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Finanzierung

Das Tabu Studiengebühren ist gebrochen. Nach Bummelstudenten werden nun auch Erstsemester zur Kasse gebeten. Neben Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verlangen jetzt auch Hessen, Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg Studiengebühren von Erstsemestern pro Semester. Diese Tatsache zwingt viele Studenten, sich über die Finanzierung ihres Studiums Gedanken zu machen.

Bachelor und Master treiben zur Eile

Wer kein Bafög bekommt, musste bislang selbst die Ärmel hochkrempeln und mit einem Spagat zwischen Studentenjob und Uni und dem einen oder anderen Zusatzsemester seine Hochschulausbildung finanzieren. Doch nun locken die neuen Bachelor- und Master-, Studiengänge mit einem zügigen Studium und einem schnelleren Berufseintritt. Das bedeutet, Studierende haben weniger Zeit, durch Nebenjobs ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Eltern sind Einnahmequelle Nummer 1.

Im Durchschnitt finanziert ein Studierender 51 Prozent seines Einkommens über seine Etern, ermittelte die 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Fast ein Drittel des Einkommens resultiert aus eigenem Verdienst neben dem Studium und nur 13 Prozent des Einkommens deckt das Bafög ab. Bildungskredite spielten mit einem Prozent bislang kaum eine Rolle.

Der Student als Kunde

Teure Hochschulausbildungen werden zunehmend als Investition in das eigene „Humankapital“ gerechtfertigt, die Hochschulen als Wissens-Dienstleistungsunternehmen präsentiert. Tatsächlich spornt die Aufnahme eines Kredits viele zu einem zügigen Studium an. Die Qualitätsanforderungen an die Hochschulen erhöhen sich, der Student wird zum Kunden.Wenig los an deutschen UnisIn Deutschland fangen 35 Prozent der Schulabgänger ein Studium an. In den OECD-Ländern sind es dagegen rund 51 Prozent.

19 Prozent beenden das Hochschulstudium mit einem Abschluss. Im OECD-Durchschnitt sind es 32 Prozent. An deutschen Unis dauert ein Studium im Schnitt sechs Jahre, gegenüber fünf Jahren in OECD-Ländern. 16 Prozent der Hochschulabsolventen in Deutschland sind Kinder von Eltern ohne Abitur. (USA und Australien: 20 Prozent, Kanada: 24 Prozent) Der Anteil der Studierenden aus niedrigen sozialen Herkunftsgruppen ist auf zwölf Prozent im Jahr 2003 gesunken Die vom Deutschen Studentenwerk ermittelten Zahlen verdeutlichen den Notstand an deutschen Hochschulen. Studiengebühren drohen diesen Zustand weiter zu verschärfen und noch mehr Studenten von einem langen und teuren Studium abzuhalten.

Speziell auf Studenten zugeschnittene Kredite scheinen alle Finanzprobleme der angehenden Akadmiker zu lösen. Die Bankinstitute locken mit günstigen Zinsen, flexibler Rückzahlungsdauer, eingebauter Überschuldungsbremse und einem tilgungsfreien Zeitraum von ein bis zwei Jahren nach dem Abschluss. Klingt alles sehr verlockend, kann aber ganz schön ins Geld gehen und dem Absolventen schon vor seinem Start ins Berufsleben einen Schuldenberg von 30 000 Euro bescheren. Nichtsdestotrotz wären laut einer Umfrage von United Research 21 Prozent der Studenten und knapp 14 Prozent der Eltern bereit, sich für ein Studium zu verschulden.

Finanzierungsquellen - Inanspruchnahme und geleistete Beträge Quelle: 18. Sozialerhebung

Andere Länder sind schon weiter

In anderen Ländern gibt es ein bereits ein breites Angebot an Krediten, unabhängig von Studiengebühren. Der Staat übernimmt in der Regel die Ausfallrisiken von Studienkrediten. Die Zinsen werden darüber hinaus oftmals noch direkt subventioniert. In Australien beträgt der Real-Zinssatz sogar 0. In Großbritannien übernimmt die staatliche „Student Loans Company“ die administrativen Kosten der Studienfinanzierung.

Neben vielen kleineren regionalen Instituten gibt es Angebote von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), von der Deutschen Bank, der Sparkasse, der DKB-Bank und von Privaten Bildungsfonds wie Career Concept. Die SEB Bank bietet einem überschaubaren Kreis von privaten Hoch- und Fachhochschulen spezielle Finanzierungsmöglichkeiten an. Für die Studierenden lohnt sich ein Vergleich im Detail, denn je nach Höhe des Kredits, Laufzeit und Raten sind die Unterschiede zum Teil erheblich.

Quelle: Focus

Elternunterhalt

Der Elternunterhalt spielt nach wie vor eine tragende Rolle zur Finanzierung des Studiums. Ein "Normalstudent" benötigt laut des Studentenwerks etwa € 700 für den Lebensunterhalt. Diese teilen sich laut der 18. Sozialerhebung wie folgt auf:

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Stipendien

Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung für Künstler, bzw. Schüler, Studenten oder Jungwissenschaftler (die dann als Stipendiaten bezeichnet werden) und als solche ein wesentliches Element der Begabtenförderung.

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Unternehmensstipendien

Viele Stipendien werden auch von Wirtschaftsverbänden und Untenehmen vergeben. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verwies in einem Deutschlandfunk-Interview darauf, dass...

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Jobben

Knapp zwei Drittel der Studierenden jobben laufend oder gelegentlich neben ihrem Studium. In der Mehrzahl benötigen sie das Einkommen aus der Erwerbstätigkeit für die teilweise oder seltener gesamte..

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Studienkredit-/darlehen

Es gibt verschieden Möglichkeiten der Kredit- oder Darlehensfinanzierung des Studiums. Man unterscheidet grundlegend vier Hauptformen:...

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Bafög

Hauptziele des BAföG sind die Erhöhung der Chancengleichheit im Bildungswesen sowie die Mobilisierung von Bildungsreserven in den einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten...

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