• Studienwahl
  •       Studienplanung
  •             Karriereplanung
Studienwahl, Karriereplanung, Schulwahl, Studienplanung
...

Berufseinstieg

>>>>zurück zu Medien

Der Arbeit in allen Medien gemeinsam ist das Vermitteln von Information. Journalistinnen ermöglichen Orientierung in der herrschenden Informationsflut, indem sie Informationen auswählen und sie in verständlicher Weise den Mediennutzern vermitteln. So schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass wir selbst am Prozess der politischen Meinungs- und Willensbildung teilnehmen können. Dafür stehen unterschiedliche Kanäle zur Verfügung: Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen, Online-Anbieter, Pressebüros usw.Es gibt verschiedene Berufe im Bereich Medien:

Journalistin, Redaktor, Korrespondent, Moderatorin, Drehbuchautorin, Schriftsteller usw. Daneben gibt es auch technische Medienberufe (z.B. Regisseur, Multimedia-Designerin). Mit der Ausbreitung privater Fernsehstationen ist zudem eine neue Spielart des Journalismus hinzugekommen: der Videojournalismus. Eine einzige Person ist zugleich Kamerafrau, Tonregisseurin und Reporterin. Ein weiterer Beschäftigungsbereich ist die wissenschaftliche oder kommerzielle Medienforschung. Da geht es beispielsweise darum, den Einfluss eines Mediums auf die Meinungsbildung, das Leseverhalten von Jugendlichen oder die Konkurrenz zwischen Fernsehen, Radio und Presse zu untersuchen.

Verschiedene Wege führen in die Medien

Für Berufe im Bereich Medien und Journalismus gibt es verschiedene Ausbildungswege. Es ist kein Königsweg auszumachen. Das heißt, es gibt kein Studium, keine Lehre, keine Prüfung, die sozusagen automatisch zum Ziel führt. Daher ist Journalismus auch ein Beruf für Quereinsteiger. Mehr und mehr Journalistinnen kommen von der Universität, viele aber auch über die Berufspraxis in die Redaktion. Für die Medienarbeit liefert ein Studium in Geistes- oder Sozialwissenschaften eine gute Vorbereitung. Hauptsächlich Absolventinnen und Absolventen in Germanistik, Medienwissenschaften (Publizistik), Geschichte, Soziologie und Politologie finden den Einstieg in die Medien. Ebenso ergeben sich Möglichkeiten aus einem Fremdsprachenstudium. Für verschiedene Fachmedien ist es von Vorteil, wenn man zusätzlich Wissen aus dem entsprechenden Spezialgebiet mitbringt, z.B. aus Bereichen wie Umweltschutz, Musik oder Lokalpolitik. Für bestimmte Ressorts ist ein Studium in Naturwissenschaften oder Ökonomie, zumindest im Nebenfach, unerlässlich. Die Ausbildungen an einer Universität vermitteln hauptsächlich theoretische Grundlagen. Eine berufspraktische Ausbildung muss anderweitig erworben werden. Praxisbezogene Ausbildungs- möglichkeiten, die in den Bereich Medien und Journalismus führen, bieten Fachhochschulen und spezifische Journalismusschulen an.

Sprachkompetenz, Neugier, gute Allgemeinbildung

Neben der beruflichen Ausbildung ist v.a. Flexibilität gefragt, da Journalistinnen und Medienschaffende oft unregelmäßige Arbeitszeiten haben. Außerdem braucht es Neugier, überdurchschnittliche Sprach- und Kommunikationsfähigkeiten, eine rasche Auffassungsgabe, eine breite Allgemeinbildung und ein universelles Interesse. Aber auch Durchhaltewillen und die Fähigkeit zur Selbstkritik sind erforderlich.

Einstieg über die freie Mitarbeit oder ein Volontariat

Entscheidend für den Berufseinstieg als Journalist ist allerdings weniger das gewählte Studienfach oder die Fächerkombination. Der Einstieg in das Medienschaffen erfolgt meist über die freie Mitarbeit bei Zeitungen und Zeitschriften oder bei einem Radio schon während des Studiums. Freie Mitarbeiter greifen von sich aus Themen auf und versuchen diese in Zeitungen, Zeitschriften oder in Radio und Fernsehen unterzubringen. Zentral sind die Eigeninitiative und die Begeisterung, ein neues Gebiet zu erschließen — oft ohne die Sicherheit, dass das erarbeitete Produkt gekauft, gedruckt oder gesendet wird. Und immer ohne Erfolgsgarantie.

Seit einigen Jahren bietet auch der Online-Journalismus eine Möglichkeit für Berufseinsteiger, da dieses Feld weniger von etablierten Berufsleuten besetzt ist. Eine Volontariatsstelle bei einer Zeitungsredaktion oder einem Lokalradio ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um sich im Berufsfeld Medien etablieren zu können. Größere Tageszeitungen und Fernsehen zeigen sich im Vergleich zu den lokalen Medien weit wählerischer. Volontariatsstellen werden dort in der Regel nur an Absolventinnen einer Hochschule vergeben. Kleinere Medienunternehmen hingegen sind offener. Sie suchen Menschen, die sich durch Neugier und Belesenheit auszeichnen. Grundsätzlich werden diejenigen Bewerber/innen bevorzugt, die erste journalistische Erfahrungen vorweisen können. Es müssen keine Meisterwerke vorgelegt werden. Wer aber beispielsweise für eine Schülerzeitung, ein Vereinsblatt oder eine Website bereits Texte verfasst hat und diese seiner Bewerbung beilegt, hat die besseren Karten.

Weitere Informationen zu Medienstudium und Medienkarriere hier!