E-Learning für Studierende
Unter E-Learning, auch E-Lernen genannt, werden alle Formen von Lernen verstan-den, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen. Für E-Learning finden sich als Synonyme auch Begriffe wie Online-Lernen, Telelernen, Computer Based Training, multimediales Lernen, Open and Distance Learning, computergestütztes Lernen u. a.
E-Learning gehört mittlerweile zum Alltag der Studierende
Die Ergebnisse einer repräsentativen Studie, die im Jahr 2004 von der Hochschul- Informations-System GmbH in Kooperation mit dem Projektträger "Neue Medien in der Bildung + Fachinformation" durchgeführt wurde, lassen folgendes behaupten: E-Learning gehört mittlerweile zum Alltag von Studierenden. E-Learning hat Einzug in den Lehralltag gefunden und viele Studierende sammeln erste Erfahrungen mit dem Einsatz neuerer Technologien wie Blogs und Wikis.
Im Jahr 2000 waren nur 34% der Studierenden, die E-Learning-Angebote kannten, Mittlerweile kennen 86% der Studierende elektronische Lehr- und Lernmaterialien. E-Learning hat sich bei den deutschen Hochschulen etabliert. Der Zugang zum Internet bezüglich des Themas Lernen ist für Studierende heute selbstverständlich. Ungefähr 90% von Ihnen haben verfügen über einen eigenen Internetzugang. Im Jahr 2004 konnten 51% der Studierenden auf leistungsfähige Breitbandverbindungen zugreifen. Da die Die technischen Voraussetzungen für die Nutzung von E-Learning-Anwendungen inzwischen besser geworden sind, lässt sich vermuten, dass diese Zahl prozentual gestiegen ist. Laut den befragten Studierenden hat sich das Angebot an internetgestützten Lehr- und Lernformen zwischen 2000 und 2004 deutlich vergrößert: von 34% im Jahr 2000, auf 86% im Jahr 2004.
Das meiste was angeboten und genutzt wird sind lehrveranstaltungsbegleitende Materialien; 84% der Studierenden kennen die Angebote an ihrer Hochschule, und fast ebenso viele (83%) greifen an der eigenen oder an anderen Hochschulen aktiv darauf zu. Nur ein Viertel der Studierende kennt und nutzt Interaktive Selbstlernangebote. Interessant ist der Zeitaufwand, den Studierende für E-Learning-Aktivitäten in Anspruch nehmen: 4 von 32 Arbeitstunden in einer typischen Semesterwoche. Aber der Zeitaufwand für das E-Learning bezogen auf das Selbststudium liegt sogar bei 19 %.
Vorteile des E-Learning für Studierende
Die Zahl der Studierende, die sich mehr E-Learning wünscht, steigt, weil diese Lehr-form, als Ergänzung zur Lehre vor Ort, sehr viele Vorteile bietet: E-Learning, als ergänzendes Angebot zu Veranstaltung in Hörsäle, wird insbesondere aus pragmati-schen Gründen gewünscht: Studierende können dadurch Zeit sparen, das Studium besser organisieren und vielseitigere gestalten, einen einfacheren Zugang zu Skripten und Texten der Vorlesungen und sich eigenverantwortlich mit Übungen und Selbsttests auf die Prüfungen vorbereiten.
Unter anderem bringt das E-Learning folgende Vorteile für Studierende:
- Man ist nicht an feste Lernzeiten und an bestimmte Lernplätze gebunden; Vorlesungen und Seminare werden vor Ort werden live über das Internet übertragen: multimedial, interaktiv und kooperativ. Diese können auch später von der betreffenden Kommunikationsplattform abgerufen werden. Sollte man eine Vorlesung verpassen oder nachbearbeiten wollen ist dies dadurch möglich
- Das Lernen wird durch zusätzliche und ständig aktualisierte und vernetze Lernressourcen interdisziplinärer und kontextbezogener
- Man vermeidet einen Massenunterricht und fordert ein individualisiertes Ler-nen
- Virtuelle Lerngemeinschaften mit ähnlichen Interessen und Neigungen fordern ein kooperatives und soziales Lernen
- E-Learning fördert den Umgang mit komplexen und modernen Informations- und Kommunikationstechnologien
Was ermöglicht das E-Learning?
Das E-Learning ermöglicht eine innovative Vernetzung zwischen Studierenden, Professoren und Dozenten. Die Möglichkeiten Online-Tests, lehrveranstaltungsbegleitende Materialien, Video-Vorlesungen herunterzuladen und weitere Anwendungen zu nutzen, unterstützt und steigert die Effizienz der Studierenden. Auch die Kommunikationswege werden dadurch einfacher und kürzer: Studierende können ihre Dozenten schnell per E-Mail erreichen, Referatsgruppen können sich online anmelden und in Foren sich austauschen und Lösungsansätze erarbeiten. Als Nebeneffekt wird im Zeiten der Technologisierung der Gesellschaft die Medienkompetenz der Studierende aber auch der Dozenten gefordert.
Ein großer Teil der Anwendungen für die Kurse laufen heute noch über die Online- und Kommunikationsplattformen der Hochschulen.
Die Dozenten können Veranstaltungsunterlagen per Mausklick hochladen und die Studierende können sie herunterladen. Alle möglichen Informationen können von solchen digitalen Kommunikations-plattformen abgerufen werden. Der Zugang zu Bibliotheken, Wissensdatenbanken, Fachgruppen etc. erfolgt per Mausklick auf die eigene Tastatur. Auch Übungsprogramme, online-Tests, Bildungspiele etc. gehören immer mehr zu den Angeboten des E-Learnings. Das ist der Trend. Es gibt derzeit Hochschulen, wie die Fernuniversität Hagen, die das ganze Studium ins Netz verlegen werden.
Doch es gibt auch Kritiken: Das immer größer werdend E-Learning-Angebot und die Virtualisierung des Studium wird immer mehr dazu beitragen, dass die persönliche Betreuung der Studierende und soziale Kontakte verloren gehen und die Entstehung zwischenmenschlicher Beziehungen rund um den Campus beeinträchtigt werden.
Quelle: backview.eu, jobwinner.ch, forschungsnachrichten.de, wikipedia.org/wiki/E-Learning, his.de





»»» weiter zu E-Books