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Schulwahl

Gegen Ende der Grundschulzeit keimen Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen bei Eltern bezüglich des weiteren Schulweges Ihres Kindes. Hier beginnt der schwierige Prozess der Wahl des Schultyps, der mit zunehmender Regelmentierung durch einzelne Länderregelungen stark eingeschränkt wird. Hier geben die erreichten Noten vor, welcher Schultyp für da jeweilige Kind in Frage kommt. Dennoch gibt es die Möglichkeit für die Eltern Einspruch gegen diese Vorgabe zu erheben. Als Folge muß das Kind in einen mehrtägigen Probeunterricht und sich "beweisen". In einigen Bundesländern besteht nach wie vor die freie Wahl des Schultyps für die Eltern. Einen Überblick über das deutsche Schulsystem mit seiner Komplexität erhalten Sie unter Schulsystem. Ist die Entscheidung erst einmal für einen Schultyp gefallen, dann steht noch die Wahl der richtigen Schule innerhalb der Stadt oder des Kreises bevor. Hier finden Sie ein paar wichtige Tips hierzu >>> Wahl der Schule.

Bild der Eltern

An dieser zukunftsträchtigen Entscheidungssituation ergibt sich ein Bild für die Eltern von Ihrem Kind. Die Eltern sehen ihr Kind in einer besonderen Art und Weise. Sie haben bestimmte Vorstellungen von seiner Leistungsfähigkeit und entwickeln Wünsche und Erwartungen, wie der Weg ihres Kindes aussehen sollte. Wenn Eltern an ihr Kind denken,

  • sehen sie es als Einzelwesen in ganz bestimmten Situationen
  • wollen sie, dass ihr Kind es einmal besser hat im Leben als sie selbst
  • geschieht dies oft auf der Grundlage eigener negativer Schulerfahrungen
  • sind sie in aller Regel davon überzeugt, dass ihr Kind mehr leisten könnte
  • sehen sie es manchmal als "Opfer" der Verhältnisse in der Schule ("Mein Sohn musste in einer unruhigen und schlecht geführten Klasse lernen")
  • denken sie auch an ihnen bekannte Kinder, die trotz fehlender Empfehlung die Realschule oder das Gymnasium erfolgreich durchlaufen haben.

Bild der Lehrer

Im Vergleich mit den Eltern setzen die Pädagogen andere Akzente und nehmen andere Haltungen ein. Sie

  • sehen das Kind vorwiegend in Gruppensituationen
  • erleben und beurteilen das Kind im Vergleich zu den anderen in der Klasse und zu anderen Jahrgängen
  • kennen die Anforderungen der weiterführenden Schulen
  • wissen, wie die Leistungen zustande gekommen sind
  • kennen die Schicksale von so genannten "Schulversagern" und deren leidvolle Schullaufbahnen.

Wenn es um weit reichende Entscheidungen geht, wie zum Beispiel Festlegung der Schullaufbahn oder Schulwechsel, sollten Eltern und Lehrer nicht nur an später denken: "Später bist du mir einmal dankbar..." Die vorrangigen Fragen müssten sein: Was ist heute für das Kind wichtig und förderlich, damit es Erfolg haben kann? Wie kann ich heute dazu beitragen, dass es Leistungsstolz und Selbstsicherheit entwickelt?