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Hier in dieser Rubrik finden Sie regelmäßig aktuaisierte News rund um das Thema Schule/Kindergarten: 

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"Starke Kids sind fair" geht stark in die Zukunft

Initiative gegen Gewalt an Grundschulen

 10.02.2009 | 15:40 Uhr Hannover (ots) - Sich über eigene und die Gefühle anderer klar werden, um auf Konfliktsituationen vorbereitet zu sein - das sind Lernziele von "Starke Kids sind fair", einer Initiative zur Gewaltprävention an Grundschulen. Nachdem das Konzept an den Grundschulen in Baden-Württemberg auf große Zustimmung getroffen ist, fällt bei "Starke Kids sind fair" nun der Startschuss für eine bundesweite Ausdehnung. Dabei hat die Initiative wichtige Unterstützer für die Zukunft gewonnen. Schirmherrin ist Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Insgesamt musste sich jedes vierte Kind bereits mit Gewalt an der eigenen Schule auseinandersetzen, jedes zehnte sogar mehrmals. Eltern, die bereits von Gewalt an der Schule ihrer Kinder gehört haben, geben dabei zu über 70 Prozent an, dass ihnen am häufigsten von verbaler und körperlicher Gewalt berichtet wurde. Mit knapp 60 Prozent, noch weit vor Erpressungen und dem Mitbringen von Waffen, steht die psychische Gewalt in Form von Bullying und Mobbing. Diese Ergebnisse lieferte eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGovPsychonomics für "Starke Kids sind fair".

Bundesweit unter Schirmherrschaft von Dr. Annette Schavan

Die Initiative gegen Gewalt an Grundschulen will Kindern genau diese Anfänge von Gewalt bewusst machen. "Unser Fokus liegt vor allem auf der psychischen Gewalt, die zwar unscheinbarer, jedoch nicht minder grausam ist", erklärt Nicole Messmer, Sprecherin von "Starke Kids sind fair". "Unser Ziel ist es, dass sich Kräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zusammenschließen, um Kindern eine gewaltfreie Schulzeit zu ermöglichen." Hauptunterstützer der Initiative ist die Kindergetränkemarke Capri-Sonne. Die bundesweite Schirmherrschaft hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Anette Schavan übernommen.

Unterrichtsmappen und Lehrerfortbildungen

"Nur etwa einem Viertel aller befragten Eltern sind Maßnahmen zur Prävention von Gewalt an Schulen bekannt. Jede fünfte Schule bindet Gewalt als Thema in den Unterricht ein", berichtet Daniela Gosewisch, Projektleiterin von YouGovPsychonomics. Um Lehrerinnen und Lehrern im Schulalltag mehr Hilfestellung zu diesem Thema geben zu können, stellt "Starke Kids sind fair" kostenlos Unterrichtsmaterial für die Klassen 1 bis 4 zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Initiative in Kooperation mit der Konfliktschulung "Gewaltfrei Lernen" nun auch deutschlandweit Lehrerfortbildungen zum Thema an. Geplant sind darüber hinaus bundesweite Aktionstage. "Es ist uns ein Anliegen, möglichst überall auf das Thema aufmerksam zu machen und zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt zu handeln", so Initiativensprecherin Nicole Messmer.

Prominente Botschafter

Repräsentiert wird die Initiative durch die Fußballnationalspielerin Sonja Fuß. "Als Teamsportlerin ist mir der faire Umgang mit dem Gegenüber ein besonderes Anliegen, weshalb ich die Initiative gern unterstütze", sagt Sonja Fuß. Das Lernziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schüler mit den Themen Respekt, Toleranz und dem Umgang mit Aggressionen vertraut zu machen. Ein Punkt, der auch Shary Reeves, die Schauspielerin und Moderatorin der WDR-Kindersendung "Wissen macht AH!", überzeugen konnte. "Ich unterstütze die Initiative, weil sie Kinder ernst nimmt und auf konkrete Konfliktsituationen vorbereitet", betont Shary Reeves.

Pressekontakt:

Publik. Agentur für Kommunikation GmbH
Nicole Messmer (-31), Vera Eich (-33)
Rheinuferstr. 9
D-67061 Ludwigshafen
Tel: +49 621-963600 0
Fax: +49 621-963600 50
E-Mail: n.messmer(at)publik-kom(dot)de, v.eich(at)publik-kom(dot)de


Grundschulen bekommen einen "Koffer für Augen und Ohren" - Präsentation der multimedialen step21-Box [Weltbilder : Bilderwelten]

Hamburg - Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum hat die Initiative "step21" eine Medienbox mit dem Titel [Weltbilder : Bilderwelten] entwickelt. Damit sollen interkulturelle Kompetenz und Medienkompetenz von Grundschülern gefördert werden. In Kooperation mit der NORDMETALL-Stiftung startet ab sofort der kostenfreie Einsatz der Medienbox in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, inklusive begleitender Lehrerfortbildungen.

"Wir wollen Kindern helfen, sich ein Bild von der Welt zu machen, ohne dabei von Bilderfluten überfordert und von medialer Meinungsbildung vereinnahmt zu werden," sagte step21-Gründerin Sonja Lahnstein bei der Vorstellung der neuen step21-Box und des Kooperationsprojektes mit der NORDMETALL-Stiftung im Bucerius Kunst Forum. Dr. Thomas Klischan, Vorstand der NORDMETALL-Stiftung, erläuterte die Beweggründe für ihr Engagement: "Unser Finanzierungsanteil von 160.000 Euro ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Kinder. Denn der richtige Umgang mit Medien ist mittlerweile eine genauso wichtige Kulturtechnik wie zum Beispiel das Lesen. Die frühe Vorbereitung auf Medien schon in der Schule ist deshalb ganz im Interesse der NORDMETALL-Stiftung".

ARD-Tagesthemenmoderator Tom Buhrow und Schauspielerin Susan Sideropoulos, die beide bei der Box mitgewirkt haben, diskutierten mit Medienpsychologe Prof. Dr. Jo Groebel über die Rolle der Medien bei der Entstehung von Weltbildern. "Das Kommunikationsverhalten von Kindern ist im Umbruch. Zusammen mit der großen Bedeutung des Internet und sozialer Netzwerke ist step21 erst recht zu einer wichtigen Initiative des zivilen Umgangs miteinander geworden," so Prof. Dr. Jo Groebel. Christa Goetsch, zweite Bürgermeisterin und Schulsenatorin Hamburgs, begrüßte das Engagement für die Grundschulen. Tom Buhrow zeigte sich begeistert: "Als Nachrichtenmoderator weiß ich, wie leicht Bilder verfälschen oder beeinflussen können. Die step21-Box erklärt Kindern die dahinterliegenden Zusammenhänge. Deshalb habe ich gerne mitgemacht!"

