Berufseinstieg
Die Tätigkeitsfelder in der Branche Tourismus gliedern sich in den kaufmännisch-wirtschaftlichen, den reiseorganisatorischen und den sportlich-touristischen Bereich. Arbeitgeber sind Airlines, Reiseveranstalter, Reisebüros, Hotels und Gastronomiebetriebe, Kur- und Verkehrsämter, Freizeitparks, Stadtmarketing- gesellschaften sowie Reisebus- und Mietwagenunternehmen.
Arbeitsanforderungen
Junge Akademiker arbeiten vor allem bei größeren Touristikunternehmen. Obgleich sie dort meist nicht direkt an der Front bei der Kundenbetreuung eingesetzt werden, prägt die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Urlauber den Arbeitsalltag. Nur wer sich für Menschen und deren (Ferien-)Wünsche begeistern kann, ist den hohen Anforderungen der Branche auf Dauer gewachsen. Ob bei großen Reiseveranstaltern, Hotelketten oder Tourismusverbänden — immer haben die Beschäftigten mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zu tun und immer geht es darum, den Urlaub der Kunden zur schönsten Zeit des Jahres zu machen. Das erfordert neben starker Serviceorientierung und Belastbarkeit auch einen Blick für die wechselnden Vorlieben und Trends in Sachen Reise. Neben klassischen Reiseveranstaltern, Hotelbetrieben, Reisebüros oder Freizeitparks gehören auch Messegesellschaften und regionale Tourismusverbände zur Reisebranche. Entsprechend vielfältig ist das Produkt- und Dienstleistungsangebot: Von der Bustour über Wellness-Wochenenden oder Pauschalreisen bis hin zu Branchenmessen und der Vermarktung regionaler Sehenswürdigkeiten werden die unterschiedlichsten Arrangements und Konzepte von den Beschäftigten ausgearbeitet und umgesetzt.
Zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern im Bereich Tourismus zählen die Konzeption und Vermarktung der Angebote. Aber auch administrative Ressorts wie IT, Finanzen oder Human Resources bieten Einstiegs- möglichkeiten für Absolventen der Wirtschaftswissenschaften. Die Tourismuswirtschaft blickt optimistisch ins kommende Jahr, da die Deutschen dank verbesserter Konjunktur wieder in Urlaubsstimmung sind.
Berufsmöglichkeiten im Bereich Tourismus und Verkehr
Der Tourismus hat für unser Land zentrale Bedeutung. Er ist ein wichtiger Devisenbringer und volkswirtschaftliches Schwergewicht. Die Mobilität nimmt weiterhin zu und bereits über die Hälfte des Verkehrs entfällt auf Freizeit und Reisen. Um Dienstleistungen rund um Tourismus und Verkehr professionell erbringen zu können, sind Fähigkeiten in Organisation und Management sowie in Kommunikation und im Umgang mit Menschen unerlässlich.
Betriebswirtschaftliches Know-how
Mit Menschen zu tun haben, die gutgelaunt in Ferienstimmung sind, sich mit Traumdestinationen beschäftigen und die eigene Reiselust befriedigen, und erst noch Geld verdienen — eine attraktive Berufsaussicht. Ob sich dies in der beruflichen Realität aber so umsetzen lässt, ist eine andere Frage. Die Tourismusbranche zieht Menschen mit unterschiedlichster Vorbildung an, oft ist aber kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Know-how eine günstige Voraussetzung. Ausbildungen an einer Höheren Fachschule für Tourismus oder an einer Fachhochschule oder der Besuch einer Hotelfachschule führen direkt zu Anstellungen im Umfeld des Tourismus.
Vom Reisebüro bis zum Eventmanagement
Zum Tourismus im engeren Sinn gehören die Tourismusorganisationen, Reisebüros und das Destinationsmanagement, dazu kommen die Bereiche Tourist-Infos und Meetings, Ausstellungen und Events. Hier wird viel organisiert und gemanagt, es werden Dienstleistungen erbracht und verkauft und kommuniziert. Betriebwirtschaftliche Kenntnisse sind gefragt, Management-Qualitäten von Nutzen. Absolventen und Absolventinnen betriebswirtschaftlicher Studien aber auch Fachleute wie beispielsweise Wirtschaftsgeografen, Raumplanerinnen oder Umweltwissenschaftler, die volkswirtschaftliche Dimensionen oder die Auswirkungen des Tourismus auf die Regionalentwicklung und die Umwelt abschätzen können, finden hier Beschäftigungsmöglichkeiten. Zudem werden Profis in Kommunikation benötigt sowie Marketingspezialistinnen und Eventmanager.
Im weiteren Sinne zum Tourismus zählt die Sport- und Kulturanimation, Casinos, Erlebnisparks und Wellness. Auch hier prägt die Betriebswirtschaft die Berufsbilder, zusätzlich braucht es aber Spezialisten aus der Kultur und Fachpersonen für Sport und Gesundheit. So finden sich in tourismusnahen Betrieben auch Ärztinnen und Physiotherapeuten, Personen, die in Naturheilverfahren ausgebildet sind, Wellness-Trainerinnen und Sportlehrer. Kulturelle Erlebnisse, wie Freilichtaufführungen, Sommerfestspiele, Theaterfestivals müssen sowohl inhaltlich als auch organisatorisch konzipiert und produziert werden. Dazu hilft nebst einem oft geisteswissenschaftlichen Studium oder einer künstlerischen Ausbildung eine Weiterbildung in Kulturmanagement/Eventmanagement oder für Ausstellungsmacher.
Gastronomie und Hotellerie
Im Gastgewerbe mit Hotellerie, Gastronomie, Catering usw. arbeiten hauptsächlich Hochschulabsolventen mit fachspezifischer Ausbildung in Hotellerie oder Facility/Hospitality Management oder mit betriebswirtschaftlicher Ausrichtung. Sie organisieren und managen die Abläufe, sind zuständig für das Personal, die Finanzen und was sonst noch zur Führung eines Betriebes gehört.
Verkehr
Zum Bereich Verkehr zählt der öffentliche Verkehr, aber auch alle weiteren privaten Transport- unternehmungen, Seilbahnen, Schifffahrt, Luftverkehr und Busbetriebe. Nebst der Unternehmensführung in diesem Zweig, für die ebenfalls Betriebswirtschaftler/innen in Frage kommen, braucht es Spezialisten für die Verkehrsplanung, für die Projektierung, den Bau und den Unterhalt von Verkehrsanlagen. Meistens bildet dazu eine technische Ausbildung als Bauingenieur/in oder im Bereich der Geomatik die Grundlage. Kenntnisse der Politik, der Gesellschaft, aus den Umweltwissenschaften und im Bereich Kommunikation können ebenfalls in diese Felder führen. Schließlich sind auch juristische Aufgaben zu lösen, ein spezialisiertes Arbeitsfeld für Absolventen der Rechtswissenschaften.



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