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Wirtschaft in Schule

Dass grundlegende Wirtschaftskenntnisse zum Rüstzeug gehören, das Jugendliche für ihre berufliche und private Zukunft brauchen, ist unbestritten. Bei der Vermittlung diesesWissens in der Schule hapert es allerdings noch. Es gibt keinen kontinuierlich und systematisch aufeinander aufbauenden Wirtschaftsunterricht. Auch im GlobalEntrepreneurshipMonitor 2007 (GEM), der Gründungsaktivitäten international analysiert, wird zumwiederholten Male darauf hingewiesen, dass es im deutschen Schulsystem an der Vermittlung grundlegender wirtschaftlicher Kenntnisse mangelt.

Eine Studie im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Banken (2006), die Jugendliche und
junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren befragte, zeigt ebenfalls deutlich, dass esmit demWirtschaftswissen nicht sehr weit her ist. Schon bei einfachen wirtschaftlichen Sachverhalten müssen viele Jugendliche passen: So können nur vier von zehn Jugendlichen erklären,was eine „Inflationsrate“ ist. Auch beim Prinzip von „Angebot und Nachfrage“ zeigen sich Lücken. Nur jeder Dritte ist in der Lage, dies annähernd richtig zu umschreiben. Und fast jeder zweite Jugendliche (46 Prozent) kann mit dem Begriff der „Sozialen Marktwirtschaft“ nichts anfangen. Andererseits sind junge Leute an wirtschaftlichen Themen interessiert und wollen wissen, wie Wirtschaft funktioniert.

Knapp drei Viertel der Befragten bestätigen, dass Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge für sie „wichtig“ oder „sehr wichtig“ sind. Für immerhin 80 Prozent sollte in der Schule die Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge eine größere Rolle spielen. Dazu kommt, dass Unternehmen heute und künftig sowohl von fachlich qualifizierten als auch leistungsfähigen, flexiblen und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern abhängig sind. Schlüsselqualifikationen sind Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Teamarbeit und Kreativität sowie unternehmerisches Denken und Handeln.

Sie sind sowohl für die Ausbildung als auch für das spätere Berufsleben und damit auch für die Zukunft der Jugend von grundlegender Bedeutung. Schulen und Unternehmen Die Vermittlung der genannten Schlüsselqualifikationen ist dabei nicht allein Aufgabe der Schule. In der Zusammenarbeitmit Schulen vor Ort nutzen heute schon viele Unternehmen die Möglichkeit, eigene Ausbildungsgänge anzubieten, die Anforderungen an verschiedene
Berufe und die dafür notwendigen Qualifikationen darzustellen und über Beschäftigungsperspektiven zu informieren.