Das umfangreiche Medien- und Methodenpaket für Grundschüler wurde von step21 in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Experten entwickelt. Es enthält über 80 Lerneinheiten, über 1.000 Bilder, 30 Filme und Hörspiele, Musik sowie eigens entwickelte kindgerechte Software. Die NORDMETALL-Stiftung fördert die Medienbox und ermöglicht die kostenfreie Ausstattung und die begleitende Fortbildung der Grundschulpädagogen in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Was ist drin in der step21-Box? Die Vielfalt der Kulturen eröffnet Horizonte und bereichert unser Leben. Genau das will die step21-Box vermitteln. In den kindgerechten Erlebniswelten der Medienbox setzen sich Schüler mit der eigenen Kultur und mit fremden Lebensentwürfen über Bilder, Geräusche und Musik auseinander. Sie lernen Vorurteile, Klischees und deren Entstehung und Bedeutung kennen. Die Inhalte der Box werden durch eine Vielzahl an Medien transportiert - so lernen Kinder, wie man die Zeichen- und Bildsprache der Medien deutet. Mit kinderleichter Software können zudem eigene Zeitungen, Fotostorys und Collagen entworfen, Hörspiele aufgenommen und Filmszenen vertont werden.


Schulaufenthalt im Ausland auch bei G8
Interesse deutscher Gymnasiasten am High School-Aufenthalt ungebrochen

Bonn - Die Bezeichnung G8 steht nicht nur für die größten acht Wirtschaftsnationen sondern auch für die neue verkürzte Schulzeit für Gymnasiasten. Die kontroversen Diskussionen über Vor- und Nachteile der verkürzten Schulzeit schließen auch eine vermeintlich schwindende Chance auf einen Auslandsaufenthalt der Schüler mit ein. Doch diese Befürchtung von Schülern und Eltern zeigt sich als unbegründet: Wurde in der Vergangenheit vorwiegend das Wiederholungsjahr in der Klasse 11 für ein High School Jahr genutzt, verschiebt sich nun die Reisefreudigkeit der Schüler auf das 10. Schuljahr.

Es stellt sich heraus, dass Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse einen fünfmonatigen oder einen kürzeren Aufenthalt planen. Viele unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten erleichtern den Schülern die Entscheidung, so dass das Schuljahr in Deutschland nach Beendigung des Auslandsaufenthaltes nicht wiederholt werden muss. Die Bonner Austauschorganisation Stepin bietet Kurzzeitprogramme für 1-3 Monate in verschiedenen Ländern weltweit an. Ein 4-wöchiges Sprachcamp in Kanada, oder ein 3-monatiger High School Aufenthalt mit Unterbringung in einer Gastfamilie in Australien, Neuseeland, Kanada, Südafrika oder Spanien.

Stepin bietet zu diesem Thema bundesweit Informationsabende an. Der nächste findet am 4. Dezember 2008 von 17:00 bis 19:00 Uhr in der Beethovenallee 21 in 53173 Bonn-Bad Godesberg statt.

Pressekontakt:

Stepin (Student Travel & Education Programmes International)
Ansprechpartnerin: Jutta Brenner
Beethovenallee 21, 53173 Bonn
Tel. 0228-95695-331
E-Mail: jutta.brenner(at)stepin(dot)de
Internet: www.stepin.de


Religionsunterricht ist unverzichtbar
Eine freie Wahl bei der Entscheidung über einen schulischen Religionsunterricht fordern das Kolpingwerk Deutschland und der Kolpingwerk Diözesanverband Berlin

Köln/Berlin - "Die Einführung eines Zwangsfaches Ethik, das besser gestellt ist als der Religionsunterricht, ist eine unzulässige Bevormundung der Bürger. Will eine Gesellschaft Respekt und Toleranz der Religionen und Weltanschauungen untereinander, so ist es zunächst einmal wichtig, etwas über seinen eigenen Glauben zu erfahren." Das betonten der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Ottmar Dillenburg und der Diözesanpräses des Kolpingwerkes Diözesanverband Berlin Klaus W. Rößner in einer gemeinsamen Erklärung. Ein unverzichtbares Instrument hierzu sei der Religionsunterricht. Eine Vermittlung elementarer Grundwerte müsse die individuelle Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler aufgreifen und mitnehmen. "Hierzu genügt eine humanistisch-säkulare Wertevermittlung im so genannten Ethikunterricht nicht. Der Religionsunterricht muss als ordentliches Lehrfach im Fächerkanon eine echte Wahlfreiheit sicher stellen." Der Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an öffentlichen Schulen wird in Artikel 7 des Grundgesetzes garantiert. Es sei befremdlich, dass diese Bestimmung ausgerechnet in der deutschen Hauptstadt Berlin nicht gelte.

"Auch im Lichte der Diskussion in Mecklenburg-Vorpommern, wo ebenfalls darüber diskutiert wird, den konfessionellen Religionsunterricht zum freiwilligen Zusatzfach zu degradieren, ist ein lauter Protest der Bevölkerung geboten. Man kann nicht ständig die Beachtung von Grundwerten in Gesellschaft und Wirtschaft einfordern und die Vermittlung dieser Grundwerte in die Tonne treten", machten Dillenburg und Rößner deutlich.

Sie riefen die Bürger in Berlin und besonders auch die Kolpingmitglieder auf, sich an der Unterschriftenaktion des Berliner Volksbegehrens zu beteiligen und ansonsten wachsam den Schutz der verfassungsmäßigen Garantie des Religionsunterrichtes im Blick zu haben.


Medienbildung in der Familie
mekonet informiert über Angebote und Möglichkeiten der familiären Medienbildung

Marl (ots) - Die Vielfalt der Medienangebote, mit denen Kinder und Jugendliche heute konfrontiert werden, ist umfangreicher als je zuvor. Schon die Jüngsten lernen heute den Umgang mit Handy, Computer oder Internet. Kinder orientieren sich dabei zunächst vor allem am Medienverhalten ihrer Eltern. Auch wenn diese sich bemühen, eine sinnvolle Nutzung zu fördern, sind sie oftmals - im Zuge der rasanten Entwicklungen - überfordert und selbst nicht ausreichend über die Potenziale aber auch mögliche Gefahren informiert. Eine wichtige Aufgabe der Medienbildung ist daher die Weiterbildung der Eltern im medienkritischen Umgang mit medialen Angeboten. Die mekonet Handreichung "Medienbildung in der Familie auf einen Blick" aus der Reihe mekonet kompakt möchte Multiplikator(inn)en der Medienbildung für diese Aufgabe sensibilisieren und Informationen zum Thema zur Verfügung stellen.

