Automobil
Nach den USA und Japan ist Deutschland drittgrößte Automobil produzierende Nation. Fast 19 Prozent beträgt der Anteil der deutschen Automobilindustrie am Gesamtumsatz der deutschen Industrie. Eine Branche, die von Innovation und neuen Ideen geprägt ist, ist auf motivierte Menschen angewiesen, um ihren Standard und ihre Position zu halten. Die deutsche Automobilindustrie konnte auch im Jahr 2007 ihre Position als eine der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland weiter festigen. Das Nutzfahrzeuggeschäft 2007 kann als insgesamt äußerst erfolgreich eingeschätzt werden. Neue Rekorde bei Produktion und Export sowie ein starkes Jahresschlussgeschäft bestätigen dies. Die anhaltend starke Nachfrage und der außergewöhnlich hohe Bestand bilden eine gute Basis für ein stabiles Nutzfahrzeuggeschäft auf hohem Niveau auch im laufenden Jahr.
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Branchenkonjunktur
Die deutsche Automobilindustrie ist eine der wichtigsten Industriebranchen in Deutschland. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich Personenkraftwagen, auf den stückzahlbezogen rund 90 % der Produktion entfallen. Trotz leichter Rückgänge in der Beschäftigung in den letzten Jahren steht nach Aussage des Verbandes der Automobilindustrie weiterhin rund jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt mit dem Automobil in Verbindung. Ein geringer Anteil der Eigenfertigung erfordert den Zukauf von Teilen, Komponenten oder Rohstoffen, so dass auch Branchen, die vordergründig wenig mit dem Auto zu tun haben, an seiner Herstellung beteiligt sind - und davon profitieren. Dazu gehören Investitionsgüter, Material- und Teilelieferungen u.a. aus der chemischen Industrie, der Textilindustrie, dem Maschinenbau, der elektrotechnischen Industrie, aus Ziehereien und Kaltwalzwerken sowie der Eisenindustrie. Außerdem sind Ingenieurbüros, Autohändler, Werkstätten und Tankstellen, aber auch weitere Dienstleistungen rund ums Auto direkt oder indirekt von der Automobilkonjunktur abhängig.
Perspektiven und Prognosen
Die Autobranche gilt in Sachen Innovation als Vorreiter der gesamten Industrie. Hersteller und Zulieferer investieren erhebliche Summen in Forschung und Entwicklung. Sie schaffen jährlich mehrere Tausend Arbeitsplätze. Informations- und Kommunikationstechnologien spielen dabei die Hauptrolle. Fahrleitsysteme, interaktive Störungsmelder, Sensoren zum Wahren des Sicherheitsabstands: All das sind Themen, die die innovative Technik der Autos von morgen bestimmen. Der Bedarf an Spezialisten ist bei Autoproduzenten und besonders bei Zulieferern hoch. Diese arbeiten nicht nur an den neusten Technologien am Fahrzeug selbst, sondern auch an der Vereinheitlichung der Produktionskette mit Hilfe spezieller Software oder an der IT-Umstellung ganzer Unternehmensabteilungen.
Durch die wachsende Bedeutung von Elektronik und Informationstechnik in Fahrzeugen wird der Bedarf an Fachleuten aus diesen Bereichen weiter steigen, vor allem auch bei Arbeitgebern aus der Zulieferindustrie. Zweistelliges Wachstum erhoffen sich die Unternehmen auch von den aufstrebenden asiatischen Märkten, in denen sie zunehmend mit eigenen Produktions- und Entwicklungsstätten vertreten sind.


