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Land und Leute

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Ländername: Republik Island - Lýðveldið Ísland
Klima: ozeanisch kühl, kühle Sommer und für die Nähe zum Polarkreis relativ milde Winter.
Lage: größte Vulkaninsel der Welt; grenzt an den Polarkreis; liegt auf dem mittelatlantischen Rücken, der tektonischen Trennlinie zwischen Amerika und Europa, mit aktiven Vulkanen und Erdbeben; 12% der Oberfläche vergletschert; der Gletscher Vatnajökull ist so groß wie Korsika
Größe: 103.000 qkm
Hauptstadt: Reykjavík; Einwohnerzahl: 117.721
Bevölkerung: 313.376 Einwohner, davon 196.160 im Großraum Reykjavik; fast alle Siedlungen an den Küsten (5000 km Küstenlinie, mit tief in das Land greifenden Fjorden); durchschnittliche Wachstumsrate der letzten Jahre: 1,9 Prozent
Landessprache: Isländisch (Fremdsprachen: Englisch, Dänisch, Deutsch)
Religionen / Kirchen: Evangelisch-Lutherische Kirche als Staatskirche (85% der Bevölkerung)
Nationaltag: 17. Juni, Bezeichnung: Nationalfeiertag
Unabhängigkeit: 17.06.1944 von Dänemark
Regierungsform: Konstitutionelle Republik
Hochschullandschaft: Islands Hochschulgeschichte ist jung. Die erste Universität wurde 1911 gegründet. Heute gibt es acht Hochschulen. Die Hochschulinstitute unterscheiden sich nach dem Umfang der Studienprogramme und Forschungsaktivitäten. Das isländische Hochschulsystem ist an das angelsächsische angelehnt.

Island ist ein Land voller Gegensätze, Überraschungen und Geheimnisse. In dieser archaischen Vulkanlandschaft fühlt man sich in die Urzeit der Erdentstehung versetzt. Gefährlich dünn ist an manchen Stellen die Erdkruste, und die brodelnden, dampfenden Löcher gewähren den Blick ins Innere unseres immer noch glühenden Planeten. Doch was für die Menschen im Mittelalter nur bedrohlich und fremd war, was sie sich als Teufelswerk und Eingang zur Hölle erklärten, das wissen die Isländer des 21. Jhs. trefflich zu nutzen. Die Lava dient als Baumaterial, die Erdenergie wird in Strom umgewandelt, und das heiße Wasser wärmt Häuser und Schwimmbäder. Die Isländer haben gelernt, auf dem Vulkan zu tanzen. Der Reichtum des Landes ist seine Natur, auf deren Basis die Menschen hier leben. Neben der Energie sind es vor allem die Fischgründe innerhalb der hart erkämpften 200-Meilen-Zone, die die wirtschaftliche Grundlage darstellen, und die entsprechend sorgfältig befischt werden.

Vor allem ist es die Vielfalt der Landschaften, die jährlich Tausende Touristen anzieht. Im Süden finden Sie ausgedehnte Weiden mit breiten, schwarzen Stränden, an denen sich die weiße Gischt der Wellen bricht, und daneben riesige Gletscher, deren schwarz versandete Zungen fast bis ans Meer reichen. Im Osten ragen die steilen Basaltplateaus empor, in die sich tiefe Fjorde und enge Gebirgstäler gegraben haben. Im Norden sehen Sie breite Täler und den längsten Fjord des Landes, den Eyjafjörður. Der Nordwesten ist eine fjorddurchzogene Küstenlandschaft, aus der sich die Menschen zurückgezogen haben.

Noch heute kommt es dort während der harten Winter häufig zu Lawinen, die im günstigsten Fall nur die Straße versperren. Das Hochland ist eine weite Lava- und Geröllwüste, eine lebensabweisende und unbelebte Mondlandschaft mit einsam dastehenden Bergen und Gebirgen. Dazu kommen Hunderte von Wasserfällen: versteckt, donnernd, mächtig und schön, manche mit Geschichten und andere so klein, dass Sie vielleicht der Erste sind, der sie entdeckt. All das ist vereint auf einer Insel, kaum größer als die Schweiz, deren nächste Nachbarn Grönland (300 km) und die Färöer-Inseln (500 km) sind.