"Medienbildung in der Familie auf einen Blick" stellt zur Mediennutzung von Kindern zentrale Ansatzpunkte für eine frühkindliche Mediensozialisation vor und bietet darüber hinaus umfangreiche Links zur weiteren Vertiefung des Themas. Sie fasst die wichtigsten Fragen von Eltern zusammen und gibt Tipps, wie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Eltern erreichen können. Die Handreichung wurde neu aufgelegt und vollständig überarbeitet. Sie steht zum kostenlosen Download auf der Website www.mekonet.de bereit.

mekonet Handreichungen sind ein Serviceangebot des Medienkompetenz-Netzwerkes NRW (mekonet). Zu den online und offline verfügbaren Informationsangeboten und Arbeitsmaterialien gehören die redaktionell betreute Website www.mekonet.de mit fachjournalistischem Online-Magazin, der Newsletterservice, die umfassende Online-Datenbank "Grundbaukasten Medienkompetenz" sowie Fachtagungen für Multiplikator(inn)en der Medienbildung.

Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) haben mekonet, das Medienkompetenz-Netzwerk NRW, initiiert und beauftragt. Die ecmc GmbH ist mit der Projektleitung betraut.

Pressekontakt:

Lucia Eskes
PR und Marketing
ecmc GmbH
Telefon: 02365-9404-58
E-Mail: presse(at)ecmc(dot)de


Beim Abi sind Kinder von Migranten Spitze

BERLIN (dpa). Kinder von Einwanderern schaffen häufiger das Abitur als deutschstämmige Gymnasiasten. 2006 hatten 21 Prozent der betroffenen Zuwanderer das Abitur, aber nur 18 Prozent der Nicht-Migranten, so der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, gestern in Berlin.

Damit kehrte sich in diesem Segment der Trend um, dass Kinder nichtdeutscher Herkunft in der Bildung benachteiligt sind. Egeler erklärte dies bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs 2008 mit dem Anteil von gebildeten Zuwanderern aus Mittel- und Osteuropa, die auch Wert auf die Bildung ihrer Kinder legen.


Mängel beim Sport in Schule und Kindergarten - viele im Verein

ESSEN (dpa). Der Sportunterricht in Deutschlands Schulen und Kindergärten hinkt im europäischen Vergleich erheblich hinterher. Deshalb weichen viele Familien auf Sportvereine aus. Das ist ein Fazit des "Zweiten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts", der am Dienstag in Essen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) überreicht wurde.

Drei von vier Siebenjährigen seien Mitglied in Vereinen. Die Bewegungsförderung im Schul- und Kindergartensport schneide besonders schlecht ab, heißt es in dem Bericht. "Wir haben große Defizite", sagte Schäuble. Der Bericht war von der Essener Krupp-Stiftung in Auftrag gegeben worden.


Umfrage: Eltern vermissen nach PISA Bildungsreformen

BERLIN (dpa). Die Mehrheit der Eltern sieht seit dem ersten PISA- Test vor acht Jahren keine Verbesserungen im deutschen Bildungssystem. 40 Prozent sagten bei einer Forsa-Umfrage, es gebe keine Änderungen. Ein Viertel der Eltern ist sogar der Auffassung, die Situation in den Schulen sei schlechter geworden. Nur 29 Prozent sehen deutliche oder leichte Verbesserungen.

Das schlechte deutsche Abschneiden bei der erstmals im Frühjahr 2000 durchgeführten internationalen Schulleistungsstudie hatte in der Öffentlichkeit einen Schock ausgelöst. Die Kultusminister hatten sich danach auf ein Maßnahmenpaket verständigt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Ausbau frühkindlicher Bildung und die Einführung von bundesweiten, für alle Schulen verbindlichen Bildungsstandards. Sie beschreiben, was ein Schüler am Ende einer bestimmten Jahrgangsstufe können muss. Am kommenden Dienstag wird in Berlin ein neuer PISA-Bundesländervergleich veröffentlicht. Dafür waren im Frühjahr 2006 über 55 000 Schüler an 1500 Schulen getestet worden.

Der deutsche PISA-Koordinator Manfred Prenzel, mahnte dem "Stern" gegenüber zu Geduld: "Tiefgreifende Veränderungen im Schulsystem brauchen 10 bis 20 Jahre."

Für die Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Stern" wurden 1000 repräsentativ ausgesuchte Bürger Anfang November befragt.


Schulkantine nur bei der Hälfte der Schüler beliebt - Bayern vorn

MÜNSTER (dpa). Fleisch, Gemüse, Salat und Co. aus der Schulkantine kommen nur bei rund der Hälfte der Schüler gut an. Etwa jeder zweite Schüler (49 Prozent) im Alter zwischen neun und 14 Jahren findet den Mittagstisch in der Schule lecker, wie aus dem "LBS-Kinderbarometer 2007" hervorgeht.

Etwa 17 Prozent sage dagegen das Essen überhaupt nicht zu. Den größten Zuspruch bekamen die Schulköche in Bayern, wo die Gerichte bei 61,5 Prozent der Kinder gut ankamen. Der Stadtstaat Bremen landete nach den Angaben vom Mittwoch auf dem letzten Platz unter sieben erfassten Bundesländern - lediglich rund 31 Prozent fanden dort positive Worte für die warme Mahlzeit. Die Gründe für diese regionalen Unterschiede seien nicht analysiert worden, hieß es.

Für das Kinderbarometer werden seit 2007 vom Institut ProKids in Herten (Nordrhein-Westfalen) regelmäßig 6000 Kinder in den Ländern Baden-Württemberg, Sachsen, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen repräsentativ befragt. Demnach nutzen durchschnittlich 37 Prozent der Kinder und Jugendlichen den Mittagstisch in den Schulen, die Mehrheit werde zu Hause oder anderweitig verpflegt.

Während in Bayern lediglich 34 Prozent der Schüler die Angebote nutzen, sind es in Bremen mehr als die Hälfte der Kinder (54 Prozent). Spitzenreiter bei der Teilnahme ist Sachsen mit 58 Prozent, Schlusslicht NRW, wo nicht mal jedes dritte Kind (31 Prozent) in der Schule Mittag isst.


0.11.2008 | 16:19 Uhr WissenschaftsFORUM Petersberg (PHOENIX): "Zank um das Zappelphilipp-Syndrom - Was tun gegen ADHS?" PROGRAMMHINWEIS für Sonntag, 23. November, 22.30 Uhr

Bonn (ots) - WissenschaftsFORUM Petersberg

"Zank um das Zappelphilipp-Syndrom - Was tun gegen ADHS?"

diskutieren u.a.

Prof. Gerd Lehmkuhl (Direktor Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Uni Köln), Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber (Direktorin Sigmund-Freud-Institut Frankfurt), Dr. Myriam Menter (Vorsit-zende ADHS Deutschland e.V.), Dr. Hans-Joachim Weber (Medizinischer Direktor Lilly Deutschland). Moderation: Nina Ruge.

