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Gymnasium

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Gymnasien sind weiterführende, allgemeinbildende Schulen, die im Regelfall 8 (Klassenstufen 7 bis 12) Klassenstufen umfassen. Es gibt außerdem "Gymnasien in Aufbauform", deren Besuch im Allgemeinen den Realschulabschluss voraussetzt. Das Abschlusszeugnis des Gymnasiums (= Allgemeine Hochschulreife) gilt als Befähigungsnachweis zum Studium an allen Hochschulen. Der Unterricht soll zur Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen anleiten und zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken führen.

Der Unterricht in der Sekundarstufe I wird in folgenden Fächern und Lernbereichen erteilt:

  • Deutsch
  • Gesellschaftslehre (Geschichte, Politik, Erdkunde)
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie)
  • Englisch
  • Zweite Fremdsprache
  • Kunst, Musik
  • Religionslehre
  • Sport

Englisch wird ab Klasse 5 als erste Fremdsprache fortgeführt. Die Schule kann ab Klasse 5 außerdem eine andere moderne Fremdsprache oder Latein anbieten. Ab der Klasse 6 wird eine zweite Fremdsprache unterrichtet; dies kann eine weitere moderne Fremdsprache oder Latein sein. In manchen Schulen besteht auch die Möglichkeit, bereits in Klasse 5 neben Englisch mit der zweiten Fremdsprache zu beginnen.

Abschlüsse der Sekundarstufe I

Am Gymnasium können bis zur Klasse 10 alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:

  • ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Abschluss
  • ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertigerAbschluss
  • der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) nach Klasse 10.

Außerdem kann die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums, der Gesamtschule oder entsprechender vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs erreicht werden.

Ganztagsschule

Einige Gymnasien werden als Ganztagsschulen geführt. Sie bieten ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, zusätzlich an drei oder vier Nachmittagen der Woche bis 16.00 Uhr in der Schule zu lernen, zu arbeiten und Angebote zur sinnvollen Freizeitgestaltung anzunehmen. Das schließt zusätzliche Fördermaßnahmen sowie Hilfe bei der Erledigung der Hausaufgaben ein.
Andere Gymnasien bieten ihren Schülerinnen und Schülern eine Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen an.

Gymnasiale Oberstufe

Im verkürzten Bildungsgang gehen die Schülerinnen und Schüler mit der Versetzung nach Klasse 10 in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe über, die in der zweijährigen Qualifikationsphase (Jahrgangsstufe 11 und 12) fortgesetzt wird. Im 13- jährigen Bildungsgang umfasst die Oberstufe die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Nach erfolgreichem Abschluss des Bildungsganges sowie bestandener Abiturprüfung haben die Schülerinnen und Schüler die Allgemeine Hochschulreife erworben.

Bezeichnungen der Jahrgangsstufen

An den deutschen Gymnasien wurden traditionell die Jahrgangsstufen 5 bis 13 (bzw. 12) des Gymnasiums mit absteigenden lateinischen Zahlwörtern bezeichnet.

  • Sexta (unterste Jahrgangsstufe = 5)
  • Quinta
  • Quarta
  • Untertertia und Obertertia
  • Untersekunda und Obersekunda
  • Unterprima und Oberprima (letzte Jahrgangsstufe= 13)

Zulassung

In den meisten Bundesländern entscheiden die Eltern über den Besuch der weiterführenden Schule. Eltern entscheiden sich häufig gegen die Grundschulempfehlung (30 Prozent senden ihre Kinder an eine höheren Schulform, 15 Prozent auf eine niedrigere Schulform.