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Berufseinstieg

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Sowohl die chemische wie die pharmazeutische Industrie sind stark international ausgerichtet. Viele Absolventen und Absolventinnen der Ingenieursstudiengängen und der Naturwissenschaften arbeiten in diesen Bereichen. Besonders im Trend sind heute Produkte der «Life sciences» und des «Functional food».

Chemische und pharmazeutische Industrie

Die chemische und pharmazeutische Industrie wird in die zwei Sparten Basischemie und Spezialitätenchemie unterteilt. Zur ersten gehören Petrochemikalien, Massenchemikalien oder Plastik, welche meist auf Erdöl und Mineralien aufbauen. Unter Spezialitätenchemie werden komplexere Chemikalien zusammengefasst wie z. B. Medikamente oder Pflanzenbehandlungsmittel. Deutschland als rohstoffarmes Land mit kleinem eigenem Markt setzt v. a. auf Spezialitätenchemie und entwickelt in der Forschung Neuheiten, die international verkauft werden können. Generell geht es um Produkte im Bereich Gesundheit, Reinigung und Körperpflege, Duftstoffe, Farbstoffe, Medikamente, Agrochemie und chemische Grundstoffe. Besonders im Trend sind heute Produkte der «Life sciences». Dies sind Produkte, welche in die Stoffwechselvorgänge lebender Organismen eingreifen wie z. B. Pharmazeutika oder Vitamine.

Die Chemie- und Pharmazieunternehmen zeichnen sich durch eine sehr unterschiedliche Betriebsstruktur aus. Neben den grossen Chemiemultis weisen 85 Prozent der Unternehmen weniger als 100 Beschäftigte auf. In den seit Jahren laufenden Restrukturierungsprozessen wird oft von Spin-offs gesprochen: Eine Grossfirma lässt ein spezialisiertes Anwendungsgebiet aus wirtschaftlichen Gründen fallen, und neu entstehende Kleinfirmen bearbeiten dieses spezielle Gebiet in Zusammenarbeit mit der Grossfirma weiter.

Internationaler Markt

Die Branche ist stark international ausgerichtet, Standorte im Ausland sind die Regel. Die Arbeitsweise erfolgt oft in Projektteams, welche meist interdisziplinär und multikulturell zusammengesetzt sind. Heute arbeiten Teammitglieder einer Firma manchmal auf verschiedenen Kontinenten mit Hilfe der neuen Informationstechnologien zeitverschoben rund um die Uhr zusammen an einem Projekt. Die Produktion wird aus Kostengründen immer mehr ins Ausland verlagert. Patente laufen aus und Generika verdrängen Originalpräparate, was den Wettbewerbsdruck ständig erhöht.

Fachleute aus verschiedenen Gebieten gefragt

Ingenieurinnen und Ingenieure mit Studienschwerpunkt in Maschinenbau, Chemie oder Verfahrenstechnik sind in der chemisch-pharmazeutischen Industrie in der Grundlagenforschung, Verfahrensentwicklung, Projektierung, Betriebsleitung oder im Werksengineering sehr gefragt. Je nach Fachgebiet und Fragestellung sind auch Fachleute aus anderen Ingenieurbereichen gesucht (z. B. Umweltwissenschaften oder Werkstoffe) sowie Naturwissenschaftlerinnen aus den Fachgebieten Chemie, Biologie, Biochemie, Pharmazie und Medizin. Die Biotechnologie, eine praktische Anwendung der Biochemie, wird zusammen mit der Informationstechnologie als Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts bezeichnet.

Ein grosser Einsatzbereich von Naturwissenschaftlern und auch Medizinern stellt der großen Vertriebsbereich der Pharmaunternehmen dar.

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