Zappelphilipp, Wackelpeter, Traumsuse - sie sind anders als andere Kinder. Sie können nicht stillsitzen, nicht aufmerksam sein, sie stören im Unterricht, sind unruhig, rasen manchmal vor Wut oder träumen nur vor sich hin. Diagnose: Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung, kurz: ADHS. Nach Schätzungen sollen etwa 300.000 bis 500.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland betroffen sein. Doch über ADHS besteht eine der größten Kontroversen in der Geschichte der Kinder- und Jugendpsychiatrie,  die Meinungen gehen weit auseinander. Ist ADHS eine Hirnfunktionsstörung, die medikamentös behandelt werden muss? Oder wird kindliches Verhalten pathologisiert? Was sind die Ursachen? Gibt es eine geneti-sche Veranlagung? Und welche Rolle spielen soziale Faktoren und Umweltbedingungen? In den vergangenen 15 Jahren stieg die Zahl der Hyperaktivitätsdiagnosen sprunghaft an. Wie schwer ist eine genaue Diagnose? Werden Verhaltensauffälligkeiten bei Kin-dern oft vorschnell als ADHS bezeichnet? Wo ist die Grenze zwischen gesund und krank? Wie sieht der Alltag mit einem ADHS-kranken Kind aus? Wie kann Kindern, El-tern und Lehrern am besten geholfen werden? Die Verschreibungen von entsprechen-den Medikamenten gegen ADHS steigen sprunghaft an. Was ist die erfolgreichste The-rapie: Medikation, Verhaltenstherapie oder Erziehung?
Diese und weitere Fragen diskutiert Nina Ruge im WissenschaftsFORUM Petersberg mit ihren Gästen.
Wiederholung: Sonntag, 30. November, 13.00 Uhr
Fotos ab 18. November unter: www.ard-foto.de

Pressekontakt:
PHOENIX
PHOENIX-Kommunikation
Ingo Firley
Telefon: 0228 / 9584 195
Fax: 0228 / 9584 198 


Kinder im Dunkeln in Gefahr - Zwischen Oktober bis März verdoppeln sich Fußgängerunfälle von Kindern


10.11.2008 | 10:35 Uhr In den dunklen Monaten steigt für Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, die Gefahr im Straßenverkehr. Laut Unfallstatistik werden von Oktober bis März morgens fast doppelt so viele Schüler verletzt wie im restlichen Jahr, berichtet das "HausArzt-Patientenmagazin". Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kleinen gut zu sehen sind. Helle Kleidung ist bei Dämmerlicht deutlich früher erkennbar als dunkle. Wichtig sind auch Reflektoren an Ranzen, Jacke und Mütze.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

Das "HausArzt-PatientenMagazin" gibt der Deutsche Hausärzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 4/2008 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

Pressekontakt:
Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla(at)wortundbildverlag(dot)de
www.gesundheitpro.de
www.wortundbildverlag.de 


Lernen ohne Angst - Was tun gegen Gewalt an Schulen? Kinderhilfswerk Plan veranstaltet internationale Fachkonferenz in Hamburg

Hamburg - Schulische Gewalt betrifft Mädchen und Jungen auf unterschiedliche Weise. Bei der Bekämpfung der Gewalt wird dieser Tatsache viel zu selten Rechnung getragen. Daher organisiert Plan Deutschland vom 12. bis 14. November 2008 gemeinsam mit der Universität Sussex die internationale Fachkonferenz "Learn Without Fear - Looking at Violence from the Gender Perspective". Auf der hochrangig besetzten Tagung in Hamburg sollen konkrete, gendersensible Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die Jugendlichen, Lehrkräften und anderen Akteuren helfen, schulische Gewalt zu verhindern oder ihr zu begegnen. Prof. Dr. Gesine Schwan, Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, hat die Schirmherrschaft für die Konferenz übernommen.
Wir laden Sie herzlich ein:
Internationale Fachkonferenz "Learn Without Fear - Looking at Violence from the Gender Perspective"

Eröffnung am Mittwoch, dem 12. November 2008, 13 Uhr in der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4 -6 in Hamburg.
Es sprechen: Marianne M. Raven, Geschäftsführerin von Plan Deutschland Peter Daschner, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), Hamburg Prof. Fiona Leach, Professorin für Internationale Bildung der Universität Sussex
Dr. Paulo Sérgio Pinheiro, unabhängiger Experte und Leiter der UN-Studie "Gewalt gegen Kinder" Peter Newell, Leiter der "Global Initiative to End All Corporal Punishment of Children" Katty Nöllenburg, Leiterin des Instituts für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm), Hamburg.

Präventions- und Interventionskonzepte sowie Projektbeispiele gewaltfreien Lernens werden insbesondere am 12. November ab 17:30 Uhr vorgestellt. Am 14. November 2008 um 12:30 Uhr werden die gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen an Carolyn Medel-Añonuevo, stellvertretende Direktorin des UNESCO-Instituts, überreicht. Die Konferenzsprache ist Englisch. Das Programm der Konferenz finden Sie im Internet unter www.learnwithoutfear.de


Deutschlands erstes englischsprachiges International Baccalaureate Internat eröffnet in Potsdam-Babelsberg

Die Berlin Brandenburg International School feiert Eröffnung ihres Internats

Kleinmachnow - Die Berlin Brandenburg International School (BBIS) feiert am 18. November 2008 die offizielle Eröffnung ihres angegliederten Internats. Das Gebäude in Potsdam-Babelsberg bietet derzeit Wohnraum für zehn Schüler aller Nationalitäten im Alter von 12 bis 19 Jahren. Es ist das erste Internat Deutschlands, das ausschließlich Englisch als Unterrichts- und Umgangssprache pflegt und sich bezüglich der Grundlage ihrer Erziehungsmethode auf die Leitlinien der International Baccalaureate Organisation beruft.

Bereits im August dieses Jahres hat das Internat in der Großbeerenstraße seinen Betrieb aufgenommen. Das Besondere an der Heimstätte für die BBIS-Internatsschüler ist die Alltagssprache: Die Kommunikation zwischen den Schülern untereinander und mit ihren Betreuern erfolgt ausschließlich auf Englisch. Bislang wohnen drei Jungen und zwei Mädchen aus Südkorea, Russland, Aserbaidschan und Deutschland in dem Babelsberger Wohnkomplex. Betreut werden sie vom amerikanischen Ehepaar Sarah und Benjamin Parry.

Internatsleiter Whitney Sterling ist stolz auf die modernen Wohnräume, die etwa zwanzig Minuten Fahrzeit vom Schulcampus der BBIS entfernt liegen. Die fünf geräumigen Doppelzimmer mit eigener Dusche und WC, ein Gemeinschaftsraum und ein großzügiger Hof bieten den Schülern eine hochwertige Wohn- und Lernumgebung.

