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Grundschule

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Die Grundschule ist für alle Kinder gemeinsame Grundstufe des Bildungswesens und umfasst die ersten vier Schuljahre. Sie wird von allen Kindern besucht und bereitet durch die Vermittlung von Grundkenntnissen auf den Besuch weiterführender Schulen vor. Der Unterricht umfasst neben der Einführung in das Lesen und Schreiben der Muttersprache den sog. Sachunterricht.

Sie hat die Aufgabe,

  • alle Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeiten gleichermaßen umfassend zu fördern,
  • grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form so zu vermitteln, dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler angepasst sind,
  • durch fördernde und ermutigende Hilfe zu den systematischeren Formen des Lernens allmählich hinzuführen und damit die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn zu schaffen,
  • die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler zu erhalten und weiter zu fördern.

Nach der Grundschule

In Deutschland werden bis heute in fast allen Bundesländern zum Ende der 4. Klasse Entscheidungen über die weiterführenden schulischen Laufbahnen von Kindern getroffen. Für Eltern verbindet sich damit eine verantwortungsvolle Entscheidung, denn schließlich werden mit der Wahl der Schulart und der dort zu erwerbenden Schulabschlüsse auch Zukunftschancen für das eigene Kind festgelegt.

Eine Problematik des Übergangs liegt im zunehmenden Bildungsehrgeiz der Eltern. Die Schullaufbahnentscheidung orientiert sich nicht mehr alleine an Erfahrungen, Bildern und Vorstellungen von Begabungen und Leistungsprofilen der abgehenden Grundschulkinder, sondern ist mehr denn je auch Vorentscheidung für Lebenschancen, Lebensqualität und Zuweisung eines Platzes im Sozialgefüge der bundesdeutschen Gesellschaft. Bei der Schullaufbahnentscheidung ist deshalb möglicherweise auch die Angst bei den Eltern gewachsen, mit einer einmal getroffenen Schulwahl dem eigenen Kind Chancen zu verstellen.

Für die Eltern bleibt also der Druck, eine Übergangswahl zu treffen, die möglicherweise auch als verfrüht wahrgenommen wird. Zudem bleiben weitere Fragen offen:

  • Welche weiterführende Schule - Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule - ist für das eigene Kind geeignet?
  • Welche Lernmöglichkeiten findet es dort?
  • Wird es die Forderung und Förderung finden, die es benötigt?
  • Trifft es auf verständnisvolle Lehrerinnen und Lehrer?
  • Ist die Schule erreichbar, sind soziale Kontakte zu Mitschülerinnen und Mitschülern auch außerhalb der Schule möglich?
  • Welche finanziellen Belastungen verbinden sich mit einer Schullaufbahn, die eine Sekundarstufe II einschließt?

Diese und ähnliche Fragen bewegen Eltern, ähnliche und andere aber auch die Kinder selbst.

Dass Kinder wie Eltern in einer Phase, die nebst neuen Erfahrungen auch Krisen hervorbringen wird, nicht allein gelassen werden dürfen mit ihren Überlegungen zur Frage des Übergangs, liegt auf der Hand. Lehrerinnen und Lehrer sowohl der abgebenden Grundschule als auch der weiterführenden Schule sind nun als Beraterinnen und Berater gefordert.

Zudem ist es hilfreich, wenn gerade auch Eltern die gewünschte Schulart oder - besser noch - die konkrete Schule (bzw. Schulen) vor Ort, um die es im Einzelfall geht, einer näheren Inspektion unterziehen.

  • Welchen Bildungsauftrag nehmen Haupt- und Realschule (bzw. deren ländertypische Äquivalente) sowie Gymnasium und Gesamtschule wahr?
  • Wo und wann sind spätere Wechsel möglich?
  • Wie sind die jeweiligen Anforderungen einzuschätzen?
  •  Mit welchen Unterrichtsmethoden wird vorrangig gearbeitet?
  • Welche Förderungsmöglichkeiten und schulischen Angebote findet das Kind vor?
  • Welches Schulprofil weist die Schule aus?
  • An welchen Schwerpunkten der Schulentwicklung arbeitet sie?