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Banken, Versicherungen

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Banken und Versicherungen sind Teile des Finanzsektors, einem bedeutenden Teil der Wirtschaft. Arbeitsplätze bestehen sowohl im direkten Kundenkontakt als auch in den vielfältigen rückwärtigen Diensten, also in Informatik, Marketing, Controlling, Research (Wirtschaftsstudien), Rechts- und Personalwesen.

Zum Finanzwesen werden nicht nur Geschäftsbanken und Privatversicherungen sondern auch die Bundesbank sowie die Bundesbanken, unabhängige Vermögensberatungs- und -verwaltungsfirmen sowie Kranken- und Pensionskassen gezählt. Ziele und Aufgaben mögen etwas verschieden sein, alle aber haben mit der Verwaltung von Finanzen zu tun, mit Prämien und Zinsen, mit Krediten und Renten, mit Risiken und Gewinnen.

Branchenporträt

Versicherungsunternehmen sehen es als vordringlichste Aufgabe, ihren Kunden den Umgang mit den Gefahren des täglichen Lebens zu erleichtern und im Schadensfall zur Seite zu stehen. Hilfe bei Schäden ist aber nur eine Aufgabe von Versicherungen. Bei Fragen zur Altersvorsorge, Finanzierung von Immobilien und Vermögensanlage kümmern sich Versicherer um die individuelle finanzielle Absicherung, die jeder für seine Zukunft braucht. Gerade die Bereiche Altersvorsorge und Vermögensanlage beginnen sich — bei abnehmender staatlich-gemeinschaftlicher Vorsorge — immer stärker zu entwickeln. Mit diesem sich verändernden Kundenbedarf vollziehen die Versicherer derzeit einen Wandel hin zu umfassenden Finanzdienstleistern, der seinen Kunden eine "Rundumversorgung" an Versicherungs- und Finanzdienstleistungen aus einer Hand anbietet.

Für eine Karriere im Banking sollten Absolventen die passenden Kompetenzen mitbringen. Liquiditätsengpässe und mangelndes Vertrauen der Kunden hemmten das Wachstum in 2007 auch bei den Banken, die nicht unmittelbar von "faulen" Krediten betroffen waren. Das Thema Risikomanagement wird als Folge daraus noch stärker als bisher eine Rolle im Arbeitsalltag von Bankern spielen, insbesondere dann, wenn sie am Kapitalmarkt tätig sind. Daneben setzt sich ein Trend der vergangenen Jahre fort: Standardabläufe werden automatisiert. Gleichzeitig gestaltet sich die Vermögensberatung immer komplexer und damit beratungsintensiver. Viele Banken bauen daher ihren Vertrieb aus. Dabei stehen sie im Wettbewerb mit unabhängigen Finanzdienstleistern, die für ihre Kunden individuelle Vermögens- und Versicherungskonzepte erstellen. Etwa für eine maßgeschneiderte Altersvorsorge, eines der hart umkämpften Wachstumsfelder.

Auch die Internationalisierung der Branche geht weiter: Durch Fusionen und länderübergreifende Kooperationen versuchen die Banken mit der globalisierten Wirtschaft Schritt zu halten.

Bank ist nicht gleich Bank

Geschäftsbanken — dazu zählen unter anderem Großbanken, öffentlich-rechtliche (Sparkassen, Landesbanken) und genossenschaftliche Kreditinstitute (Volks- und Raiffeisenbanken) — und Spezialbanken (Hypothekenbanken, Bausparkassen) sind die zwei Beine der Bankenwelt. Ihre Aufgaben lassen sich grob unterteilen in Investmentbanking, Privat- und Firmenkundengeschäft. Finanzdienstleister bieten im Gegensatz zu den Banken Produkte mehrerer Anbieter an und geben unabhängige Versicherungs- und Vermögensberatung.

Aktuelle Entwicklungen

 

Für die Finanzwirtschaft in Deutschland, in Europa und weltweit war und ist das 21. Jahrhundert eine bewegte, fordernde Zeit. Nach einem kurzen Aufschwung, galt es eine handfeste Ertragskrise zu überwinden. Weltweit kehrten Banken aus eigener Kraft zu eindrucksvollem Wachstum zurück. Im Sommer 2007 gerieten die internationalen Finanzmärkte mit dem Ausbruch der Subprime-Krise in den USA in schwere Turbulenzen und es die schlimmste Finanzkrise seit 1931 vorausgesagt. Seitdem soll die Branche wieder zu stabilem Wachstum geführt werden, um Risiken besser zu kontrollieren, ohne die notwendige Dynamik der Finanzmärkte zu beschneiden.
Seit im September 2008 ist die Finanzwelt ist in Aufruhr. Kurz vorher wurde noch der Anfang vom Ende der Finanzkrise prophezeit. Drei Tage später ging Lehman Brothers in Konkurs. Seitdem ist der Dax fast jeden Tag auf Talfahrt, fragen sich Anleger auf beiden Seiten des Atlantik, welche Bank als nächste kippen könnte, wie stark die Krise auch die Industrie erfasst und wie sicher das eigene Geld noch ist. Ein Ende der Turbulenzen ist nicht absehbar
Auch deutsche Banken, unter ihnen die Landesbanken leiden unter der Lehman-Pleite, wenn auch nicht existenzbedrohend. Bei der BayernLB soll ein dreistelliger Millionenbetrag im Feuer sein. In den USA hinterlässt die Kreditkrise schon Spuren. Landesweit stehen nicht nur Häuser und Wohnungen massenhaft leer, sondern ebenso Einkaufszentren, für die sich keine Mieter mehr finden. Unter Immobilienentwicklern und -besitzern dürfte die Pleitenwelle erst richtig starten. Auch wenn die großen Banken hierzulande besser dastehen als in den USA, ist die Gefahr der Kreditverknappung auch in Europa real.