"Die im Internat betreuten Schüler sollen sich zu offenen, toleranten und gefestigten Weltbürgern entwickeln", sagt Whitney Sterling, der acht Jahre lang als Schulleiter des renommierten Landerziehungsheims Odenwaldschule vielfältige Erfahrungen gesammelt hat. Laut Sterling sind dafür auch klare Regeln notwendig. "Eine ganzheitliche Erziehung mit festen Schlaf- und gemeinsamen Essenszeiten sowie Hausaufgabenbetreuung, aber auch Kultur- und Spielabende sind für die Entwicklung der Jugendlichen wichtig. Und mit den Betreuern im Haus sollen sie stets die Gewissheit haben, dass es jederzeit direkte Ansprechpartner für ihre Probleme und Belange gibt."

In zwei bis drei Jahren soll das internationale Internat auf den BBIS-Schulcampus umsiedeln und Wohnraum für bis zu 50 Schüler bieten.

Über die Berlin Brandenburg International School (BBIS)

Die 1990 gegründete internationale Schule auf dem bewaldeten Seeberg in Kleinmachnow unterrichtet auf ihrem zirka 400.000 Quadratmeter großen Campus derzeit 650 Schüler aus 50 unterschiedlichen Nationen. Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 19 Jahren erfolgt gemäß dem Lehrplan der International Baccalaureate (IB) Organisation. Sie schließt mit dem IB Diplom ab, welches weltweit zum Studium an Universitäten und Hochschulen berechtigt. Seit August 2008 ist der englischsprachigen BBIS ein Internat in Potsdam-Babelsberg angegliedert.

Pressekontakt:

Ann-Kathrin Schink
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Warum Mittagsschlaf so wichtig ist: Die Zeitschrift ELTERN berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Tagesruhe für Kinder

München 14. Oktober 2008 - Brauchen Kinder einen Mittagsschlaf? Diese Frage wird immer wieder heiß diskutiert. Die Zeitschrift ELTERN bringt in ihrer neuen Ausgabe (ab morgen im Handel) den aktuellsten Stand der Wissenschaft auf den Punkt.

Ja, die Mittagsruhe ist wichtig, weil sie wie ein Lebenselixier wirkt, beantworten Experten die strittige Frage: Kleine Kinder sind täglich neuen Eindrücken ausgesetzt - in den Schlafpausen erholen sie sich davon und verarbeiten den Input. "Im Schlaf wird das Gelernte so lange wiederholt, bis es sich fest verankert hat", so der Regensburger Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley. Zusätzlich hilft der Mittagsschlaf beim Wachsen, denn im "Standby-Betrieb" schüttet der Körper ein Wachstumshormon aus.

Auch auf die Frage, ob der Mittagschlaf immer zur gleichen Zeit stattfinden sollte, antworten die Experten mit Ja: Ein geregelter Tagesablauf tut kleinen Kindern gut und reguliert am Ende auch den Nachtschlaf, dieser wird so immer zuverlässiger.

Bei der Dauer des Mittagsschlafes kommt es ganz auf das eigene Kind an. Denn es gibt enorme individuelle Unterschiede, wie aktuelle Studien belegen. Die Durchschnittswerte: bei einem sechs Monate alten Kind etwa dreieinhalb Stunden Schlaf, bei einem Einjährigen zweieinhalb Stunden, mit eineinhalb Jahren zwei Stunden. Aber: Abweichungen von bis zu zwei Stunden sind normal. Wichtig ist, dass der Tagschlaf zum Nachtschlaf passt. Wenn Eltern feststellen, dass ihr Kind nachts schlechter schläft, dauert die Mittagsruhe eventuell zu lange.

Und in welchem Alter sollte Schluss sein mit dem Mittagsschlaf? In der Regel im vierten Lebensjahr. Aber auch hier sind Unterschiede normal - manche brauchen das Nickerchen schon mit zwei nicht mehr, andere sind noch im Kindergartenalter dankbar.


Jedes 4. Kind in Deutschland wird therapiert Meistens beginnen die Behandlungen, kurz bevor es mit der Schule losgeht. Dabei sind sie häufig unnötig, berichtet HEALTHY LIVING in der aktuellen Ausgabe

Hamburg 15.10.2008  Kinderkrankheiten sind heute weniger Masern, Mumps und Röteln, die Probleme heißen Verhaltensauffälligkeit, Aufmerksamkeitsstörung, Ess-Störung und Entwicklungsverzögerung. Laut Kinder- und Jugendgesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts sind 17,8 Prozent der Jungen im Alter bis zu 17 Jahren verhaltensauffällig oder haben emotionale Probleme, bei den Mädchen sind es 11,5 Prozent. Im Alter bis zu acht Jahren ist ein Viertel aller deutschen Kinder in Therapie, berichtet das Gesundheitsmagazin HEALTHY LIVING in der aktuellen Ausgabe (ab heute im Handel).

Besonders kurz bevor die Schule losgeht, steigt die Nachfrage bei Lern-, Sprach-, Ergo- oder Legasthenie-Therapeuten rasant: Anlass sind die Eingangsuntersuchungen. Schulärzte stufen je nach Bundesland zwischen 17 und 33 Prozent der Kinder als sprachauffällig ein. Wobei es insgesamt stark vom Bundesland abhängt, wie viele Kinder therapiert werden: In Schleswig-Holstein und Sachsen zählten gesetzliche Krankenkassen 2006 zum Beispiel doppelt so viele ergotherapeutische Verordnungen wie in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Bremen.

Zu den Hintergründen des Therapie-Booms sagt Prof. Harald Bode, Vorsitzender der Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin, in HEALTHY LIVING: "Eltern wollen die besten Berufschancen für ihr Kind. Viele haben nur eines, in das sie alle Hoffnungen projizieren. Der Druck, dass ein Kind erfolgreich werden soll, ist enorm."

Dennoch raten Experten dringend, bei Verhaltensauffälligkeiten erst einmal gelassen zu bleiben und das Kind zu beobachten. Denn die Unterschiede in der Entwicklung sind riesig, erklärt Prof. Richard Michaelis von der Uni-Kinderklinik Tübingen: "Ob Zweijährige nur zehn Worte beherrschen oder 350, liegt im Bereich der Normalität. Die Annahme, Entwicklung gehe Schritt für Schritt vor sich, ist falsch. Genau wie die Meinung, alle Kinder, die in die erste Klasse kommen, müssten das Gleiche können!"

Eine Therapie ist dann sinnvoll, wenn beispielsweise ein zweijähriges Kind beim Laufen ständig hinfällt, ein fünfjähriges nicht mit der Schere ausschneiden kann, ein siebenjähriges große Probleme mit Buchstaben und Zahlen hat. Aber bevor verunsicherte Eltern selbst Entscheidungen treffen, sollte generell der Kinderarzt die erste Anlaufstelle sein - bei den Vorsorgeuntersuchungen U1 bis U9 sieht er das Kind bis zum fünften Lebensjahr jährlich und kann so wirkliche Defizite am besten erkennen.


Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Millionen Frauen: Kommission schlägt längeren Mutterschaftsurlaub bei besseren Bedingungen vor

Millionen Frauen in ganz Europa werden Anspruch auf längeren Mutterschaftsurlaub bei besseren Bedingungen haben, wenn der Vorschlag verwirklicht wird, den die Europäische Kommission heute vorgestellt hat. Mit einem weiteren Vorschlag soll auch die Lage selbständiger Frauen verbessert werden, die — auf freiwilliger Basis — Anspruch auf Mutterschaftsurlaub erhalten sollen. Die beiden Initiativen sind Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem angestrebt wird, es allen Europäerinnen und Europäern leichter zu machen, Beruf und Privatleben zu vereinbaren. Die Vorschläge der Kommission, die nun dem Europäischen Parlament und den Regierungen der Mitgliedstaaten zur Diskussion vorgelegt werden, dienen der Aktualisierung und Verbesserung bestehender EU-Rechtsvorschriften. Inzwischen haben auch die europäischen Sozialpartner Verhandlungen mit dem Ziel aufgenommen, andere Formen des Urlaubs aus familiären Gründen, etwa den Elternurlaub, zu verbessern.
„Das Jonglieren zwischen Beruf, Familie und Privatleben stellt Millionen Europäerinnen und Europäer vor große Herausforderungen“, erklärte Vladimír Å pidla, der für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit zuständige Kommissar. „Kinder zu bekommen kostet Frauen allzu oft ihr Einkommen, verbaut allzu oft ihre beruflichen Aufstiegschancen. Nur 65,5 % der Frauen mit Kindern gehen einer Erwerbstätigkeit nach, aber 91,7 % der Männer. Unsere Vorschläge zur Verbesserung des Mutterschaftsurlaubs werden den Frauen helfen, Berufstätigkeit und Familie zu vereinbaren, und damit ihre Lebensqualität und die ihrer Familien verbessern. Sie sollten auch dazu beitragen, die Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen zu erhöhen, und helfen, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen: es ist in der Tat so, dass Staaten mit hoher Frauenbeschäftigungsquote auch höhere Geburtenraten aufweisen.“

Bessere Bedingungen beim Mutterschaftsurlaub

Der Kommissionsvorschlag zum Mutterschaftsurlaub (mit dem die bestehende Richtlinie 92/85/EWG aus dem Jahr 1992 geändert werden soll) sieht vor, die Mindestdauer von 14 auf 18 Wochen anzuheben; außerdem wird empfohlen, den Frauen während des Mutterschaftsurlaubs 100 % ihres Arbeitsentgelts zu zahlen; allerdings wird den Mitgliedstaaten die Möglichkeit eingeräumt, eine Obergrenze in Höhe des Krankengelds festzusetzen. Ferner werden die Frauen flexibler darüber entscheiden können, wann sie den nicht obligatorischen Teil des Mutterschaftsurlaubs in Anspruch nehmen (vor oder nach der Geburt), sie werden also nicht mehr gezwungen sein, einen bestimmten Teil vor der Geburt zu nehmen, wie dies derzeit in einigen Mitgliedstaaten der Fall ist. Auch der Kündigungsschutz soll verstärkt werden, ebenso das Recht, nach dem Mutterschaftsurlaub an den gleichen oder einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Schließlich sollen die Frauen das Recht erhalten, nach Ende des Mutterschaftsurlaubs den Arbeitgeber um flexiblere Arbeitszeitgestaltung zu ersuchen; allerdings soll der Arbeitgeber das Recht haben, das Ersuchen abzulehnen.

Mehr Rechte für selbständig erwerbstätige Frauen

Der Vorschlag über selbständige Frauen sieht vor, dass diese ebenso wie abhängig Erwerbstätige, allerdings auf freiwilliger Basis, Mutterschaftsurlaub nehmen können (damit wird die Richtlinie 86/613/EWG aufgehoben). Gleichzeitig sollen Ehepartner und Lebenspartner (soweit nach innerstaatlichem Recht anerkannt), die auf informeller Basis in kleinen Familienbetrieben, etwa einem Bauernhof oder einer Arztpraxis, tätig sind (so genannte „mitarbeitende Ehepartner“), auf eigenen Antrag Zugang zur Sozialversicherung erhalten, und zwar unter mindestens den gleichen Bedingungen, wie sie für selbständige Erwerbstätige gelten.

Weitere Maßnahmen für eine bessere Work-Life-Balance

Als Teil dieses Gesamtpakets hat die Kommission heute auch einen Bericht über das Kinderbetreuungsangebot in der Europäischen Union und über die Fortschritte vorgelegt, die die einzelnen Mitgliedstaaten bei der Erfüllung der von den EU-Staats- und Regierungschefs 2002 in Barcelona festgelegten Vorgaben erzielt haben (siehe IP/08/1449). Am 17. September 2008 nahmen die europäischen Sozialpartner Verhandlungen über den Elternurlaub mit dem Ziel auf, die bestehenden EU-Vorschriften (Richtlinie 96/34/EG) zu überarbeiten, die ihrerseits auf einer von den europäischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern abgeschlossenen Rahmenvereinbarung basieren. Angestrebt wird ein Abschluss der Verhandlungen binnen neun Monaten.

Längerfristig möchte die Kommission auch die Bedingungen für andere Formen des Urlaubs aus familiären Gründen verbessern, etwa Vaterschaftsurlaub (ein dem Vater zustehender kurzer Urlaub um den Geburts- oder Adoptionstermin), Adoptionsurlaub (ein dem Mutterschaftsurlaub ähnlicher Urlaub bei Adoption eines Kindes) und Urlaub zur Pflege betreuungsbedürftiger Familienangehöriger.

Die nächsten Schritte

Beide Vorschläge werden im Mitentscheidungsverfahren vom Europäischen Parlament und von den Mitgliedstaaten im Rat (qualifizierte Mehrheit) erörtert, und es steht zu hoffen, dass im Laufe des Jahres 2009 eine Einigung erzielt werden kann. Anschließend hätten die EU-Staaten zwei Jahre Zeit, um die neuen Rechtsvorschriften in innerstaatliches Recht umzusetzen.

Quelle: Pressemitteilung der EU


D21-Exzellenzprojekt stellt erste Ergebnisse der Lehrerfortbildungen vor und gibt Empfehlungen zum Einsatz neuer Medien im Unterricht.


