...
Zeugnisse
Zweimal im Jahr gibt es Zeugnisse und damit einhergehend Schul- bzw. Kopfnoten abhängig von der Schulstufe oder dem jeweiligen Stand der gesellschaftlichen Diskussion auch Kopfnoten. Noten sollen eine ganze Reihe verschiedener pädagogischer und gesellschaftlicher Funktionen erfüllen:
Pädagogische Funktionen:
Rückmeldung:
- Noten helfen den Schülern, ihre Schwächen und Stärken wahrzunehmen und so ein realistisches Selbstbild aufzubauen;
- Noten gewöhnen an Leistungsvergleiche;
Anreiz:
- Gute Noten motivieren günstigenfalls, den Erfolg zu halten oder auszubauen;
- Schlechte Noten sollen motivieren, Defizite auszugleichen;
Disziplinierung (diese Art der Benotung ist von ministerieller Seite her in allen Bundesländern untersagt):
- Kopfnoten dienen explizit der Beurteilung von Verhalten;
- Andere Noten als Instrument der Disziplinierung einzusetzen ist pädagogisch problematisch, aber gar nicht zu vermeiden, da mangelnde Disziplin in der Regel auch Leistungsausfälle mit sich bringt;
Kommunikation mit dem Elternhaus:
- Zeugnisse informieren die Erziehungsberechtigten, geben Anlass für Rücksprache mit der Schule und für verstärkte Unterstützung des Lernens.
Gesellschaftliche Funktionen:
- Kontrollfunktion: Noten und Zeugnisse machen die Einhaltung der Schulpflicht sowie die Effekte schulpolitischer, organisatorischer und pädagogischer Maßnahmen transparent.
- Berechtigungsfunktion: Noten dokumentieren und legitimieren gegenüber befugten Dritten (z. B. der Schulaufsicht) das erzieherische Handeln der Lehrer.
- Allokations- oder Selektionsfunktion: Die Vergabe von (Abschluss-)Noten gestattet es, Ausbildungs- und Arbeitsplätze oder Zugangsberechtigungen nach Leistung zu vergeben, unter der Annahme, dass Noten Leistungsniveaus abbilden. Zur Selektionsfunktion kann auch gezählt werden, dass schlechte Noten zur Klassenwiederholung führen.



>>>> weiter zu Kopfnoten