Studienfächer
Spätestens seit Beginn der Studienreform hat die Anzahl der Studienfächer in Deutschland erschreckende Ausmaße angenommen. Der Sezialisierungsgrad der Studienfächer steigt mit zunehmendem Maße. Um den Wildwuchs zu verhindern wird versucht jeden neuen Studiengang durch ein Kommission zuzulassen. Das dieser Prozess sinnvoll und nötig ist zeigt die folgende Grafik. Hier erkennt man wie sich alleine zwischen den Jahren 1998 und 2001 die Anzahl der Studiengänge in den einzelnen Fachbereichen verändert hat.
Quantitative Entwicklung von Bachelor- und Masterstudiengängen

- Quelle: HIS
Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master werden dann in einem neuartigen Begutachtungsverfahren ("Akkreditierung") unter der Beteiligung von Vertretern der Hochschulen, der Studierenden und der Berufspraxis sowie der Länder von Akkreditierungsagenturen auf ihre Qualität hin überprüft.
Zu diesem Zweck wurde die "Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland" errichtet. Der Akkreditierungsrat koordiniert den Ablauf der fachlich-inhaltlichen Begutachtung der neuen Studiengänge und akkreditiert die damit beauftragten Agenturen. Akkreditierungsverfahren sollen für die neuen Studiengänge ein schnelleres und flexibleres Vorgehen begünstigen und dabei auch Möglichkeiten für neue Inhalte und Formen der Studienganggestaltung eröffnen. Da die Ergebnisse der Verfahren veröffentlicht werden, werden Transparenz, Vergleichbarkeit und Orientierung - auch im internationalen Maßstab - über die jeweils angebotenen Leistungen gefördert.
Doch ist die Akkreditierung keine Pflicht und daher ist der Anteil der akkredidierten Studiengängen an der Gesamtzahl der exisiterienden Studiengänge noch recht gering. Weiterhin ist hier kritisch zu betrachten, daß die Akkrediiterung etwa zwischen € 5.000 und € 15.000 kostet und viele Hochschulen diese zusäzlichen Kosten scheuen.
Als Zeichen der positiv bestandenen Qualitätsprüfung tragen die zertifizierten Studiengänge das Gütesiegel des Akkreditierungsrates. Die erfolgreiche Akkreditierung bildet in der Regel die Voraussetzung für eine staatliche Genehmigung eines Bachelor-/Masterstudienganges. Bis zum Januar 2007 haben ca. 2.100 Bachelor- und Masterstudiengänge ein Akkreditierungsverfahren nach den Standards des Akkreditierungsrats erfolgreich durchlaufen. Bei noch ausstehender Akkreditierung kann die Genehmigung befristet oder vorläufig erfolgen. Die zentrale Datenbank aller in Deutschland akkreditierten Studiengänge findet man unter www.akkreditierungsrat.de.
Die Wahl der Studierenden fällt zu 30 % auf Wirtschats-, Rechts- und Sozialwissenschaften, daran anschließen sich die Sprach- und Kulturwissenschaften gefolgt von nahezu gleichem Anteil (jeweils etwa 17 %) von den Ingenieurs- und Naturwissenschaften.

- Aufteilung Studierende nach Fachbereichen Quelle: HIS




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