Berlin, 17. September 2008 — Bildung ist in diesem Jahr „Chefsache“; der nationale Bildungsgipfel steht bevor. Eine einmalige Chance, die Weichen für das deutsche Bildungssystem auf „Zukunft“ zu stellen. Ohne eine verstärkte Nutzung digitaler Medien wird dies jedoch nicht gelingen: Zwei Drittel der deutschen Schüler arbeitet weniger als zwei Schulstunden in der Woche am Computer und nur 32 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer wird die Note „gut“ oder „sehr gut“ beim Umgang mit den Neuen Medien bescheinigt (siehe PISA 2006 und IT-Fitness-Studie). Es besteht demnach ein dringender Nachholbedarf beim Einsatz von Computern und Internet als Lernwerkzeuge im Unterricht, soll die Bildungsrepublik Realität werden.

Mit dem Exzellenzprojekt „Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!“ hat sich die Initiative D21 in Zusammenarbeit mit den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hessen und Sachsen und den Partnern Intel, Oracle sowie weiteren Unternehmen (u.a. Fujitsu Siemens Computers, O2, Air Berlin, Die Zeit) dieser Herausforderung gestellt. In speziellen Workshops wurden ausgewählte Referendarinnen und Referendare, die bereits über erste Erfahrungen bei der schulischen Nutzung von Neuen Medien verfügten, weiter qualifiziert und die Ergebnisse über einen Blog (www.blog.initiatived21.de) zum bundesweiten Austausch veröffentlicht.

„Wir sind uns der Herausforderung für den Standort Deutschland sehr bewusst und haben deswegen gehandelt: Mit dem D21-Projekt ‚Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft’ wollen wir aufzeigen, wie Informations- und Kommunikationstechnologie sinnvoll im Unterricht eingebettet werden kann. Damit unterstützen wir die derzeitige Lehrerausbildung in wichtigen Zukunftsfragen“, so Hannes Schwaderer, Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der Intel GmbH.

Ergebnisse zeigen Erwartungen des Lehrernachwuchses
Die ersten Ergebnisse aus den Workshops zeigen die Erwartungen der Referendarinnen und Referendare an die zukünftige Ausbildung und Praxis: Junge Lehrende sind davon überzeugt, dass Neue Medien in den Unterricht voll integriert werden müssen, um für Schüler und Eltern als pädagogische „Wissensmanager“ in der Informationsgesellschaft glaubwürdig zu bleiben. Auch der Einsatz von geeigneten Lehr- und Lernplattformen (Stichwort: Web 2.0) zum Umgang mit vernetzten Inhalten und die dafür notwendige Lockerung curricularer Standards beschäftigt die Nachwuchslehrer stark. Zudem empfinden viele die bisherige zentrale Anschaffung und Wartung bzw. die separate Nutzung von IT-Hardware in „Computerräumen“ als Hindernis für einen optimalen Einsatz neuer Medien. Hier gilt es Lebenswelten zu verbinden und die sehr gute private IT-Ausstattung sowie die oft selbstständig erlernten IT- Kompetenzen von Schülern in Deutschland für Schule und Unterricht zu berücksichtigen.

Der Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, sieht die Ergebnisse positiv: „Ich bin der Initiative D21 und allen Beteiligten, die dieses Projekt zu einem Erfolg haben werden lassen, außerordentlich dankbar. Es entspricht in seiner Zielrichtung genau meinen Intentionen, den Einsatz der Digitalen Medien im Unterricht der Berliner Schulen zu intensivieren. Mit unserem „eEducation Berlin Masterplan“ sind wir dabei bereits auf einem guten Weg. Ich bin auch der festen Überzeugung, dass wir die individuelle Verfügbarkeit der Technik, aber auch der Lernangebote, voranbringen müssen. Es muss künftig möglich sein, dass mehr Bildungsangebote im Netz bereitgestellt werden. Ich hoffe und wünsche mir, dass die Initiative D21 und ihre Partner die Bildung in Deutschland bei diesem ehrgeizigen Ziel unterstützen.“

Die Initiative D21 hat mit dem Exzellenzprojekt die Möglichkeiten zum Einsatz von Neuen Medien im Unterricht aufgezeigt und hofft, dass weitere öffentliche und private Partner da-zustoßen werden, um die Potenziale der Lehr- und Lernenden mittels neuer Technologien zur maximalen Entfaltung zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Projektblog: www.blog.initiatived21.de oder unter:  www.initiatived21.de 


Bundestag beschließt Rechtsanspruch auf Kleinkind-Betreuung

AP - Freitag, 26. September, 11:32 Uhr Berlin (AP) 750.000 Betreuungsplätze für die Kleinsten: Gegen die Stimmen der Opposition hat der Bundestag am Freitag das Kinderförderungsgesetz verabschiedet. Es verschafft unter Dreijährigen von 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Platz in der Krippe oder bei einer Tagesmutter. Familienministerin Ursula von der Leyen sprach von einem Meilenstein für mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Bildung. Die Opposition kritisierte das angekündigte Betreuungsgeld, dass die CSU in der Koalition durchgesetzt hat.

Von der Leyen sagte, die Kommunen hätten einen steilen Weg vor sich, um den Ausbau bis 2013 zu schaffen. Sie bedauerte, dass vier Bundesländer bislang private Einrichtungen aus der staatlichen Förderung ausschließen wollten. Aber der Rechtsanspruch komme. «Die Kommunen, die dann nicht vorbereitet sind, die straft dann bekanntlich das Leben».
Heute hätten erst 15,5 Prozent aller unter Dreijährigen in Deutschland einen Betreuungsplatz. Mit 41 Prozent liegen demnach die ostdeutschen Länder weit vor den westdeutschen Länder mit 9,9 Prozent. Ein Rechtsanspruch auf Betreuung für unter Dreijährige sei vor zwei Jahren fast undenkbar gewesen. Das Gesetz sei «ein Riesenerfolg, und wir können stolz darauf sein,» sagte von der Leyen.
Der Bund beteiligt sich mit vier Milliarden Euro, wovon 2,15 Milliarden Euro für Investitionskosten bereits seit Jahresanfang abrufbar sind. Festgeschrieben wird die Bereitstellung von 1,85 Milliarden Euro für Betriebskosten bis 2013. In den folgenden Jahren gibt der Bund für diese Kosten 770 Millionen Euro jährlich.

SPD musste «Kröte» Betreuungsgeld schlucken

Von der Leyen kündigte an, die Bundesregierung wolle Qualifizierungsstandards für Erzieher, Betreuer und Tagesmütter festlegen und darüber auf dem Bildungsgipfel am 22. Oktober sprechen. Vor allem der Beruf der Tagesmutter müsse attraktiver werden, eine Grundqualifikation und die Bezahlung müsse geregelt werden. «Denn die Tagesmutter muss raus aus dem Schwarzmarkt». SPD-Abgeordnete machten in der 90minütigen Debatte ihren Widerstand gegen das Betreuungsgeld klar, das Familien bekommen sollen, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen. Allerdings definiert das Gesetz nicht die Höhe der Leistung. Marlene Rupprecht sprach von einer «Kröte», die die SPD in der Großen Koalition habe schlucken müssen.

