Hochschulsystem
Die Hochschulen in Deutschland sind Einrichtungen der Bundesländer. Jedes Bundesland ist für den Bau die Erhaltung und Finanzierung seiner Hochschulen selbst zuständig Demnach bestimmt auch jedes Bundesland selbst, wie viele Hochschulen es benötigt, welche Studienfächer eingerichtet werden und welche Schwerpunkte die einzelnen Fächer haben. Deshalb gibt es trotz Absprachen zwischen den Bundesländern kein einheitliches deutsches Hochschulsystem, sondern so viele Systeme, wie es Bundesländer gibt — sechzehn. Dabei gibt es die größten Unterschiede zwischen den ost- und westdeutschen Hochschulen.
In den westlichen Bundesländern gibt es ein differenziertes und gut ausgebautes Hochschulwesen mit derzeit mehr als 1,7 Millionen Studierenden, die aber auf einer wesentlich geringeren Zahl von eingerichteten Studienplätzen studieren, so dass Massenbetrieb, Zulassungsbeschränkungen, überfüllte Studiengänge und schlechtere Studienbedingungen in vielen Fächern zur alltäglichen Realität gehören. In den östlichen Bundesländern gibt es ebenfalls erheblich weniger Studienplätze als benötigt werden, aber dort gibt es in absoluten Zahlen und auch relativ — das heißt bezogen auf einen Professor oder auf eine Lehrkraft — im Durchschnitt weniger Studierende.
Durch den Hochschulbau, die Renovierung bereits genutzter Gebäude, die Anschaffung von Fachliteratur und die Modernisierung von Lsbors und Werkstätten haben ostdeutsche Hochschulen schon lange das Westniveau erreicht. Diese günstigen Studienbedingungen in den östlichen Bundesländern ziehen deshalb mehr und mehr Abiturienten aus den westlichen Bundesländern an ostdeutsche Hochschulen. Auch wenn es noch von Fach zu Fach Unterschiede geben kann, eines lässt sich deutlich sagen: Im Osten sind die Studienbedingungen insgesamt besser als im Westen. Und auch das Argument der Studienkosten spielt eine wichtige Rolle, liegen doch die Mieten in den ostdeutschen Hochschulstädten insgesamt auf sehr niedrigem Niveau, und einige ostdeutsche Bundesländer verzichten auf Studiengebühren.
Insgesamt studieren derzeit etwa zwei Millionen Personen an den rund 400 öffentlichen und privaten deutschen Hochschulen. Sie werden von über 37.000 Professoren ausgebildet. Abgesehen von den Unterschieden innerhalb der einzelnen Bundesländer lassen sich anhand der nachfolgenden Übersicht mehrere Hochschultypen unterscheiden:
Die Hochschultypen:
Universitäten
Fachhoschulen
Kirchliche Hochschulen
Berufsakademien
Privathochschulen
Fernuniversität
Eliteuniversität
Quelle: Studieren, aber was? Dieter Herrmann, Angela Verse-Herrmann, Eichborn Verlag, 2007
Eine interessante Seite, die sich mit den Pros und Cons von
Privaten Hochschulen beschäftigt ist www.private-hochschulen24.de




