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Uni oder FH?

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Eine Entscheidung für ein Studienfach zu treffen ist schon schwer genug! Aber nun gibt es viele der angebotenen Studiengänge nun auch nich an verschiedenen Schultypen. Grundsätzlich unterscheiden sich die Hochschultypen in einigen grundlegenden Punkten. Daher sind folgende Fragen hilfreich bei der Entscheidungsfindung für einen der Typen:

  • Bin ich eher an theoretischen Fragen oder mehr an der praktischen Bewältigung von Aufgaben interessiert?
  • Halte ich mich eher für einen Generalisten und Analytiker, oder hin ich mehr ein Spezialist?
  • Kann ich mir vorstellen in einer Massenuniversität zurechtzukommen, oder brauche ich ein überschaubares Ausbildungssystem?
  • Verfüge ich über genügend Selbstdisziplin, damit die Freiräume des Universitätsstudiums nicht zur Gefahr werden, oder brauche ich eher den nötigen Druck durch ein verschulteres System, um kontinuierlich meine Studienleistung zu erbringen?
  • Möchte ich eventuell eine Doktorarbeit schreiben (dauert weitere etwa zwei bis drei Jahre) oder kann ich darauf verzichten?
  • Möchte ich mein Studium eher breit anlegen oder mich bereits früh spezialisieren?
  • Welche Rolle spielen Geld und Karriere in meinem Leben?
  • Bin ich auf spätere Führungspositionen ausgerichtet oder kann ich mir auch vorstellen in mittleren Positionen mit Zufriedenheit zu arbeiten?

Wobei ganz wichtig zu betonen ist, daß eine Entscheidung für oder gegen einen der Typen nicht den Ausschluß von z.B: Karriere bedeutet, da spielen später noch andere Punkte eine wesentliche Rolle.

Universitäten und Technische Hochschulen

Besonders geeignet sind Unis und Technische Hochschulen für all jene, die gern forschen, die Wissenschaft mögen sowie diszipliniert und methodisch arbeiten können, die ihr Lernen gut selbst organisieren können und frei über mögliche inhaltliche Kombinationen entscheiden wollen. Technische Grundlagenkenntnisse und theoretisches Wissen werden betont. Das Grundlagenstudium ist häufig noch relativ trocken und ähnelt sich in den verschiedenen Disziplinen sehr stark.

Zwar klingen die Namen einzelner Studiengänge gleich, aber die Universitäten selbst variieren auch in ihrem Angebot — ein Blick in die Fächerkataloge lohnt sich also schon früh. Welche Vorlesung oder Übung man besuchen will, muss jeder selbst entscheiden, denn man kann sich das notwendige Wissen auch aus Büchern aneignen. Sehr wichtig ist es, Praktika in der Industrie einzuplanen, denn jeder künftige Arbeitgeber schätzt solche Erfahrungen. Die Regelstudienzeit der Diplomstudiengänge beträgt 9 bis 10 Semester, einen Bachelor-Abschluss bekommt man schon nach 6 bis 7 Semestern.

Fachhochschulen

Wer mehr Wert auf anwendungsbezogenes Wissen legt, lieber einem strukturierten Lehrplan folgt, eine überschaubare und planbare Studienzeit bevorzugt und kleine Arbeitsgruppen schätzt, ist an einer Fachhochschule (FH) gut aufgehoben. Der persönliche Kontakt zu den Professoren ist hier meist besser als an den Universitäten. Die praktische Ausbildung steht im Vordergrund, die technische Anwendung ist wichtiger als wissenschaftliche Forschung. Praktika sind fest im Lehrplan vorgesehen, häufig wird eines schon bei Studienbeginn vorausgesetzt. Die Regelstudienzeit beträgt 8 Semester. Die Eintrittsgehälter von FHAbsolventen sind niedriger als von Universitätsabgängern, aber dafür sind sie früher im Beruf.