Viele Abgeordnete von FDP, Grünen und Linker kritisierten, dass der Ausbau der Betreuung erst 2013 abgeschlossen sein müsse. Für Familien, die heute kleine Kinder hätten, komme er spät. Die Grünen-Abgeordnete Politikerin Krista Sager nannte es fatal, dass der Rechtsanspruch sich nicht auf einen Ganztagsplatz beziehe. Eine alleinerziehende Mutter könne nicht Vollzeit arbeiten, wenn sie ihr Kind nur fünf Stunden lang betreuen lassen könne. Als «Frühförderungsabschreckungsprämie» lehnte sie das Betreuungsgeld ab. Die Abgeordnete der Linken Diana Golze bemängelte, die vom Bund zugesagten vier Milliarden Euro reichten nicht aus. Es sei zu befürchten, dass die Kommunen die Rechnung begleichen müssen.
Als einziger Mann in der Debatte warb der CSU-Politiker Johannes Singhammer für das Betreuungsgeld. 70 Prozent der Familien in Deutschland wollten diese Leistung. Das Betreuungsgeld habe viel zu tun mit Wahlfreiheit und Kindeswohl. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

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Schon in Kita und Vorschule Verantwortung für Welt entdecken

18.09.2008 | 15:00 Uhr Hamburg (ots) - Umweltstiftung Save Our Future startet Modellprojekt in Hamburg - DBU fördert mit 120.000 Euro

Klimawandel und Ressourcenengpässe sind Herausforderungen, denen sich heutige und zukünftige Generationen stellen müssen. Um sie erfolgreich meistern zu können, bedarf es Kompetenzen wie vorausschauendem Denken, Weltoffenheit, Kreativität, Toleranz und Problemlösungsstrategien. Mit 'KITA21 - Die Zukunftsgestalter' startet die S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung (Hamburg) ein Modellprojekt, das diese Kompetenzen bereits bei Kindern auf spielerische Weise fördern soll. "KITA21 leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Wir möchten Kitas und Vorschulen motivieren, lebendige Bildungsprojekte umzusetzen, in denen Kinder entdecken, dass sie ihre Welt verantwortungsvoll mitgestalten können", beschreibt Ralf Thielebein-Pohl, Geschäftsführer der S.O.F., das Projektziel.

KITA21 ist ein Pionierprojekt mit bundesweitem Modellcharakter und wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 120.000 Euro unterstützt. "KITA21 nutzt den natürlichen Forscherdrang der Kinder und lenkt ihn in nachhaltige Bahnen - das macht Spaß und ist lebensnah. Ein Konzept, das wir gerne fördern!", sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.

KITA21 unterstütze Bildungsprojekte, bei denen die Lebenswelt der Kinder im Mittelpunkt stehe, so Thielebein-Pohl. Beim Erforschen alltäglicher Dinge wie Ernährung, Wasser, Energie oder Kultur würden sie ermuntert "über den Tellerrand" zu schauen. Dabei entdeckten die kleinen Zukunftsgestalter spielerisch, dass sie ein Teil dieser Welt seien, auf sie einwirkten und damit auch Verantwortung trügen.

Hinter KITA21 steht eine breite Allianz: Die großen Träger und Verbände der Hamburger Kita-Szene sowie Senatorin Anja Hajduk (Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) und die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz unterstützen das Projekt. Die S.O.F. stellt KITA21 heute in Hamburg der Öffentlichkeit vor. Über 200 pädagogische Fachkräfte und Interessierte werden zusammen kommen, um sich darüber zu informieren, wie sie bei der Durchführung von Bildungsprojekten zur nachhaltigen Entwicklung durch KITA21 unterstützt und als Zukunftsgestalter ausgezeichnet werden können. Die Pilotphase beschränkt sich zunächst auf den Großraum Hamburg. Es ist jedoch vorgesehen, das Auszeichnungsverfahren in den folgenden Jahren auf weitere Bundesländer auszuweiten. Kitas und Vorschulen können sich unter www.kita21.de informieren und bis zum 5. Januar anmelden.

http://www.dbu.de/

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:Meike Wunderlich S.O.F. Save Our Future - Umweltstiftung Telefon:  040/240600Mobil:    0163/6786207Telefax:  040/240640E-Mail: wunderlich@save-our-future.dewww.save-our-future.dewww.kita21.de


Zum dritten Mal hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) PreisträgerInnen der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe sowie die Teilnehmer der internationalen Wissenschaftsolympiaden geehrt.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat heute in Berlin gefordert, die zentrale Bedeutung der Talentförderung für die Gesellschaft noch stärker im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. "Unser Ziel ist es, Deutschland zu einer Talentschmiede zu machen", so die Bundesbildungsministerin in ihrer Rede zum Tag der Talente. Jeder einzelne solle seine Fähigkeiten und Talente voll entfalten können. Nachholbedarf sieht die Ministerin bei den Frauenanteilen in den MINT-Berufen. "Es ist mir ein besonderes Anliegen, jungen Frauen die Angst vor den Natur- und Technikwissenschaften zu nehmen und sie für ein solches Studium zu gewinnen."

Zum dritten Mal hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Preisträgerinnen und Preisträger der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe sowie die Teilnehmer der internationalen Wissenschaftsolympiaden geehrt. Rund 300 Jugendliche, die bei den Bundeswettbewerben wie beispielsweise "Jugend forscht" oder dem Bundeswettbewerb Mathematik ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis gestellt haben, sind auf Einladung des Bundesbildungsministeriums nach Berlin gekommen. Schavan betonte den großen Erfolg der Wettbewerbe. "In den vergangenen Jahrzehnten haben über vier Millionen Schülerinnen und Schüler an den Talentwettbewerben teilgenommen. Das BMBF unterstützt gemeinsam mit den Ländern seit mehr als 20 Jahren viele bundesweite Wettbewerbe im Bildungswesen. Derzeit stehen sechs Millionen Euro pro Jahr für die Wettbewerbe zur Verfügung. Die Unterstützung der vom BMBF finanzierten Begabtenförderungswerke ist seit 2005 um 40 Prozent auf rund 113 Millionen Euro gestiegen. Für 2009 ist eine weitere Steigerung der Mittel vorgesehen.

Das BMBF veranstaltet den Tag der Talente seit 2006. Der Tag soll den Dialog zwischen Experten aus Politik, Bildung und Wissenschaft und den Nachwuchstalenten voranbringen. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Begabtenförderung und zu beruflichen Chancen.