendlichen, die ohne einen Abschluss die Schulen verlassen und auch aus diesem Grund auf dem Arbeitsmarkt ohne Perspektiven darstehen.
Quelle: bdp-schulpsychologie.de, schulpsychologie.de, gew-hessen.de


