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Logistik

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Sehen SIe auch Logistik-Studium, Logistik-Karriere und Logistik-Jobs. Die Bananen kommen aus der Karibik. Das neue T-Shirt wurde in Taiwan genäht. Die schicke Digitalkamera haben flinke Finger in Schanghai zusammengebaut. Vor dem Konsum steht der Transport. Und oft sind es Tausende von Kilometern, die ein Produkt vom Ort der Produktion bis zum deutschen Verbraucher zu überwinden hat. Immer mehr Ware geht auf immer längere Reisen. Die internationale Arbeitsteilung treibt die Geschäfte von Containerdiensten, Luftfrachtunternehmen und internationalen Speditionen. Aber auch im Inland boomt das Geschäft der Logistikbranche. Spezialisierte Anbieter profitieren davon, daß eine wachsende Zahl von Industrie- und Handelsunternehmen nicht nur Transportaufträge erteilt, sondern ihre Warenwirtschaft auslagert.

Schon jetzt werden für jeden Bundesbürger im Jahr rund 45 Tonnen Fracht bewegt. Mehr als zwei Millionen Fahrzeuge - vom Kleintransporter bis zum Güterzug und Kanalschiff - sind in Deutschland jeden Tag unterwegs, um Regale zu füllen, Baustoffe und Ersatzteile zu liefern und Vormaterialien in die Fabriken und Handwerksbetriebe zu bringen. Rund 2,5 Millionen Menschen sorgen dafür, dass die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist. Gemessen am Umsatz stünde die Logistik, würde sie denn in der amtlichen Statistik als eigener Wirtschaftszweig geführt, damit auf dem dritten Platz der großen Branchen - in etwa gleichauf mit dem Maschinenbau nach der Fahrzeugindustrie und der Elektrotechnik. Optimale Lagerwirtschaft, Just-in-Time-Lieferung, globale Warenströme: Die Logistik entwickelt sich rasant und bietet jede Menge spannende Aufgaben. Doch im Wettbewerb sind immer neue Qualifikationsbündel gefragt. Für Berufseinsteiger heißt das: viel Arbeit, viel Abwechslung, viele Ausbildungsweg

 

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Branchenporträt

Der Begriff Logistik umfasst die gesamte Planung, Steuerung, Koordination, Ausführung und Kontrolle der geschäftsinternen und unternehmensübergreifenden Ströme von Gütern und Informationen. Die Logistik-Branche ist ein Wirtschaftsbereich mit übergreifenden Funktionen für nahezu alle wirtschaftlichen Prozesse. Sie stellt für Gesamt- und Teilsysteme in Unternehmen, Konzernen, Netzwerken und sogar virtuellen Unternehmen prozess- und kundenorientierte Lösungen bereit. Wichtige Teilgebiete der Logistik sind die Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungs- und Verkehrslogistik. 2,6 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Logistik, zum Beispiel in der industriellen Produktionsplanung und -steuerung bis hin zur Ersatzteilversorgung, dem vielfältigen Schnittstellenmanagement im Handel oder bei Logistikdienstleistern.

Das heißt, Logistik bedeutet bestimmte Güter in der richtigen Menge zur richtigen Zeit an einem bestimmten Ort zu bringen — und das möglichst kostengünstig. Logistiker arbeiten häufig in wechselnden Projekten an unterschiedlichen Orten, müssen also flexibel sein. Es sind meist Generalisten gefragt, die die gesamte Prozesskette (Supply Chain), teils inklusive Entsorgung, im Blick haben. Auch Kalkulation und Koordination, Abstimmung mit Zulieferern und Krisenmanagement gehören zum Job. Ständig gefragt sind also diplomatisches Geschick im Umgang mit Gesprächs- und Teampartnern und Belastbarkeit — wer rasch die Nerven verliert, ist hier falsch. Neben ausgesprochenen Logistikbetrieben wie Post, Versandhäusern und Speditionen werden überall in Handel, Produktion und Dienstleistung Logistikspezialisten gebraucht. Das Hoch, das die Logistik mit dem Aufkommen des Internet-Handels erlebte, ist etwas abgeflaut. Dennoch bleibt eine reibungslose und sparsame Verteilung für den Erfolg jedes Unternehmens entscheidend.

Perspektiven und Prognosen

Rund 12.000 Fachkräfte pro Jahr benötigt die Logistik, um bei einem jährlichen Wachstum von sechs Prozent die vielfältigen Logistikleistungen in der Wirtschaft bewältigen zu können. Etwa 50 Universitäten und Fachhochschulen bilden derzeit rund 3.000 Logistik-Akademiker aus. Die Unternehmen versuchen außerdem, ihren Bedarf durch interne Umsetzungen von rund 4.000 Mitarbeitern aufzufangen. Jährlich bietet die Logistik immer noch weiteren 5.000 akademisch ausgebildeten Fachkräften interessante Perspektiven. Insgesamt entstehen in der Logistik pro Jahr rund 100.000 neue Arbeitsplätze über alle Führungsebenen hinweg.